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Dieser alarmierende Bericht ist nicht so bedrohlich für Facebook, Twitter und LinkedIn wie er scheint

Foto: Pixabay, Hans

Die relativ kurze Geschichte der sozialen Medien ist gepflastert mit den Leichen der Eintagsfliegen wie SixDegrees.com, MySpace und Friendster, die nie ihr Potential ausschöpfen konnten.

Und dann kam Facebook (WKN:A1JWVX). Obwohl mehrere andere Social-Media-Seiten folgten, darunter Twitter (WKN:A1W6XZ), LinkedIn (WKN:A1H82D), Instagram, und Pinterest, um nur einige zu nennen, war Facebook der Vorreiter, der Social Media zu den Massen brachte.

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Jeder dieser Namen hat sich seine eigene Nische geschaffen, doch das Schreckgespenst von verlangsamtem Nutzer-Wachstum oder deren Gleichgültigkeit geht um. Und obwohl ein kürzlich erschienener Bericht nahe legt, die sozialen Medien würden sich auf den Höhepunkt ihres Zyklus zubewegen, muss ich sagen, dass das einfach nicht stimmt. Und zwar aus folgenden Gründen.

Das Ende der Fahnenstange?

Letzte Woche veröffentlichte das Pew Research Center den Bericht Mobile Messaging and Social Media 2015, der einige wichtige Punkte für all diejenigen enthält, die vielleicht in diese unruhige Branche investieren wollen. Pew sammelte Daten aus 1.907 Telefoninterviews mit volljährigen US Bürgern aus allen Staaten sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch. Dann wurden die Daten gefiltert, um die Demographie der USA getreu abzubilden. Aus diesem Bericht haben wir erfahren, dass das Nutzerwachstum sich sehr verlangsamt hat, zumindest unter den Erwachsenen in den USA.

Pinterest- und Instagram-Nutzung seit 2012 verdoppelt.

Diese Daten lassen die Alarmglocken für Social-Media-Aktien läuten, da deren Bewertungen, zumindest zum Teil, vom zukünftigen Nutzerwachstum abhängen. Der Gedanke, dass die Nutzerzahlen in entwickelten Märkten schon das Ende der Fahnenstange erreicht hätten, ist natürlich nicht sehr ansprechend. Das ist natürlich ein Grund zur Besorgnis und diese Zahlen sprechen auch einen wichtigen Punkt an. Ganz so schlimm ist es dann aber auch wieder nicht.

Ein unglückliches Restrisiko für Social-Media-Aktien

Anstatt Panik zu verbreiten, bestätigt Pews Studie das vielleicht größte Risiko für jedes Social-Media-Unternehmen: Nutzermüdigkeit. Das scheint aber derzeit kein großes Problem für die genannten Unternehmen zu sein. Da die entwickelten Märkte gesättigt sind, konzentrieren sie sich jetzt auf die internationale Expansion. Verlangsamtes Wachstum deutet ja nur auf die Sättigung in bestimmten Märkten hin und das ist etwas, womit sich alle Unternehmen befassen müssen und kein Signal, dass die Nutzer die Plattformen verlassen würden.

Mit hunderten von Millionen Menschen auf Facebook, LinkedIn und Twitter genießen diese Unternehmen auch bestimmte „Netzwerkeffekte“. Dieser Term bezieht sich auf den Wert einer Plattform für seine Nutzer und wie sich dieser ändert, wenn sich die Nutzerzahlen erhöhen oder verringern.
Im Falle von Facebook steigt der Nutzen je mehr Mitglieder beitreten, denn dadurch vergrößert sich auch die Zahl der Freunde, mit denen man in Kontakt bleibt. Dasselbe gilt auch für die Geschäftsseite. Der Wert für die Werbekunden hängt direkt von der Größe des erreichbaren Publikums ab, wobei LinkedIn in dieser Hinsicht etwas diversifizierter auftritt.

Das Problem ist, dass vom technologischen Standpunkt aus die Eintrittsbarrieren nicht besonders hoch sind. Beim Investieren in diese Sparte besteht also das Restrisiko, dass ein neuer, coolerer Wettbewerber den etablierten Firmen den Rang abläuft. Investoren akzeptieren dieses Risiko, wenn sie Aktien dieser Unternehmen kaufen und es gibt nicht viel, was sie dagegen tun können.

Doch die großen Social-Media-Unternehmen scheinen auch dagegen ein Mittel gefunden zu haben: Die Übernahme.
Das wohl bekannteste Beispiel ist das bei der jüngeren Generation sehr beliebte Instagram, die vielleicht erste brauchbare Alternative zu Facebook. Wie hat Facebook das Problem gelöst? Sie haben Instagram einfach gekauft und damit wertvolle Talente und eine neue Werbeplattform nebenbei miterworben.

Die Pew-Studie legt nicht nahe, dass LinkedIn, Twitter oder Facebook einen Punkt der Sättigung erreicht hätten oder bald erreichen werden. Sie lassen eher eine wichtige Diskussion darüber wieder aufflammen, welche Risiken für diese Online-Unternehmen und deren Investoren bestehen.

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Andrew Tonner besitzt keine der erwähnten Aktien. Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook, LinkedIn, and Twitter.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und wurde auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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