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Warum Bombardier sich große Sorgen um China machen sollte

Um es mal ganz unverblümt auszudrücken, Bombardier (WKN:866671) hat in diesem Jahr einfach kein Glück. Gerade jetzt bekommt man wieder starken Gegenwind aus China. Die Investoren werden das sicher schon gemerkt haben. Am Montag, als die Sorgen um China Überhand nahmen, fielen Bombardiers Aktien um 20%.

Also, was macht Bombardier so anfällig für die Probleme in China?

Businessjets

In den letzten zehn Jahren ist der chinesische Markt für Geschäftsflugzeuge mit atemberaubender Geschwindigkeit gewachsen, um etwa 20% pro Jahr. Und bei Bombardier ist man auch optimistisch in Bezug auf die Zukunft Chinas. Bis zum Jahr 2023 erwartet man ein jährliches Wachstum von 13%. Das würde 10% der weltweiten Auslieferungen in diesem Zeitraum ausmachen. Diese Werte basieren auf einem jährlichen Wachstum des Bruttonationalprodukts (BNP) von 6,5% in China.

Doch diese Vorhersagen sehen jetzt unrealistisch aus.

Der chinesische Markt für Businessjets hat deutlich an Fahrt verloren, teilweise aufgrund der stockenden Wirtschaft und teilweise wegen des harten Durchgreifens gegen die Korruption. Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass Chinas staatliche Banken in den letzten Jahren in den Flugzeugleasingmarkt eingestiegen sind und jetzt die wenig genutzten Flugzeuge verkaufen wollen.

Doch damit nicht genug der schlechten Anzeichen. Deer Jet, die größte Chartergesellschaft in der Region hat seine Flotte in den letzten 2 Jahren um 20% verkleinert. Es gab keine größeren Flugzeugbestellungen bei der letzten Asian Business Aviation Konferenz in Shanghai. Darüber hinaus sprach man bei B/E Aerospace Inc von Schwächen auf dem chinesischen Markt während der letzten Telefonkonferenz.

Diese Probleme könnten Bombardiers Aussichten im Businessjetmarkt einen deutlichen Dämpfer verpassen. Wir werden abwarten müssen.

Die CSeries

Chinas wirtschaftliche Sorgen beeinträchtigen auch die Aussichten für Bombardiers Cseries. Bombardiersprecherin Marianella de la Barrera bestätigte auch, dass “die Gespräche langsamer vorangehen.”

Einfach gesprochen, besteht die Sorge, Chinas wirtschaftliche Probleme könnten sich auf andere Länder übertragen, was einen großen Einfluss auf den Flugverkehr hätte.

Daher sind die Bosse der Fluglinien auch verständlicherweise besorgt und wollen weniger für neue Flugzeuge ausgeben. Und also ob das noch nicht genug wäre, treiben die chinesischen Konjunkturschwächen den Ölpreis weiter nach unten, was auch wiederum schlecht für Bombardier ist. Denn die CSeries ist sehr viel treibstoffeffizienter ist als die Konkurrenz und dieser Vorteil verringert sich mit fallenden Treibstoffpreisen. Es ist kein Zufall, dass, seit der Ölpreis die Marke von 95 USD pro Barrel unterschritten hat, keine neuen Bestellungen für die Cseries mehr eingegangen sind.

Es könnte noch schlimmer kommen

Natürlich hat Bombardier gerade starken Gegenwind und mit einer Schuldenlast von 9 Milliarden USD kann man sich auch keine weiteren Rückschläge mehr erlauben. Falls sich eines dieser Probleme verschlimmern sollte, könnte Bombardier richtig große Probleme bekommen. Zu diesem Zeitpunkt solltest du davon keine Aktien kaufen, selbst wenn sie jetzt sehr billig scheinen.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und wurde am 31.08.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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