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Anhaltende Unsicherheit an den Märkten, RWE verlässt den EuroStoxx-50: Was du zur Wochenmitte wissen musst

Bild: The Motley Fool

Wenn Börsianer eins nicht mögen, dann ist das Unsicherheit. Davon gibt es derzeit genug: Alle befürchten, dass die chinesische Wirtschaft ins Stottern gerät – viele glauben, dass der wiedererstarkte Euro der Exportwirtschaft schadet – niemand weiß genau, wann die US- Notenbank die Leitzinsen anheben wird.

Kein Wunder also, dass die Indizes weltweit in den Keller gegangen sind. Auch der DAX erreichte im August einen Negativrekord. Ob die Korrektur an den Aktienmärkten damit beendet ist, weiß niemand.

Für Foolishe Anleger kann Unsicherheit übrigens zum Renditetreiber werden. Denn wenn der Rest der Welt nervös ist, bieten sich oft günstige Kaufgelegenheiten…

Was war an der Börse los?

Nach einem Plus in der Vorwoche startete der DAX (WKN:846900) am Montag mit leichten Verlusten. Das Kursbarometer fiel um 0,38 % auf 10.259 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex im August mit 9,28 % den größten Monatsverlust seit 2011 verkraften müssen.

An die Spitze der Standardwerte-Tabelle setzte sich die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon  (WKN:623100), die nach einem von den Marktteilnehmern positiv bewerteten Financial-Times-Interview mit dem Konzernchef mehr als 2 % zulegte. Am unteren Ende der Blue-Chip-Liste landeten die Papiere des Versorgers RWE (WKN:703712), deren Kurs um 4,4 % nachgab.

Wer nach dem unerfreulichen Niedergang im vergangenen Monat auf etwas Ruhe an den Börsen gehofft hatte, wurde bereits am ersten Septembertag enttäuscht. Am Dienstag fiel der DAX zeitweise wieder unter die 10.000er-Marke. Trotz einer leichten Erholung am Nachmittag verblieb zum Handelsschluss beim Stand von 10.016 Punkten ein dickes Minus von 2,38 %.

Den geringsten Verlust im Leitindex verbuchten die Anteilscheine der Munich Re (WKN:843002), die von einer Kaufempfehlung durch eine große US-Investmentbank profitierten und sich lediglich um 0,8 % verbilligten. Schlechtester DAX-Wert war die Aktie von ThyssenKrupp (WKN:750000), deren Kurs 3,4 % nachgab.

RWE-Papiere büßten weitere 2,2 % ein und reagierten damit auf den Rausschmiss aus dem EuroStoxx-50-Index. Der Nachrücker auf den freien Platz in der europäischen Börsenliga konnte leider nicht von seiner „Beförderung“ profitieren: Die Aktie von Fresenius (WKN:578560)  fiel um 2,1 %.

Auch am Mittwoch deutete zunächst vieles darauf hin, dass der DAX weiter in die Grütze gehen könnte. Da die US-Märkte jedoch freundlich eröffneten, drehte der Index am Nachmittag in Plus und legte 0,3 % auf 10.048 Zähler zu.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (03.09.) wird vormittags der deutsche August-Einkaufsmanagerindex fürs Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht. Jenseits des großen Teichs wird am Nachmittag das US-Pendant dieses Indikators erwartet. Außerdem werden Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe und zur Handelsbilanz der Vereinigten Staaten für Juli bekannt gegeben.

Am Freitag (04.09.) äußern sich die deutschen Statistiker zum Auftragseingang der Industrie im Juli. Ihre US-Kollegen geben Informationen zum Arbeitsmarktbericht für August heraus. Freunde von Live-Fernsehberichten aus Berlin sollten ihre Glotze auf Dauerbetrieb schalten, weil in der Hauptstadt die Internationale Funkausstellung (IFA) eröffnet wird. Das Gute daran: Am Freitag werden sie nicht durch negative Börsenmeldungen aus China von Gewinnspielen und Schlagersternchen abgelenkt, weil die Märkte im Reich der Mitte wegen eines Feiertags geschlossen bleiben.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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