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Kopf an Kopf : Barclays gegen GlaxoSmithKline

Foto: Pixabay, domeckopol

Foto: Eva K.. Licence: CC BY-SA 2.5 Zu Beginn der Woche fielen die Aktienmärkte auf der ganzen Welt. Inmitten dieser allgemeinen Misere tauchen langsam ein paar Schnäppchen auf. Trotzdem glaube ich, dass man vorsichtig sein muss, von welchem Unternehmen man Anteile erwerben will.

Doch wenn die Unternehmen gut gewählt sind, könnte dein Portfolio einen starken Wertzuwachs erhalten, sobald das Vertrauen in den Markt zurückkommt. Die Frage ist also, was soll man kaufen? In diesem Artikel möchte ich zwei Spitzenpapiere aus verschiedenen Branchen besprechen: Barclays (WKN:850403) und GlaxoSmithKline (WKN:940561). Bank gegen Pharmaunternehmen. Wer wird der Gewinner sein?

Barclays

Obwohl ich immer Respekt für ihn als CEO empfunden habe, hatte ich doch nie den Eindruck, dass Anthony Jenkins das Unternehmen richtig verstanden hätte. Ich vermute, dass auch das der Grund war, warum er gehen musste.

Wer ihn langfristig ersetzen will, wird verstehen müssen, dass das Wachstum der Investmentsparte eine wichtige Säule für den künftigen Erfolg von Barclays sein wird. Daher bin ich auch zuversichtlich.

Die meisten Leute sind der Ansicht, die Finanzkrise wäre jetzt vorbei. Die Nachwehen dieser Zeit der faulen Kredite und drakonischen Strafen wird, meine ich zumindest, auch bald ein Ende haben.

Hierbei herrscht auch Konsens. Wenn ein KGV 2016 von 11,76 auf 10,11 fällt, dann sieht das billig aus. Zusammen mit einem Anstieg der Dividendenrendite von 2,53% auf 2,87% sieht Barclay schon sehr verlockend aus. Ich halte es für eine Einkommensspielerei mit Wachstumsperspektiven.

Schon wähnte man diese Bank vor einem neuen Aufbruch. Aber diesmal glaube ich, dass alle Voraussetzungen für eine starke Erholung gegeben sind. Und davon kann der Kurs nur profitieren.

GlaxoSmithKline

GlaxoSmithKline ging es da ähnlich wie Barclays. Nach dem Ablauf einiger Patente lag alle Hoffnung auf der starken Entwicklungssparte.

Und doch, haben die Verkäufe der neuen Medikamente bisher enttäuscht. In einem immer überfüllteren Markt tauchen immer mehr neue Medikamente auf, die zwar Profite machen, aber mit den Gassenhauern des Vorjahres nicht gleichziehen können.

Nehmen wir Breo als Beispiel, das neue Wundermitteln von GSK gegen Asthma. Bisher hat es keinen sonderlichen Eindruck hinterlassen und hält in den USA nur 5% des Marktes für Atembeschwerden. Gleichzeitig sind die Verkäufe von Advair gesunken.

Daher versucht Glaxo nicht nur das Medikamentenportfolio zu vergrößern, sondern auch den Verkauf außerhalb von Nordamerika und Europa in Schwellenländern und Grenzmärkten zu verbessern. China und Indien werden hier immer wichtiger werden.

Darüberhinaus macht man vielversprechende Fortschritte in Bereichen wie Impfmittel, was dank der wachsenden Weltbevölkerung ein Wachstumsmarkt ist. Die Verkäufe von retroviralen Medikamenten befinden sich auch gerade im Wachstum.

Ich sehe hier ein Unternehmen, das wahrscheinlich nicht wachsen wird, aber eine gute Dividendenrendite abwirft.

Ein KGV von 16,98 im Jahr 2015, das 2016 auf 15,06 fällt, scheint fair bewertet, aber nicht billig. Trotzdem ist die von 6,12% fallende Dividende auf 6,07% ein Kaufanreiz. Ich sehe das als eine reine Dividendenspielerei.

Unterm Strich

Nimmt man jetzt das günstigere KGV oder die höhere Dividende? Barclays neuen Aufschwung oder die globalen Ambitionen von GlaxoSmithKline?

Für mich hat das günstigere KGV den Ausschlag gegeben. Ich würde eher Barclays als GlaxoSmithKline kaufen.

Sowohl Barclays als auch GlaxoSmithKline sind attraktive Dividendeninvestitionen. Einkommensaktien stehen im Mittelpunkt der Strategie vieler Kleinanleger, da man so jedes Jahr Dividenden einsammeln und wieder investieren kann. So sorgt man nach und nach für den Ruhestand vor.

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Motley Fool UK hat Barclays und GlaxoSmith Kline empfohlen.

Dieser Artikel wurde von Prabhat Sakya auf Englisch verfasst und wurde am 26.08.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können

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