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Kurzschluss der Sierra Wireless Aktie nach einem weiteren guten Quartal

Foto: Pixabay, geralt

Sierra Wireless (WKN:920860) lieferte Ende letzter Woche besser-als-erwartete Quartalsergebnisse ab. Erwarte aber nicht, dass der Markt das Unternehmen dafür bereits belohnt. Die Aktie des Internet der Dinge Spezialisten fiel am Donnerstag um über 5 %, nachdem das Unternehmen bekannt gab, dass der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 17 % auf 158 Millionen Euro wuchs. Das organische Wachstum — also exklusive getätigter Übernahmen — betrug 13,7 %.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdoppelte sich fast auf 13,1 Millionen US Dollar und das bereinigte Ergebnis lag bei 8,6 Millionen US Dollar (2,6 Millionen US Dollar im Vorjahresquartal), beziehungsweise 0,26 US Dollar je Aktie (0,08 US Dollar).

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Akquisitionen

Analysten erwarteten einen Umsatz von lediglich 155,2 Millionen US Dollar und ein bereinigtes Ergebnis von 0,23 US Dollar je Aktie. Die Quartalszahlen übertrafen aber auch die Erwartungen des Unternehmens selbst, di bei einem Umsatz von zwischen 153 Millionen und 156 Millionen US Dollar lagen und einem Ergebnis je Aktie von zwischen 0,21 und 0,24 US Dollar.

Sierra Wireless CEO Jason Cohenour nahm das starke Wachstum zur Kenntnis und führte weiter aus:

Mit der Übernahme von Accel Networks und der bekanntgegebenen Übernahme von MobiquiThings konnten wir unsere Position als Marktführer bei den Device-to-Cloud Lösungen für das Internet der Dinge im zweiten Quartal untermauern. Wir bleiben auf organisches Wachstum und strategische Akquisitionen fokussiert, die unsere Marktposition und unser Geschäftsmodell verbessern.

Sierra Wireless gab erst am 23. Juni die 14 Millionen Euro (plus einer leistungsabhängigen Bezahlung) schwere Übernahme bekannt. Investoren müssen also noch ein weiteres Quartal abwarten, um mehr über den Fortschritt der Integration des europäischen Betreibers von virtuellen Mobilfunknetzen zu erfahren.

Vor drei Monaten gab Sierra Wireless auch technisch bekannt, dass es eine Übereinkunft über die Übernahme von Accel Networks gefunden hat — an genau dem Tag, an dem es die Ergebnisse für das zweite Quartal bekannt gab. Die Übernahme wurde formal allerdings erst Mitte Juni abgeschlossen. Damals war Cohenour optimistisch, dass Accels Produkte und der breite Kundenstamm von über 300 Gechäftskunden ebenfalls „signifikante Skaleneffekte und Fähigkeiten zum Dienstleistungsgeschäft [von Sierra Wireless]“ bringen würde.

Das (sich verbessernde) Geschäftskundensegment

Vor drei Monaten versprach Sierra Wireless Verbesserungen in genau diesem Geschäftskundensegment — welches die Erwartungen des Managements im ersten Quartal deutlich verfehlte — in jedem der drei verbleibenden Quartale in diesem Jahr. Und tatsächlich verbesserte sich der Umsatz des Segments um 13,8 % im Vergleich zu Q1 und um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 19,8 Millionen US Dollar, inklusive eines Beitrags von 4,1 Millionen US Dollar durch die beiden erwähnten Akquisitionen.

Der viel größere Beitrag zum Gesamtumsatz trug das Segment OEM Solutions bei, dessen Umsatz bei 138,2 Millionen US Dollar lag, ein Wachstum um 18,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Getrieben wurde dieser Sprung von breiten Design-Gewinnen über mehrere Marktsegmente hinweg.

Einschränkungen in der Lieferkette und Prognosen

Bezüglich des Engpasses bei Hochfrequenzkomponenten im Bereich der OEM Solutions, welcher sowohl Umsatz als auch Umsatzkosten negativ beeinflusste, sagte Cohenour: „Unsere Situation bei der Komponentenlieferung verbesserte sich im zweiten Quartal mehr als erwartet und erlaubte uns, der Nachfrage unserer Kunden mehr nachzukommen, als erwartet“.

Wie sich herausstellt brachte diese Verbesserung Nebenwirkungen mit sich: Laut CFO Dave McLennan bestellten einige Kunden aufgrund des bekannt gewordenen Engpasses einige Komponenten früher als in ihren Zeitplänen vorgesehen. Dass sich die Situation dann aber besser als erwartete verbesserte führte dazu, dass Sierra Wireless bereits im zweiten Quartal einige Bestellungen bearbeitete, die von Kunden aus dem dritten Quartal vorgezogen wurden.

Aus diesem Grund erwartet das Unternehmen jetzt einen Umsatz im dritten Quartal von zwischen 157 Millionen und 160 Millionen US Dollar und ein verwässertes Ergebnis je Aktie von zwischen 0,23 und 0,27 US Dollar. McLennan fügte hinzu, dass der Mittelpunkt dieser Erwartungen ein organisches Wachstum in den ersten neun Monaten des Jahres von 13,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeuten würde. Das liegt sehr gut im Bereich von 10 % – 15 %, den das Unternehmen als langfristiges Ziel ausgegeben hat.

Trotzdem lag diese Spanne unter den Erwartungen der Wall Street Modelle — genau wie in den vorherigen beiden Quartalen. Für das kommende Quartal erwartete die Wall Street einen Umsatz von 163,7 Millionen Euro und einen Gewinn je Aktie von 0,30 US Dollar. Investoren finden Trost darin, dass das daran liegt, dass Sierra Wireless in Q2 bereits einige Aufträge erfüllte, die eigentlich in Q3 gehörten. Also wenn überhaupt, ist das ´nur ein Nullsummenspiel.

Am Ende ist der Markt eine nach vorne blickende Maschine, die Unvorhersehbarkeit hasst. Und der Kursrückgang der Aktie am Donnerstag ist nur ein Indikator dafür, dass er mehr von diesem vielversprechenden Unternehmen wollte.

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Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und wurde am 06.08.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Sierra Wireless.

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