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Wir erklären das Wachstumspotenzial von Netflix

Quelle: Netflix

Allein in den letzten sechs Monaten ist die Aktie von Netflix (WKN:552484) 85% gestiegen – es scheint, als wäre jeder neue Tag ein neuer Höchststand erreicht. Und das Geschäftsmodell? Als Investor oder potenzieller Aktionär ist es immer sinnvoll, wenn man die Mechaniken im Maschinenraum eines Unternehmens nachvollziehen kann, um zu sehen, ob die Aktie zu Recht da ist, wo sie ist. 

Der US-Markt

Natürlich ist auch heute noch das Streaming in den USA das wichtigste Geschäft für Netflix. 42 Millionen der weltweit 65 Millionen Nutzer findet man in den USA. Darum wird auch mehr als die Hälfte des Umsatz dort erwirtschaftet.

Wie also kann man dort wachsen? Der Vorstand will, dass man bis zum Jahr 2020 60 bis 90 Millionen Nutzer hat. Durchschnittlich sollen die Preise pro Jahr um 5% angehoben werden. Damit könnte der Umsatz in den USA bis dahin bei 8,1 Milliarden USD liegen, was etwa das Dreifache der derzeitigen jährlichen Run Rate des Markts von 4,1 Milliarden USD. Gar nicht mal übel.

Und hier ist das richtige Wachstum: Netflix will bis 2020 noch profitabler werden. „Die Margenstruktur in den USA beruht darauf, dass wir Geld ausgeben für Content wie auch Marketing, beides aber leicht unter dem Umsatzwachstum, und unser Bruttogewinn ist bis 2020 40%.“, lässt der Vorstand sich im Brief auf der Website zitieren.

Das Ziel für den Bruttogewinn ist weit über den 17%, die man heute aufweist. Eine sich schnell verbessernder Bruttogewinn kann sich die Auswirkungen des steigenden Umsatzes für den Gewinnbeitrag zunutze machen.

Wenn man die 40% Bruttogewinn auf die geschätzten 8,1 Milliarden Jahresumsatz anrechnet, die man 2020 vom US-Markt erwartet, dann würde der Gewinnbeitrag ungefähr 3,2 Milliarden USD ergeben. Das liegt weit über den 1,4 Milliarden Bruttogewinn, die man heute hat.

Bislang sehen die Pläne für 2020 realistisch aus. Dank des Umsatz, der stärker als erwartet ist, und dank der Kosten für Content und Streaming, die wiederum geringer als erwartet sind, ist Netflix dem Fahrplan sogar voraus. Es ist sogar möglich, dass das Unternehmen das Ziel demnächst nach oben steckt.

Internationale Märkte

Wenn man dann noch die internationalen Märkte mit in die Rechnung nimmt, erkennt man noch größere Wachstumschancen für Netflix. Der Bruttogewinn wird 2020 in den meisten internationalen Märkten wohl nicht bei 40% liegen, aber Netflix wird das auch gar nicht eine Zahl ähnlich der de US-Markt brauchen, damit internationale Märkte signifikant zum Geschäft beitragen.

Es bestehen die Pläne, dass man nächstes Jahr in China startet, darüber hinaus eigentlich in jedes denkbare Land der Erde. Deshalb ist es denkbar, dass die Umsätze im Jahr 2020 vor denen im Hauptmarkt USA liegen. Wenn man annimmt, dass es zwei Drittel des Gewinns aufs Konto schaffen, dann sieht die derzeitige Marktbewertung von 53,4 Milliarden USD sogar realistisch aus. Diese Prognosen bedeuten, dass Netflix derzeit beim 12,4-fachen der Einnahmeprognosen von 2025 liegt.

Dies soll keine Kauf-, Verkauf- oder Hold-Empfehlung sein, dafür ist die Rechnung etwas zu simpel. Dennoch kann man hier nachvollziehen, dass die Bullenstimmung gegenüber Netflix zumindest etwas gerechtfertigt ist.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Netflix. Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 19.8.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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