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Die zwei Top-US Aktien für Investment-Neulinge: Coca Cola und General Electric

Foto: The Motley Fool

Für den Neuling bei Dividende-Aktien gilt vor allem: Einfachheit gewinnt.

Das bedeutet, dass du ein Unternehmen finden musst, das du auch verstehst. Ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell du begreifst und selber erklären kannst, wo du weißt, wie ihm Kosten entstehen und wieso der Erfolg auch in Zukunft anhalten wird.

Diese Unternehmen sind in der Regel eher langweilig. Und das ist nicht negativ gemeint: langweilig bedeutet in diesem Fall solide und stabil. Um dir ein bisschen Starthilfe zu geben, haben wir hier zwei Aktien mit solider Dividende, die voll auf diese Definition zutreffen. Coca Cola (WKN:850663) und General Electric (WKN:851144).

Always Coca Cola

Coca Cola und sein kalorienfreier Cousin Coke Zero sind zwei der beliebtesten Getränke der Welt. Manche Studien führen Coke an die fünfte Stelle der meistgetrunkenen Getränke der Welt hinter Kaffee, Tee, Bier und Saft. Das ist verdammt viel Coke und auch einer der Gründe, warum das Unternehmen am Anfang so eine großartige Wahl für einen Dividendenaktionär ist.

Coca Colas Geschäftsmodell ist leicht zu verstehen. Das Unternehmen besitzt die Rezepte, um verschiedene mit oder ohne Kohlensäure angereicherte Getränke herzustellen. Entweder stellen sie diese dann selber her, oder verkauft die Lizenzen an Verwerter, die sie dann für Coca Cola herstellen. Von da aus werden die Getränke an Verkaufsstellen auf der ganzen Welt weitergereicht.

Coca Colas Produkte – besonders Coke und Coke Zero – sind so allgegenwärtig geworden, dass das Geschäftsmodell recht alltäglich geworden ist. Das Unternehmen macht weiter die Getränke, und die Leute trinken sie. Und als Nebeneffekt läuft die Dividende einfach weiter.

Das Unternehmen war in der Lage, die Dividende seit 53 Jahren konstant anzuheben. Das macht die Aktie zu einem wahren Dividenden-Dino.

Derzeit wirft die Dividende 3,2% ab. Der Schlüssel dazu liegt darin, dass man genug Cashflow generiert, um die Dividende zu zahlen, während man gleichzeitig noch genug hat, um das Wachstum und die Strategien des Unternehmens verwirklichen zu können.

Für einen internationalen Player wie Coca Cola ist das am einfachsten, wenn man den freien Cashflow pro Aktie gegen die Dividende pro Aktie hält. Andere Kriterien können aufgrund der verschiedenen Finanzregularien verwirren, die man in unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen Währungen berücksichtigen muss.

Der folgende Graph zeigt, dass Coca Cola mehr als genug zur Verfügung stehenden Cashflow hat, um die Dividende zahlen zu können.

COCA COLA FREE CASH FLOW PRO AKTIE (JÄHRLICH). DATA VON YCHARTS

Der ultraamerikanische Hersteller

Als Neuling beim Investieren ist dir vielleicht nicht ganz bewusst, dass General Electric sehr viel mehr macht als nur Glühbirnen herstellen. Man ist auch an einer großen Anzahl an Industrieteilen, Flugzeugzubehör, Ausrüstung für die Energiebranche und vielem mehr beteiligt.

Darüber hinaus ist der Verkauf von GE Capital interessant, weil man damit noch einmal Milliardensummen im zweistelligen Beriech einheimst – eine Summe, die das Management irgendwo hin stecken muss. Bislang hat man damit vor, ein riesiges Rückkaufprojekt in Höhe von 50 Milliarden USD zu starten. Allerdings wären wir auch nicht überrascht, wenn es eine außerordentliche Einmal-Dividende geben könnte.

GEs derzeitige Dividende wirft 3,5% ab. Wie bei Coca Cola kann man auch hier die Stärke der Dividende einschätzen, indem man den freien Cashflow mit der ausgezahlten Dividende vergleicht.

GENERAL ELECTRIC FREE CASH FLOW PRO AKTIE (JÄHRLICH). DATEN VON YCHARTS

Hier ist der Trend nicht ganz so lupenrein wie bei Coca Cola. Das kann man der Flüchtigkeit in GE Capitals Zahlen im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts zurechnen. Wenn GE Capital verkauft wird, wird der Cashflow von GE viel leichter einzuschätzen sein (und damit viel langweiliger) – und genau danach sind wir auf der Suche.

Eine wichtige Lektion für Anfänger

Jede Aktie birgt Risiken, und auch diese beiden Beispiele sind keine Ausnahme.

Coca Cola zum Beispiel tat sich damit schwer, in den letzten Jahren merkenswertes Wachstum hinzulegen, weil Konsumenten sich von gezuckerten Getränken wegbewegt haben. Der Nettoumsatz sank 3% im Q2 gegenüber dem Vorjahr. In unserem Fall kaufen wir Coca Cola aber nicht wegen der Aussicht auf Wachstum.

Was das Verkaufsvolumen angeht, hat Coca Cola einen Zuwachs von 2% gesehen, was bedeutet, dass das Unternehmen noch immer jede Menge Flaschen Cola, Coke Zero und die tausend anderen Marken, die dazugehören, verkauft. Diese Stabilität macht Coca Cola zu der großartigen Dividendenaktie, die sie nun einmal ist.

Auch General Electric ist kein todsicheres Ding. GE Capital abzugeben stellt eine große Strategieänderung dar, und es ist nicht garantiert, dass das langfristig auch hinhauen wird. Zu Spitzenzeiten hat GE Capital über 60% der Gesamtprofite erwirtschaftet. Und das fällt jetzt weg.

Darum ist es alles andere als sicher, dass man den Wegfall von GE Capital bei GE einfach so nahtlos verkraftet. Ein Vorteil, den man hat, um die neue Situation unter Kontrolle zu bekommen, besteht darin, dass man die Produkte spezialisiert. Nicht jeder kann zum Beispiel ein Atomkraftwerk bauen.

Kein Aktieninvestment ist immer sicher. Aber für einen Dividende-Investor, der noch am Anfang steht, teilen sich Coca Cola und General Electric viele Eigenschaften, die sie zu einem guten Ausgangspunkt für die Reise durch die Welt der Dividende machen.

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The Motley Fool empfiehlt Coca-Cola. The Motley Fool besitzt Aktien von General Electric Company und hält die folgenden Optionen: lang Januar 2016 $37 Calls auf Coca-Cola, Short Januar 2016 $43 Calls auf Coca-Cola, Short Januar 2016 $37 Puts auf Coca-Cola. Dieser Artikel von Jay Jenkins erschien am 20.8.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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