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Einkommensinvestoren: 15,3% mit Bombardier

Foto: Bombardier

Inzwischen haben sicher alle von den Problemen um Bombardier Inc. (WKN:86671) gehört. Schuld daran ist das Debakel der Regionalflugzeuge CSeries, einer Sparte, die mittlerweile seit mehr als zehn Jahren in der Mache ist.

Die Produktion der CSeries wird geplagt von Verzögerungen, Kostenüberschreitungen, verhaltenen Reaktionen bei den potenziellen Kunden und drei separaten Lieferverspätungen für bereits bestehende Kunden. Es ist also ziemlich offensichtlich, warum Kunden und Investoren dabei sind, die Geduld zu verlieren.

Doch damit nicht genug. Es sieht so aus, als könnte Bombardier bankrottgefährdet sein. 2015 hat man bisher wahnsinnig viel Geld verbrannt. Die Barbestände sind von 5,3 Milliarden USD nach dem ersten Quartal auf nur mehr 3,6 Milliarden USD am Ende des zweiten Quartals gefallen. Nicht zu vergessen, dass man sich bereits in Q1 Milliarden in Form von neuen Schulden und Kapital beschafft hat.

Die Antwort des Marktes darauf war dann auch mehr als deutlich. Der Aktienkurs des gebeutelten Unternehmens ist stark gefallen, sogar mehrmals unter die Marke von 1,10 USD während der schwarzen Tage der letzten Woche. Seither hat sich der Kurs etwas erholt und steht jetzt bei 1,20 USD, was nichts anderes bedeutet, als dass die Investoren den Bankrott erwarten.

Überflüssig zu erwähnen, dass Bombardier-Aktien nichts für Leute mit Herzproblemen sind. Wer aber mit dem Risiko leben kann, für den gibt es ein riesiges Renditepotenzial bei den Vorzugsaktien.

Riesige zweistellige Gewinne

Nein, 15,3% ist kein Tippfehler. Die Vorzugsaktie von Bombardier wirft wirklich so viel ab, zumindest wenn man sich die Series C Preferreds ansieht (Tickersymbol: BBD.PR.C). Sieh diese Vorzugsaktien als ungesicherte Schulden an. Sollte Bombardier Insolvenz anmelden, hätten zumindest die Anleihegläubiger einen bestimmten Regressanspruch. Für gewöhnlich erhalten die Inhaber dieser Anleihen Anteile am neuen Unternehmen, wohingegen die Anteilseigner dann leer ausgehen. Inhaber von Vorzugsaktien werden den anderen Aktionären im Falle einer Insolvenz vorgezogen, kommen aber erst nach den Anleihegläubigern dran.

Im Insolvenzfall ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass noch viel übrig bleiben würde, das man an die Inhaber der Vorzugsaktien verteilen könnte. Das bedeutet eine Investition in die Vorzugsaktie ist eine Wette gegen den Bankrott von Bombardier. Wie wahrscheinlich ist das?

Die Wahrscheinlichkeit eines Bankrotts

Zu diesem Zeitpunkt denke ich nicht, dass Bombardier kurz vor der Insolvenz steht. Das Management hat den Investoren bereits mitgeteilt, etwa 20% der solideren Transportsparte abspalten zu wollen und diese im Herbst in Deutschland an die Börse zu bringen. Dazu leider kein Wort, wie viel Kapital man erwartet damit beschaffen zu können, aber ich würde den Wert der ganzen Sparte auf 10 Milliarden USD schätzen. Eine Infusion von 2 Milliarden USD würde Bombardier sicher durch diesen Engpass helfen.

Man sollte auch den Zeitplan der CSeries nicht vergessen. Bombardier gibt an, irgendwann in der ersten Jahreshälfte 2016 mit der Auslieferung beginnen zu wollen. Die Investoren haben natürlich gute Gründe, das in Frage zu stellen, da die Liefertermine ja schon dreimal verschoben wurden. Aber irgendwann werden sie anfangen, die Flugzeuge auszuliefern. Und dann wird sich auch die Finanzlage deutlich verbessern. Einige Analysten meinen, dass man in diesem Fall sogar schon wieder profitabel wäre.

Ein anderer Punkt ist, dass Bombardier einen sogenannten Lender of Last Resort hat, also eine letzte Refinanzierungsinstanz in Form der Regierung von Quebec, die ihre Bereitschaft zu helfen bereits zugesagt hat. Der einzige Haken mit dem Geld von der Provinz sind die Bedingungen. Wird die Regierung auf strikten Bedingungen bestehen, wie die US-amerikanische und die kanadische Regierung bei der Rettung der Autofirmen 2008? Oder taucht dann nur der Name der Regierung auf der Gläubigerliste auf?

Die Vorzugsaktie von Bombardier ist definitiv ein riskantes Unterfangen. Das sagt uns der Markt indem er 15% Ertrag verspricht. Falls das Unternehmen aber überlebt, werden die Vorzugsaktien in einem oder zwei Jahren wahrscheinlich deutlich höher bewertet sein. Zusätzlich gibt es noch eine großzügige Rendite.

In einer Welt, wo Einkommen schwer zu generieren ist, könnten Investoren vielleicht an einer kleinen spekulativen Position mit attraktiver Rendite interessiert sein.

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Dieser Artikel wurde von Nelson Smith auf Englisch verfasst und wurde am 28.08.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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