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Warum Apple eine der besten Markenstrategien von Google kopiert

Foto: Apple

Letztes Jahr ist etwas Interessantes passiert. Auf viele Arten war 2014 der Anfang vom Ende für Apples (WKN:865985) unumgängliches „i“ in den Produktnamen. Das letzte neu eingeführte Produkt mit „i“ war die iCloud, und deren Einführung war im Jahr 2011 – vor vier Jahren.

Im letzten Jahr wurde zum ersten Mal seit einigen Jahren ein neues großes Produkt eingeführt, und Apple nannte seine Smartwatch offiziell Apple Watch – und eben nicht iWatch. Das neue Bezahlsystem heißt Apple Pay – nicht iPay. Und dieses Jahr ging es auf diese Weise weiter, denn der Musik-Streaming-Dienst heißt Apple Music – und, genau, nicht iMusic.

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Diese Art der Markenstrategie betreibt Google (WKN:A0B7FY) (WKN:A110NH) schon seit Jahren erfolgreich. Ursprünglich hatte man bei Google einmal versucht, die Produkte mit G zu versehen – Gtalk oder Gmail. Aber dann ist man schnell auf die Idee gekommen, die Services mit dem ganzen Namen zu benennen, also „Google XY“. Sicherlich hat Google eine ganze Reihe an Trademarks, die mit Android und den vielen anderen Nebenprojekten zusammenhängen, aber für die großen und omnipräsenten Dienste ist man doch immer bei „Google XY“ geblieben.

Warum ist also Apple gut beraten, dieses Vorgehen nachzuahmen?

Langfristig einfacher aufrechtzuerhalten

Der iMac, der im Jahr 1998 auf den Markt kam, war das erste Produkt, das das „i“ im Namen führen durfte. Wie viele Produkte sind seitdem auf den Markt gekommen, die wenig bis gar nichts mit Apple zu tun haben? Viele, und genau das ist das Problem. Du musst einfach nur ein „i“ an ein Wort hängen, und Apple hat sicherlich besseres zu tun, als sich prophylaktisch Markenrechte für „i + Wörterbucheintrag“ zu sichern.

Da diese Methode so einfach ist, führt sie langfristig zu einer Verwässerung der Marke. Apple kann das nicht gebrauchen. Man will nicht mit den zahllosen anderen Marken assoziiert werden, die versuchen, sich Apples Erfolg zunutze zu machen. Wenn man also die Produkte fortan „Apple XY“ nennt, ist das weitaus schwieriger zu kopieren.

Das iPad war die letzte Hardware, die mit dem „i“ im Namen auf den Markt kam. Das war 2010. Vielleicht ist es dir neu, dass „iPAD“ ein bereits bestehender Markenname war, bevor Apple das Tablet unter dem Namen rausbrachte. Die Ironie dabei ist, dass ein kleines chinesisches Unternehmen namens Proview in China die Markenrechte hielt und diesen Namen dazu benutzte, um den iMac von Apple zu kopieren. Als Apple dann das iPad ankündigte, stieg ihnen Proview aufs Dach, sobald Apple mit dem Gerät nach China kam. Man hat sich dann außergerichtlich geeinigt. Proview, die kurz vor dem Bankrott standen, erhielten 2012 60 Millionen USD.

Das ist wohl das perfekte Beispiel dafür, dass es an der Zeit war, das „i“ abzuschaffen. Vielleicht kein Zufall, dass Apple seitdem kein iProdukt mehr auf den Markt brachte.

Und jetzt?

Ken Segall, jener Marketingberater, der sich ursprünglich den Namen für den iMac ausgedacht hatte, schlug im letzten Jahr vor, dass Apple sich vorstellen möge, seine existierenden Marken auf das neue Format umzustellen. Also Apple Phone und Apple Pad statt iPhone und iPad.

Das erscheint nicht besonders wahrscheinlich, da die bestehenden „i“-Marken sehr gut gehen und überall auf der Welt einen exzellenten Ruf genießen, so wie Gmail. Für die Zukunft wird das „i“ aber wohl nicht mehr herangezogen, auch wenn die Medien Apple-Produkte aus der Gerüchteküche der Einfachheit halber immer noch mit beispielsweise „iCar“ benennen.

Von hier an dürfen sich Investoren auf „Apple“ Produkte und Dienste freuen. Es wird also nicht das iCar – es wird das Apple Car.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 18.8.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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