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Ist BHP Billitons Dividende von 10,6% unsere Aufmerksamkeit wert?

Foto: Lucas Walters Der Minengigant

BHP Billiton Limited (WKN:850524) veröffentlichte gestern nach Börsenschluß seine Jahreseinkünfte und gab damit den niedrigsten Profit in mehr als 10 Jahren bekannt.

Wie Rio Tinto Limited (WKN:852147) und Fortescue Metals Group Limited (121862) ist BHP Billiton zum Opfer der niedrigen Rohstoffpreise geworden. Die gesunkene Nachfrage Chinas ist der Hauptgrund für die schwache Nachfrage nach Rohstoffen wie Eisenerz und Öl. Gleichzeitig sind die weltgrößten Rohstoffproduzenten verantwortlich für die Überflutung eines Marktes, der einfach keinen Nachschub braucht.

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BHP meldete einen Rückgang von 22,3% bei den Gesamteinkünften, während der Nettogewinn nach Steuern (NPAT) um unglaubliche 86,2% auf 1,9 Milliarden USD fiel. Der zugrundeliegende Nettoprofit ohne einmalige Posten betrug 6,4 Milliarden USD und lag damit deutlich unter den von Analysten erwarteten 7,5 Milliarden USD und 51,6% unter den 13,3 Milliarden USD des vorhergehenden Jahres.

Die Einkünfte wurden in erster Linie von den fallenden Preisen bei Eisenerz und Öl beeinflusst. Das EBIT-Ergebnis aus BHP‘s Öl- und Kaligeschäft fiel um 67% auf 1,9 Milliarden USD. Im Eisenerzgeschäft verlor das EBIT 42,7% und fiel damit auf 6,9 Milliarden USD. Die gesamte EBIT-Marge des Konzern betrug 11,9 Milliarden USD, im Gegensatz zu 22,1 Milliarden USD im Jahr 2014.

Hier noch ein paar wichtige Zahlen, derer man sich bewusst sein sollte:

  • Das operative Netto-Cashflow-Ergebnis fiel um 25% auf 17,8 Milliarden USD
  • Free Cashflow fiel um 26% auf 6,3 Milliarden USD
  • Das Kupfergeschäft erlitt eine nicht-cashwirksame Wertminderung von 839 Millionen USD
  • Mehr als 10 Milliarden USD bisher erreichte annualisierte Produktivitätsgewinne
  • Nettoschuldenminderung um 1,4 Milliarden USD auf 24,4 Milliarden

(Anmerkung: Alle in diesem Artikel erwähnten Zahlen sind in US Dollar, sofern nicht anders angegeben)

Was nun?

BHP Billiton hat im genannten Zeitraum das Kapital und die Erschließungsausgaben um 24% auf 11 Milliarden USD gesenkt. Weiterere Rückgänge auf 8,5 Milliarden USD werden im Rechnungsjahr 2016 erwartet, sowie auf 7 Milliarden USD im Jahr 2017. Wenn wir die ungünstige Ausgangslage in der Industrie miteinbeziehen, wird das den Investoren sicher gefallen.

Trotz der Konjunkturbremse in China erwartet das Management “moderates aber nachhaltiges Wachstum” in der chinesischen Stahlproduktion in den nächsten 10 Jahren. Zurzeit vertritt man die Meinung, die Rohstahlproduktion werde ihren Höhepunkt zwischen 935 Millionen Tonnen (Mt) und 985 Mt bis 2025 erreichen. Das deckt sich mit den zuvor gemachten Vorhersagen auf 1 Milliarde Tonnen zwischen 2025 und 2030.

Wie wird der Markt reagieren?

Trotz der schlechten Resultate stieg die an der Londoner Börse gelistete Aktie um mehr als 5%. Das legt die Basis für einen guten Tag an der Börse (Anmerkung: Gemeint ist der 27.08., da der Artikel ursprünglich am 26.08. zum ersten Mal erschienen ist). Dies ist wahrscheinlich der progressiven Dividendenpolitik geschuldet, was viele Analysten und Investoren bereits angefangen hatten in Zweifel zu stellen.

Dementsprechend versprach BHP, die Dividende alle 6 Monate anzuheben oder zumindest beizubehalten. Gestern wurde eine Dividende von 0,62 USD angekündigt, was der Dividende aus dem Steuerjahr 2014 gleichkommt. Sie erhöhten die Dividende um 2,5% im Laufe des Jahres auf 1,24 USD pro Aktie.

Laut The Sydney Morning Herald sagen Analysten, BHP biete “eine einmalige Dividendenrendite”. In der Tat, die Rendite liegt derzeit bei 7,4%, was zusammengerechnet eine Rendite von 10,6% ergibt (basierend auf der Schlussnotierung von 23,34 USD pro Aktie am Dienstag, den 25.08.)

Das scheint unwiderstehlich, besonders bei der niedrigen Zinssituation. Doch Investoren sollten die großen Probleme der Branche nicht vergessen. Weitere Kursverluste könnten die Dividendenrendite mehr als zunichte machen, was bedeutet, dass dein schwer verdientes Geld vielleicht woanders besser investiert wäre.

Trotzdem hätte BHP sich einen Platz auf deiner langfristigen Beobachtungsliste verdient.

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Dieser Artikel wurde von Ryan Newman auf Englisch verfasst und am 26.08.2015 auf Fool.com.auveröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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