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Warum Bombardiers Aktien 2016 steigen können

Foto: Bombardier

Jeder weiß, dass 2015 bislang für Bombardier (WKN:866671) ein absolutes Desaster war. Das Unternehmen musste zwei angekündigte Jet-Linien nach hinten verschieben, hat jede Menge Cash verbrannt und absolut keine neuen Bestellungen für die CSeries reinbekommen. Unabhängige Experten haben das natürlich mitbekommen und folglich Bombardiers Schulden herabgestuft. Dazu steht die Aktie mittlerweile so tief wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Und das ist vielleicht noch lange nicht alles. Denn mit den Nettoschulden von 6 Milliarden USD und dem rapiden Verlust von Cash ist auch ein Bankrott nicht undenkbar. Deshalb ist es zur Zeit viel zu riskant die Aktie zu kaufen, auch wenn sie jetzt gerade zum Dumpingpreis zu haben ist.

Aber 2016 könnte eine echt gute Chance sein, das Unternehmen zu kaufen. Warum? Drei Gründe:

Mehr Möglichkeiten für das Unternehmen

Für den Rest des verbleibenden Jahres ist man bei Bombardier nur noch um zwei Dinge bemüht: Erstens hofft man, dass man die Lizenz für das Flugzeug CS100 bekommt. Zweitens will man 20% von Bombardier Transportation (BT) an öffentliche Stellen veräußern.

Diese beiden Initiativen sollten Bombardier im Jahr 2016 mehr Möglichkeiten geben. Was die CSeries angeht, könnte man das ganze Programm vielleicht einfach an einen Konkurrenten verkaufen. Das wäre eigentlich ganz vernünftig, weil man damit Schulden abtragen könnte und sich anschließend auf das konzentriert, was man am besten kann.

Eine öffentliche Beteiligung an BT würde es einfacher machen, die gesamte Division dann irgendwann zu veräußern. Vielleicht macht ja ein Wettbewerber ein Angebot. Wie dem auch sei, eine öffentliche Beteiligung würde einen Preis setzen, und das könnte die Entscheidungsfindung viel einfacher gestalten. Außerdem würde eine Enthebung von BT jede Menge Cash generieren.

Besserer Cashflow

In den ersten sechs Monaten 2015 hatte Bombardier einen Free Cashflow von über 1,5 Milliarden USD. Das ist eine extreme Zahl, vor allem für ein Unternehmen, das nur noch 3 Milliarden USD zur Verfügung hat.

Aber Bombardier sollte es schon noch bis Ende des Jahres schaffen. Es stehen dem Unternehmen auch noch 1,3 Milliarden USD von einer Kreditfirma frei, und durch die Veräußerung eines Teils von BT könnte eine weitere Milliarde in die Kasse gespült werden.

Nächstes Jahr dann wird es Cash geben, weil die CS100 ausgeliefert werden. Außerdem würde man dann kein Geld mehr ausgeben müssen, um die Lizenz für den Jet zu bekommen, die Lizensierung wäre durch. Das sollte dem Unternehmen mehr Luft zum Atmen geben.

Ein minimaler Aktienpreis

Wenn Bombardier also das Jahr übersteht, ohne noch einmal seinen CSeries weiter verschieben zu müssen, dann sollte sich die Aktie erholen. Bei einem Aktienpreis von 1,31 CAD ist jede Menge Platz nach oben.

Um das mal ins rechte Licht zu rücken: Die Nettoschuld beträgt 6 Milliarden USD. Aber BT ist wohl realistisch etwa 5 Milliarden USD wert. Wenn das CSeries-Programm etwa die Hälfte dessen reinholt, was Bombardier reingesteckt hat, dann bekommt man den Rest des Unternehmens quasi gratis. Sollte sich CEO Alain Bellemare dazu entschließen, entweder BT oder die CSeries zu verkaufen, könnte das Unternehmen wieder glänzen. Aber: Du musst eben ein bisschen Geduld haben. Mindestens bis 2016.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel von Benjamin Sinclair erschien am 18.8.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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