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5 wertvolle Zitate über das Investieren, die du noch nie gehört hast

Foto: Wikimedia Commons, Dontworry

Wir Fools sehen uns als Anleger, die langfristig in erstklassige Unternehmen investieren. Warren Buffett ist für die meisten von uns ein Vorbild, und wir nutzen oft seinen unerschöpflichen Vorrat an Aphorismen. Sätze wie „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind, und sei ängstlich, wenn andere gierig sind“ kannst du bei uns immer wieder lesen.

Es gibt aber auch andere, teilweise unbekannte Investoren, die ebenfalls Dinge über die Geldanlage gesagt haben, die wir uns zu Herzen nehmen sollten – weil sie uns zu besseren Investoren machen. In diesem Artikel möchte ich dir fünf davon vorstellen.

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Über Value Investing als Anlagestrategie

„Entweder verstehst du Value Investing in fünf Minuten, oder du verstehst es nie.“

Dieses Zitat stammt von Warren Buffetts Lehrmeister Benjamin Graham. Es bestätigt sich immer wieder: Bei mir war die erste Beschäftigung mit der Value-Analyse wie ein Aha-Erlebnis – meiner Meinung nach macht nichts anderes an der Börse Sinn.

Gleichzeitig erlebe ich gerade im Kollegenkreis seit Jahren das Gleiche: Mein Festhalten an erstklassigen Unternehmen durch alle Börsenlagen hindurch wird belächelt. Stattdessen werde ich ständig gefragt, wo der DAX in drei Monaten stehe, oder wann der richtige Zeitpunkt zum Ein- oder Aussteigen gekommen sei. Meine Versuche, die Kollegen von Value und langfristigem Denken zu überzeugen, schlagen trotz bester Argumente stets fehl. Graham hat also eindeutig recht.

Über antizyklisches Handeln

Viele Anleger an der Börse handeln zyklisch (diejenigen kennen die Fools wahrscheinlich nicht). Das bedeutet, dass sie häufig bei hohen Kursen kaufen und nach Kursrückgängen verkaufen.

Fools wollen es umgekehrt machen. Dazu passt dieses Zitat, das ich im Jahresbericht 2011 der auf Value spezialisierten Firma Lumiere Capital aus Singapur gefunden habe.

„Es gibt entweder gute Nachrichten oder billige Aktienkurse, aber nicht beides gleichzeitig.“

Veröffentlicht ein Unternehmen eine tolle Neuigkeit, so führt das in der Regel zu einem Anstieg der Aktie und macht sie damit teuer. Dagegen bieten schlechte Mitteilungen oft gute Kaufgelegenheiten – wenn die schlechte Phase nur temporär ist.

Oft höre ich auch: „Ich kaufe, wenn klar ist, dass diese oder jene Investition erfolgreich sein wird“. Unter Sicherheitsaspekten mag dies sinnvoll sein. Tatsache ist aber auch: Wenn feststeht, dass bestimmte Entscheidungen des Managements Erfolg hatten, ist eine Aktie meistens schon stark gestiegen.

Warum langfristiges Investieren besser ist

Peter Lynch ist zwar kein unbekannter Investor, aber sein Zitat finde ich trotzdem klasse:

„Auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen gab es noch niemals einen Market Timer. Wenn es wirklich möglich wäre, Marktbewegungen vorherzusagen, müsste es doch irgendjemand geben, der damit Milliarden gemacht hat.“

Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, oder?

Über die Schwierigkeiten des langfristigen Anlegens

Ben Carlson betreibt den Blog awealthofcommonsense.com. Dort habe ich dieses Zitat gefunden:

„Kaufen und Halten funktioniert nur, wenn du es gerade dann machst, wenn der Markt in den Keller geht. Viel einfacher ist die Strategie allerdings dann, wenn der Markt steigt.“

Ben beschreibt damit sehr gut das große Problem des Haltens von Aktien durch schwache Marktphasen. Wenn alle Aktien steigen, kann jeder kaufen und halten, dann ist jeder ein Langfristanleger.

Schwierig wird es, sobald die Kurse fallen. Man stellt seine These in Frage, bekommt Angst vor noch größeren Kursrückgängen und verkauft schließlich überhastet.

Erst in schwachen Phasen zeigt sich der wahre Foolische Anleger…

Nicht nur Aktionäre sollten in großen Zeiträumen denken

Dieser Zitat-Artikel wäre unvollständig, wenn nicht auch Warren Buffetts kongenialer Partner bei Berkshire Hathaway, Charlie Munger, zu Wort kommen würde. In seinem Beitrag zum 50. Jahrestag der Berkshire-Übernahme durch Buffett schreibt er Folgendes:

„In den ersten Jahren unter Buffett hatte Berkshire eine große Aufgabe vor sich: ein kleines Lager in ein großes und wertvolles Unternehmen zu wandeln. Dieses Problem wurde gelöst durch die Vermeidung von Bürokratie und das Vertrauen in einen umsichtigen Anführer für eine lange, lange Zeit, der Berkshire beständig verbesserte und mehr Leute wie sich selbst ins Boot holte. Vergleiche das mit dem System eines typischen Großunternehmens mit viel Bürokratie in der Zentrale und einer Reihe von Vorständen, die mit etwa 59 Jahren ins Amt kommen…“

Wir Fools investieren mit einem Zeithorizont von mindestens drei Jahren, eher noch deutlich länger. Deshalb bevorzugen wir Unternehmen, deren Führung ebenfalls in solchen Zeiträumen denkt und nicht nur von Quartal zu Quartal.

Jeff Bezos, der Gründer und Chef von Amazon, ist 51 Jahre alt. Mark Zuckerberg von Facebook, gar nur 31. Beide haben hoffentlich noch Jahrzehnte Zeit, ihre Ideen umzusetzen und Mehrwert für ihre Aktionäre zu schaffen.

Wenn die Vorstände großer Konzerne jedoch im 5-Jahres-Rhythmus wechseln, kann sich ein solches langfristiges Denken gar nicht erst entwickeln. Das sollten wir bei unseren Anlageentscheidungen berücksichtigen.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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Peter Roegner besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com, Berkshire Hathaway und Facebook.

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