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Denkst du daran Google-Aktien zu kaufen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Foto: Pixabay, Didgeman

Am Mittwoch machte Google (WKN:A110NH) einen Sprung um 47 USD pro Aktie. Doch es wäre zu kurz gedacht, zu glauben, das wäre nicht mehr günstig. Da der Ausverkauf so übertrieben war, wie viele andere Panikverkäufe auch, bleibt Google weiterhin ein gutes Geschäft.

Die sogenannten “Sorgen” um Google konzentrieren sich im Allgemeinen auf die zurückgehenden Kosten pro Klick, da Google ein bisschen spät bei der mobilen Suche dran war. Dazu kommen dann noch die Ausreißer in futuristische Technologien wie selbstfahrende Autos und Nanotechnologie.

Doch, wie die neue Finanzchefin Ruth Porat bei der Bekanntgabe der Juli-Einkünfte klar machte, ist Google dann zur Stelle wenn es zählt. Die letzten Fluktuationen auf dem Markt, als Google über 80 USD pro Aktie innerhalb weniger Tage verlor, machen dieses Papier als langfristige Wachstumsmöglichkeit nur noch attraktiver.

Was wirklich wichtig ist

Vor der Bekanntgabe der Einkünfte in Q2 am 16. Juli, stand der Kurs bei 601 USD. Kaufen oder bleiben lassen. Am folgenden Tag schoß der Preis fast auf 700 USD pro Aktie hoch. Wieder einmal hat Google finanziell alle Register gezogen, als es darauf ankam.

Google erwirtschaftete im letzten Quartal Traumumsätze von 17,73 Milliarden USD. Bei einem Unternehmen dieser Größe sind zweistellige Wachstumsraten mehr als beeindruckend – und das Jahr für Jahr. Frohe Kunde für die Investoren also. Noch viel interessanter an diesem Quartal aber ist, wie man dieses Wachstum und 6,99 USD an non-GAAP-Gewinn pro Aktie (ohne einmalige Posten) erreichen konnte.

Während ihrer Präsentation erwähnte Porat mehrmals die positiven Auswirkungen der mobilen Nutzung auf Googles Verkäufe. Wie der große Widersacher Facebook (WKN:A1JWVX) profitiert auch Google davon, dass immer mehr Marketingdollar online gehen. Das trifft insbesondere auf mobile Geräte zu.

Die mobile Nutzung von Google stieg um 50% verglichen mit dem Vorjahresquartal und erreicht jeden Tag einen Durchschnitt von etwa 40 Minuten. Dieser Zuwachs generiert natürlich auch entsprechend mehr Umsatz. Dank der Expandierung der Alternativen im Bereich Videowerbung haben die 100 größten Marketingpartner ihre Werbeausgaben bei Google um “mehr als 60%” im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Facebook hat hier noch viel aufzuholen. Man steht gerade einmal bei 4 Milliarden USD im letzten Quartal. Doch das hat Facebook nicht davon abgehalten, eine Führungsposition in der mobilen digitalen Werbung einzunehmen. Im letzten Quartal kamen 76% von Facebooks Werbeeinnahmen aus dem mobilen Bereich. Natürlich wollte Google nicht zu sehr ins Detail gehen, aber Porat wurde nicht müde zu betonen, dass der mobile Bereich kein Randgedanke mehr sei und dass dies anfängt, sich bezahlt zu machen.

Dann ist da noch Youtube

Ein Teilgrund, warum Facebook knapp über 4 Milliarden USD im letzten Quartal generieren konnte, lag an der Entscheidung Videowerbung zu schalten. Wie es der Zufall so will, ist Googles Youtube dabei ein leuchtendes Beispiel dafür zu werden, wie lukrativ Videos sein können. Laut Porat verzeichnet Google gerade “beträchtliches Wachstum bei den Youtube-Einkünften”. Teilweise ist dies einem mehr als 60-prozentigem Anstieg bei der Sendezeit geschuldet.

Tatsache ist, dass in den USA die mobile Youtube-Nutzung unter den 18 bis 49jährigen höher ist als bei jedem Fernsehsender. Abgesehen von den soliden Ergebnissen im Bereich Mobile und Youtube steigen auch Googles andere Einnahmen. Um 1,7 Milliarden USD wuchsen im letzten Quartal die Cloud-Lösungen. Der Bereich Videospiele konnte im letzten halben Jahr weltweit mehr als 180 Millionen neue Spieler verzeichnen.

Zu guter Letzt

Nicht zu vergessen Fiber, das Porat als “langfristige Wachstumsmöglichkeit” bezeichnete, und den Drahtlos-Dienst. Natürlich stehen dann noch die futuristischen Projekte im Raum, die den Aktienpreis in Mitleidenschaft gezogen haben. Aber sogar darum hat man sich gekümmert.

Die Errichtung der Alphabet Holdinggesellschaft mag einige Google-Follower überrascht haben. Dieser Schritt schien auch aus heiterem Himmel zu kommen, doch auch das ist Wahnsinn mit System für Google CEO Larry Page.

Diese weithergeholten Projekte wie selbstfahrende Autos und Project Loon, ganz zu schweigen von allem, was Google sonst noch in seinem geheimen Labor, genannt X-Lab, ausheckt, werden jetzt vom Suchmaschinen- und Werbegeschäft getrennt. Laut S&P Capital IQ wird Google bei dem 21-fachen seiner zukünftigen Einkünfte gehandelt. Die zweistelligen Wachstumsraten trotz seiner Größe und ein neues, klareres Geschäftsmodell haben Google vor dem Ausverkauf zu einer vernünftigen Investition gemacht. Jetzt ist es ein absolutes Schnäppchen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Google (A und C).

Dieser Artikel wurde von TimBrugger auf Englisch verfasst und am 30.08.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

 

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