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3 Zahlen, die dir zeigen, warum Gilead Sciences heute in einer großartigen Position ist

Foto: Pixabay

Gilead Sciences (WKN:885823) legte kürzlich seine Einnahmen aus dem zweiten Quartal vor. Für das Unternehmen war dies ein aufregendes Quartal. Drei Zahlen, die in dem Quartalsgespräch versteckt waren (Die Zitate stammen von S&P Capital IQ), zeigen wirklich, warum Gildead in einer großartigen Situation ist, um Umsatz und Gewinn in den nächsten Jahren zu steigern.

90%

Die Schlagzeilen für Gilead drehen sich immer um den Verkaufsschlager Harvoni und Sovaldi, und das aus gutem Grund: Die Hepatitis C-Medikamente erwirtschafteten 4,9 Milliarden USD von den 8,1 USD Milliarden Umsatz im letzten Quartal. Gilead hat 2015 bisher 130.000 Hepatitis C-Patienten behandelt. Damit hat das Unternehmen einen Marktanteil von 90% aller Hepatitis C-Patienten, laut Gileads Vizepräsidenten Paul Carter.

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Mehr als 90% Marktanteil. Das ist Dominanz Leute. Mit diesen Zahlen könntest du denken, dass Gilead das einzige Unternehmen ist, welches ein neues Hepatitis C-Medikament auf dem Markt hat.

Allerdings ist dies nicht der Fall. AbbVie (WKN:A1J84E) verkauft Viekira Pak, welches von der FDA im Dezember 2014 zugelassen wurde. Das Medikament ist in 47 Ländern erhältlich und brachte letztes Quartal 385 Millionen USD an Umsatz ein. AbbVie erwartet, dass Viekira einen Jahresumsatz von 3 Milliarden USD bis zum Jahresende erzielen könnte. Allerdings hat Harvoni ein paar massive Vorteile. Es muss nicht mit dem nebenwirkungsbehafteten Ribavirin eingenommen werden. Viele Menschen müssen Viekira zusammen mit Ribavirin einnehmen. Harvoni hat auch Vorteile bei der Dosierung, da Patienten nur eine Tablette am Tag einnehmen müssen. Bei Viekira sind es vier bis sechs, je nach Einsatz von Ribavirin. Harvoni erreichte einen Umsatz von 3,6 Milliarden USD allein im letzten Quartal. Dies zeigt erneut die Marktdominanz von Gilead im Hepatitis C-Markt.

Es ziehen jedoch Gefahren am Horizont auf. AbbVie legte beeindruckende Daten für sein eigenes ribavirinfreies Medikament vor, welches sich gerade in der Phase 2b befindet. Dieses soll ab 2017 vermarktet werden. Merck hat der FDA gerade ebenfalls eine Behandlung mit nur einer Tablette zur Begutachtung vorgelegt. Allerdings ruht sich Gileads Management nicht auf den Lorbeeren aus. Gilead arbeitet mit Hochdruck an der Ausweitung des Einsatzes von Harvoni außerhalb der Typ 1 Hepatitis C. Damit könnten mehr Patienten erreicht werden. Gleichzeitig wird die nächste Generation der Hepatitis C-Behandlung erforscht, die eine kürzere Behandlungsdauer ermöglichen soll. Wir werden sehen, wie sich die Dinge auf lange Sicht entwickeln, aber der Marktanteil von 90% ist eine unglaubliche Zahl und eine großartige Situation, in der sich das Unternehmen befindet.

80%

Wie ich oben bereits erwähnt habe, ist das Hepatitis C-Medikament von Gilead ständig in den Schlagzeilen. Aber wir sollten auch das massive HIV-Portfolio nicht vernachlässigen, welches letztes Quartal mehr als 2,7 Milliarden USD Umsatz erwirtschaftet hat. Gilead dominiert den HIV-Markt ähnlich wie den Hepatitis C-Markt. Vizepräsident Paul Carter macht in seinem letzten Gespräch deutlich: „Gileads HIV-Medikamente werden auch in Zukunft bei 8 von 10 Erstbehandlungen zur Anwendung kommen.“

Anders als bei Hepatitis C ist Gilead kein Neuling bei der Behandlung von HIV. 80% aller neuen Patienten werden anfänglich mit einem Medikament von Gilead behandelt. Das Management hat seine Dominanz in diesem Segment seit über einem Jahrzehnt ausgebaut. Viread, das älteste Mittel im gegenwärtigen Sortiment von Gilead wurde 2001 zugelassen und arbeitet hart daran, seinen erfolgreichen Lauf fortzusetzen.

Viread wird 2018 seinen Patentschutz in den USA und der EU verlieren. Da das Medikament in allen HIV-Cocktails von Gilead eingesetzt wird, nennt CFO John Milligan dieses Mittel ein Eckpfeiler-Molekül für das HIV-Programm des Unternehmens. Du kannst dir vorstellen, wie wichtig es für Gilead ist, den Marktanteil von 80% bei der Erstbehandlung zu halten. Zum Glück hat das Management einen Plan.

Gilead erforscht ein neues Mittel mit dem Namen TAF, um Viread in seinen Kombinationstherapien zu ersetzen. Die Daten dazu sehen sehr gut aus. In der Studie 109 von Gilead übertraf die E/C/F/TAF-Therapie die Therapie, die auf Viread basiert. E/C/F/TAF ist zudem besser für die Knochenmineraliendichte als die vergleichbare Therapie mit Viread. Damit dürfte der neue Cocktail Vorteile sowohl bei der Wirksamkeit als auch bei der Sicherheit haben. Die FDA hat Gilead bis 5. November Zeit gegeben, die Gebühren für das Zulassungsverfahren zu bezahlen. Dies könnte der nächste Indikator sein, dass Gilead seine beherrschende Stellung im HIV-Markt beibehalten könnte. Außerdem hat Gilead viel Datenmaterial zusammengestellt, um Ärzte und Patienten zu überzeugen, die vireadbasierte Therapie aufzugeben, bevor das Patent ausläuft. Es hofft, dadurch seinen Marktanteil auch in Zukunft aufrechterhalten zu können.

14,7 Milliarden USD

Gilead hat 14,7 Milliarden USD in bar und geldnahen Anlagen in seiner Bilanz. Wenn du dies mit den 5,7 Milliarden USD des operativen Cashflows kombinierst, die das Unternehmen allein im letzten Quartal erzeugt hat, erkennst du, dass das Unternehmen eine ganze Menge Feuerkraft hat. Gilead plant, einen Teil des Geldes an die Aktionäre zurückzugeben. Dazu zahlt es gegenwärtig eine Dividende von 1,6% und hat ein massives Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 15 Milliarden USD für die kommenden fünf Jahre aufgelegt. Für viele Unternehmen wäre allein dies eine super Sache.

Allerdings vermute ich, dass Gilead einen Schritt weiter geht und seine Finanzkraft nutzt, um ein weiteres Unternehmen zu kaufen. Gileads Management hat eine beeindruckende Historie, attraktive Produktpipelines zu kaufen. Ich bin daher gespannt darauf, was das Unternehmen als nächstes tut. Die Führungskräfte haben angedeutet, dass sie an Herz-Kreislauf-Medikamenten oder Krebsmedikamenten interessiert sind.

Es geht um die Zukunft

In fünf Jahren schert sich niemand mehr darum, wie viel Geld Gilead in seiner Bilanz hatte oder ob es den Markt für Hepatitis C oder HIV dominierte. Der wirkliche Schlüssel für Investoren ist das, was das Management aus der unglaublichen Position macht, in der sich das Unternehmen heute befindet. Das ist der wahre Grund, warum ich auf Gilead neugierig bin. Es ist ein Unternehmen, welches sein Geld investiert, um an die Spitze der HIV und Hepatitis C-Märkte zu gelangen. Und mit der Aussicht auf einen potenziellen weiteren Zukauf für langfristiges Wachstum gibt es eine Menge, was man an Gilead Sciencs mögen kann.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Gilead Sciences. The Motley Fool besitzt Aktien von Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Michael Douglass auf Englisch verfasst und am 15.08.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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