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Drei Aktien, die von einem Zinsanstieg in den USA profitieren könnten: BP, Rio Tinto und Royal Dutch Shell

Foto: Pixabay, DeltaWorks

Der September ist historisch der grausamste Monat für Investoren. Und da die amerikanische Zentralbank FED zum ersten Mal die Zinsen seit neun Jahren anhebt, wird dieses Jahr keine Ausnahme sein.

Steigende Zinsen könnten allerdings eine überraschend positive Wirkung auf Investoren aus Großbritannien haben, die ihr Geld in BP (WKN:850517), Rio Tinto (WKN:852147) und Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) angelegt haben. Denn diese Unternehmen zahlen ihre Dividenden in Dollar. Wenn die FED den Zins anhebt, wird der Dollar stärker und das wird sich auf dem Bankkonto bemerkbar machen.

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Die Aktien haben bereits jetzt eine Rendite von über 5%, was einem Geschenk des Himmels gleichkommt. Vorausgesetzt, dass diese Dividenden nachthaltig sind.

BP

Es scheint unvorstellbar, dass BP vor zehn Jahren über 700 Pence kostete. Heute wird es zu knapp über der Hälfte für 369 Pence gehandelt. Die Katastrophe im Golf von Mexiko, politisch fragwürdige Geschäfte mit der vom Kreml kontrollierten Rosneft und der niedrige Ölpreis haben die Aktie geschwächt. Das Blutbad jedoch geht weiter. In den letzten drei Monaten ist BP um weitere 17% gesunken.

Investoren können sich mit den satten Dividenden trösten. Diese haben im Moment eine Rendite von 6,71%. Das ist schwarzes Gold in Reinform. Die Frage ist jedoch, wie lang das Management dies aufrechterhalten kann, wenn der Preis der Sorte Brent weiter unter 50 USD bleibt oder noch weiter fällt.

BPs Dividende aus dem zweiten Quartal betrug 10 Cent pro Aktie und ist damit genau so hoch wie die des ersten Quartals, aber höher als die 9,75 Cent im zweiten Quartal des Vorjahres. Dies wird zu aktuellen Wechselkursen in GBP umgerechnet (bevor die FED zusammenkommt).

BP schrumpft seine Investitionen, um seine Dividenden zu schützen. Dieses Jahr werden weniger als 20 Milliarden USD investiert. 2014 waren es noch 25 Milliarden USD. Zudem hofft das Unternehmen, mit Feldern wie Mad Dog 2 im Golf von Mexiko den niedrigeren Ölpreis durch eine höhere Förderung ausgleichen zu können. Aber durch die sich hinziehenden Auszahlungen aus der Hochseeförderung und dem niedrigen Ölpreis muss BP einen schwierigen Balanceakt vollbringen. Eine Kürzung der Dividende könnte das letzte Mittel sein. Aber so weit ist BP nicht,… noch nicht.

Rio Tinto

Dies ist eine weitere Aktie des FTSE 100, die in Schwierigkeiten steckt. Allerdings bringt die Dividende des Rohstoffunternehmens eine beachtliche Rendite. Der Aktienpreis hat in den letzten sechs Monaten um 25% abgebaut, aber die Rendite liegt bei 5,69%.

Rio kann für die Schwäche seines Aktienpreises nicht verantwortliche gemacht werden. Dieser folgte einem Faktor, der außerhalb des Einflusses des Unternehmens liegt: die zunehmend schwächelnde chinesische Wirtschaft. Selbst wenn China es schafft, eine harte Landung zu vermeiden, sollten Investoren nicht erwarten, dass die Rohstoffgier so stark zurückkehrt wie zuvor, da die Wirtschaft von Export- und Infrastrukturwachstum auf Konsum umschaltet.

Ein Fall der Einnahmen um 43% im ersten Halbjahr auf 2,9 Milliarden USD (von vorher 5,1 Milliarden USD) reicht aus, um jeden Einkommensinvestor zu verunsichern. Aber Geschäftsführer Sam Walsh sieht sich der Dividende verpflichtet. Der Nachsteuer-Cashflow des zweiten Quartals lag bei 4,4 Milliarden USD und deckte locker die Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden und die Dividende in Höhe von 2,2 Milliarden USD. Die Kosteneinsparungen in Höhe von 641 Millionen USD haben geholfen. Die Dividende ist ausreichend gedeckt mit einem Verhältnis von 2,3, aber zukünftige Preissenkungen bei Rohstoffen könnten Walsh Probleme bereiten.

Royal Dutch Shell

Royal Dutch Shells Aktienpreis hat sich in den letzten sechs Monaten um 19% nach unten entwickelt. Die Dividende hingegen ist auf über 6,7% gesprungen. Und diese wird in Dollar ausbezahlt. Shell hat eine langfristige Verpflichtung gegenüber seiner Dividende, die im Gegensatz zu BP seit dem Krieg nicht gekürzt wurde. Das sollte seine Verantwortung, sie zu halten, unterstreichen.

Shell zahlt fast 12 Milliarden USD pro Jahr an Dividenden. Das sind fast 90% seines (schwindenden) Gewinns. Das Management bekämpft den sinkenden Ölpreis, indem es letztes und dieses Jahr Anlagen im Wert von 20 Milliarden USD verkaufte. Außerdem kürzt es die laufenden Kosten. Dass es an seiner Dividende und seinem Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 25 Milliarden USD festhält, muss als Vertrauensbeweis ausreichen. Allerdings könnte es anders aussehen, wenn auch Ende 2016 der Ölpreis so niedrig ist wie heute. Der Deal mit BG erhöht den Druck zusätzlich.

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The Motley Fool UK hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Harvey Jones auf Englisch verfasst und am 19.08.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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