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Warum GlaxoSmithKline eine bessere Dividendenaktie ist als BP

Foto: The Motley Fool

Auf den ersten Blick mag es vielleicht seltsam aussehen, GlaxoSmithKline (WKN:940561) als bessere Dividendenaktie als BP (WKN:850517) darzustellen, da die Dividendenrendite von GSK mit 5,7% deutlich niedriger ist als die 6,6 % von BP. Die besten Dividendenaktien haben jedoch nicht notwendigerweise die höchsten Renditen. Eine hohe Rendite ist vielleicht für Einkommensinvestoren verlockend, aber die Nachhaltigkeit und das Potenzial für Kapitalwachstum sollten für Dividendeninvestoren genauso wichtig sein.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Faktoren, die GSK zu einer besseren Dividendenaktie machen als BP.

Nachhaltigkeit der Dividende

GSK hat eine bessere Nachhaltigkeit. Seine Deckung im Jahr 2014 liegt bei dem 1,2-Fachen, während BPs Deckung nur bei 0,5 liegt. Obwohl es wichtig ist, sich die Deckungsverhältnisse anzuschauen, ist auch eine qualitative Beurteilung der zugrunde liegenden Fundamentalwerte unerlässlich.

Obwohl BP seine Dividende selbst bei niedrigeren Ölpreisen noch beibehalten will, wird der operative Cashflow nicht ausreichen, um Investitionen und Dividende in naher Zukunft zu unterstützen. Der operative Cashflow in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 hat sich von 16,1 Milliarden fast halbiert und beträgt jetzt noch 8,1 Milliarden USD. BP verkauft Anlagen und nimmt mehr Schulden auf, um die Dividende zu halten, aber dies ist keine nachhaltige Strategie auf lange Sicht. Investoren und Analysten scheinen zu erwarten, dass der Ölpreis in wenigen Jahren die 80 USD-Marke überschreitet. Allerdings wachsen die Sorgen, dass dies weniger wahrscheinlich wird.

GSKs Umsatzbasis ist bedeutend stabiler, da die Nachfrage nach Medikamenten nicht zyklisch ist. Die unzyklische Natur des Gesundheitssektors bedeutet, dass GSK zuverlässig stabile Einnahmen erzielen kann. Mit dem daraus resultierenden Cashflow können die Dividenden bezahlt werden. Obwohl der Verlust von Patenten zu intensivem Wettbewerb durch Generika führt, ist die Volatilität der Einnahmen von GSK deutlich niedriger als die von BP. Dies liegt daran, dass die Mehrheit der Einnahmen durch Produkte erzielt wird, die noch Patentschutz genießen oder die aufgrund ihrer Marke verkauft werden, wie es im Kundengeschäft der Fall ist.

Wachstum

Beide Unternehmen haben in den letzten Quartalen einen Rückgang der Einnahmen hinnehmen müssen. Es scheint jedoch, als ob GSK schneller wieder auf die Füße kommt. GSK erlitt aufgrund der auslaufenden Patente für Verkaufsschlagermedikamente sinkende Einnahmen. Allerdings hat es 40 neue Mittel in der Pipeline, die dem Unternehmen bald wieder zu Umsatzwachstum verhelfen sollten. Sein Management ist zuversichtlich, dass der Gewinn pro Aktie 2016 im zweistelligen Bereich wächst, wenn die Währung stabil bleibt. GSKs Dividende wurde bei 80 Pence pro Jahr bis 2018 festgenagelt. Ein neues Wachstum wird wahrscheinlich deutlich eher zu einem Anstieg des Aktienpreises führen.

BP, dessen Umsatz stark vom Ölpreis abhängt, wird wahrscheinlich seine quartalsweise Dividende bei 0,10 USD pro Aktie einfrieren, wenn sich der Ölpreis nicht dauerhaft über 80 USD pro Barrel einpegelt. Da nun Öl aus dem Iran in den Markt fließt, sind die Aussichten auf einen steigenden Ölpreis trüb. Bleibt der Preis für Öl bei den gegenwärtigen 50 USD pro Barrel, müsste BP über einen Dividendenschnitt nachdenken, um seine Barreserven zu schonen. Wenn dies passiert, könnte BP tief fallen.

Obwohl GSK weit davon entfernt ist, eine perfekte Aktie zu sein, sind seine stärkere Dividendennachhaltigkeit und die besseren Aussichten für die Umsätze und den Cashflow ein Grund, es als bessere Dividendenaktie anzusehen.

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The Motley Fool UK empfiehlt GlaxoSmithKline.

Dieser Artikel wurde von Jack Tang auf Englisch verfasst und am 04.08.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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