MENU

Apple-Aktie: Zeit, die Rückkäufe zu beschleunigen

Foto: Apple

In den letzten Jahren stieg dank Produkten wie dem iPhone Apples (WKN:865985) Cashflow. Und der Technologieriese begann damit, mehr Geld an Aktionäre auszuschütten. Obwohl das Unternehmen eine bedeutende vierteljährliche Dividende von 0,52 USD (entspricht einer jährlichen Rendite von 1,7%) ausschüttet, waren Aktienrückkäufe das Hauptwerkzeug, um überschüssiges Geld auszugeben.

Dieser Fokus auf Aktienrückkäufe war für Investoren sehr gut. Apple war so nämlich in der Lage, viele Aktien zu einem guten Rabatt auf den gegenwärtigen Aktienpreis zu kaufen. Da die Aktienpreise im Moment 15% unter dem Allzeithoch Anfang des Jahres liegen, könnte nun ein guter Zeitpunkt für Apple sein, seine Rückkaufaktivitäten zu steigern.

Die Rückkaufgeschwindigkeit wird langsamer

Im 2014er Finanzjahr erreichte Apples Rückkaufaktivität ihren Höhepunkt. Nachdem es 23 Milliarden USD im Finanzjahr 2013 für Aktienrückkäufe ausgegeben hatte, kaufte Apple 2014 eigene Aktien im Wert von 45 Milliarden USD. Damit sank die Zahl der verwässerten Aktien im Vergleich zum Vorjahr um fast 7%, was zu einem Anstieg des Gewinns je Aktie in Höhe von fast 0,20 USD führte.

Dieses Jahr jedoch sank die Rückkaufgeschwindigkeit. In den ersten neun Monaten des Finanzjahres hat Apple 22 Milliarden USD dafür ausgegeben. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren es 28 Milliarden USD.

Da der Aktienpreis von Apple dieses Jahr höher liegt, war auch die Zahl der erworbenen Aktien deutlich geringer. Apples verwässerte Zahl an Aktien sank um weniger als 2% im dritten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal.

Eine ganze Menge Geld, aber nicht in den USA

Die Verlangsamung der Rückkäufe von Apple widerspricht seinem Schritt, seine Rückkaufpläne anzuheben. Im April 2014 wurde die Summe von 60 Milliarden USD auf 90 Milliarden USD angehoben und im April 2015 auf 140 Milliarden USD. Es passt auch nicht, da Apples free Cashflow stark ist und seine Geldreserven stetig anschwellen.

Beliebte Produkte wie das iPhone 6 sind für einen starken free Cashflow bei Apple verantwortlich. Foto: Apple

Beliebte Produkte wie das iPhone 6 sind für einen starken free Cashflow bei Apple verantwortlich. Foto: Apple

Am Ende des Quartals hatte Apple 203 Milliarden USD in bar und Wertpapieren in seiner Bilanz. Nachdem man seine Schulden abzieht, belief sich Apples Liquidität auf knapp 150 Milliarden USD. Gleichzeitig generierte das Unternehmen atemberaubenden 60 Milliarden USD free Cashflow in den ersten neun Monaten des Finanzjahres 2015.

Allerdings gibt es einen Haken. Der größte Teil des Geldes – 181 Milliarden USD Ende Juni – liegt außerhalb der USA aufgrund steuerlicher Gründe. Diese Summe würde einer Rückführungssteuer von bis zu 35% unterliegen, wenn das Geld wieder in die USA gebracht wird, um für Rückkäufe zur Verfügung zu stehen. Außerdem wird der größte Teil seines free Cashflows außerhalb der USA generiert, da Apple in ausländischen Märkten wie China immer erfolgreicher wird.

Da Apple die Rückführungssteuer nicht zahlen möchte, es hofft darauf, dass die Regierung den Steuersatz in einer kommenden Unternehmenssteuerreform senkt, muss es sich das meiste Geld für die Rückkäufe leihen.

Es ist immer noch die richtige Zeit für schnellere Rückkäufe

Trotz dieser Einschränkung sollte Apple die Gelegenheit ergreifen, die sich aufgrund des niedrigeren Preises ergibt. Apples Aktie wird gegenwärtig nur mit dem 10-Fachen des free Cashflows gehandelt, was eine erschreckend niedrige Bewertung ist.

Gegenwärtig hat Apple 50 Milliarden Kredite in der Bilanz, was sicher nach einer ganzen Menge aussieht. Aber Apple zahlte dafür nur 200 Millionen USD an Zinsen im letzten Quartal, während es aus Investitionen 766 Millionen USD an Dividenden und Zinsen einnahm. Apple könnte weitere 100 Millionen USD an Schulden aufnehmen, ohne einen Nettozins zu zahlen.

Aus Cashflowperspektive bedeuten höher Schulden nicht automatisch, dass es schlechter dasteht, da dank der geringeren Zahl an Aktien weniger Dividende gezahlt werden muss. Apple hat zaghafte Schritte hin zu schuldenfinanzierten Aktienrückkäufen unternommen. Dazu hat es eine Anleihe in Höhe von 2 Milliarden USD ausgegeben. Aber dies wird keinen großen Einfluss auf die Zahl der Apple-Aktien haben.

Apples Management sollte deutlichere Schritte unternehmen, um die Rückkäufe anzukurbeln, besonders dann, wenn die Aktie unter Druck steht. Sobald Investoren bemerken, dass der Himmel nicht herunterfällt, könnte der Preis von unter 120 USD pro Aktie für immer vertan sein.

Buffett verkündete, den "Code geknackt zu haben"

Der weltbeste Investor Warren Buffett glaubt, dass deutsche Unternehmen heute außergewöhnliche Möglichkeiten für Investoren bieten, reich zu werden. Zumindest sagte er das, nachdem er ein kleines deutsches Unternehmen gekauft hat. Er verkündete, den "Code geknackt zu haben", hochwertige deutsche Aktien zu identifizieren. Möchtest du in die Fußstapfen des 84-jährigen Milliardärs treten? Falls ja, klick einfach hier, um unseren kostenlosen Sonderbericht herunterzuladen, der die vier effektivsten Wege aufzeigt, um von Buffetts Vorstoß nach Deutschland zu profitieren.

The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 04.08.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool