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Aktien im Rückblick: Autowerte stark unter Druck – gute Quartalsbilanz von K+S

Foto: Pixabay, geralt

Wenn sich die Marktteilnehmer erst einmal an etwas gewöhnt haben, nehmen sie nur allzu gern an, dass dieser Zustand sich so schnell nicht ändert. Wenn es irgendwann anders kommt, kann das durchaus ein kleines Börsenbeben auslösen.

Aktuelles Beispiel: China. Bisher hatte die Zentralbank den Kurs der Landeswährung stets gestützt und – so die Meinung zahlreicher Volkswirtschaftler – ihren Kurs künstlich hoch gehalten. Damit war in dieser Woche Schluss: Am Dienstag gaben die chinesischen Währungshüter eine drastische Abwertung des Yuan bekannt – und ließen am Mittwoch eine weitere folgen.

Was dann passierte? Siehe oben…

Was war an der Börse los?

Bereits am Montag hatte der DAX (WKN:846900) auf Entwicklungen im Reich der Mitte reagiert und war um 0,99 % auf 11.604 Punkte gestiegen. Grund für die Freude: Die zuletzt deutlich abgeschmierten Festlandbörsen Chinas hatten sich um fast 5 % erholt. Favorit im DAX war die Aktie der Allianz (WKN:840400), deren Kurs um 2,64 % anzog.

Am Dienstag sah es schlechter aus: Nach der am Morgen bekannt gegebenen Abwertung der chinesischen Währung gingen die Börsen weltweit in die Grütze. In Frankfurt brach der DAX um 2,64 % ein und fiel auf 11.294 Punkte. Besonders heftig traf es die deutschen Autowerte, die bereits vorher unter dem schwachen chinesischen Automarkt gelitten hatten.

Auf dem Weg nach unten wurden die Standardwerte von Daimler (WKN:710000) überholt. Die Aktie des Stuttgarter Konzerns verlor 5,15 %. Volkswagen-Vorzüge (WKN:766403) gaben mehr als 3 % ab und Anteilscheine von BMW (WKN:519000) verbilligten sich um mehr als 4 %. Papiere des Automobil-Zulieferers Continental (WKN:543900) waren ebenfalls mehr als 4 % im Minus.

Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der Märkte wurden am Mittwoch nicht erfüllt. Nach der zweiten Abwertung des Yuan durchbrach der deutsche Leitindex die 11.000er-Marke und hatte beim Schlussstand von 10.943 Punkten ein sattes Minus von 3,27 % zu verdauen.

Die größten Verluste mussten Aktionäre von Henkel (WKN:604840) verkraften, deren Anteilscheine 8,97 % verloren. Der Düsseldorfer Konzern sorgte mit seinen Zahlen fürs zweite Quartal für Enttäuschung: Bereinigt um Zukäufe und die Dollar-Aufwertung betrug das Umsatzwachstum lediglich 2,4 %. Analysten hatten mehr erwartet. Außerdem bemängelten die Unternehmensbeobachter die Ergebnisse der Klebstoffsparte und die Entwicklung des Geschäfts mit Schwellenländern.

Die Aktien von Kfz-Herstellern und Zulieferern mussten erneut leiden: Daimler-Papiere schmierten um 4,87 % ab und die Continental-Aktie wurde mit einem Verlust von 4,69 % ausgebremst.

Am Donnerstag war die Talfahrt erst einmal vorbei, obwohl die chinesische Währung weiter abgewertet wurde: Der DAX zeigte ein kleines Plus von 0,82 % und ging mit 11.015 Zählern aus dem Handel. Die Anteilseigner von RWE (WKN:703712) hatten davon allerdings nichts: Ihre Aktien brachen um fast 8 % ein, weil der vor Handelsbeginn gemeldete Gewinn im zweiten Vierteljahr noch schlechter als ohnehin erwartet ausgefallen war.

Gut lief es hingegen bei K+S (WKN:KSAG88). Da die Zahlen fürs zweite Quartal besser als erwartet ausgefallen waren, spendierten die Marktteilnehmer der Aktie einen Aufschlag von 2,42 %. An die Spitze des MDAX setzte sich Zalando (WKN:ZAL111) mit einem Kursgewinn von 6,79 %. Der Mode-Versandhändler hatte zuvor sein Umsatzziel fürs laufende Geschäftsjahr angehoben.

Auch am Freitag ging es an der Frankfurter Börse vergleichsweise ruhig zu, obwohl das deutsche Börsenbarometer wieder knapp unter die 11.000er-Marke fiel. Am frühen Nachmittag betrug das Minus beim Dax ungefähr 0,5 %.

Wie geht es weiter?

Die Quartalszahlen-Saison ist fast vorbei. Am Montag (17.08.) öffnet kein Unternehmen aus der ersten Liga seine Bücher. Auch die deutschen Statistiker halten sich am Wochenbeginn zurück. Am Dienstag (18.08.) liefern sie dann ein Zahlenwerk zur Erwerbstätigkeit im zweiten Quartal. Jenseits des großen Teichs melden sich am frühen Nachmittag noch einmal zwei Unternehmensschwergewichte zu Wort: Wal-Mart und Home Depot berichten über das zweite Quartal. Außerdem erfahren wir aus den USA Neues über Baubeginne und Baugenehmigungen im Juli.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Wochenende!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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