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5 Dinge, von denen das Amazon.com-Management will, dass du sie weißt

Foto: The Motley Fool.

Amazon.com (WKN:906866) legte vor zwei Wochen hervorragende Zahlen für sein zweites Quartal vor. Und der Ausblick für das dritte Quartal ist ebenfalls stark. Obwohl die Gewinnmarge des Unternehmens dünn bleibt, hatten die meisten Analysten erwartet, dass das Unternehmen im zweiten Quartal Geld verliert und im dritten ebenso.

Nachdem der Quartalsbericht veröffentlicht wurde, nahm sich der neue CFO von Amazon Brian Olsavsky etwas Zeit, um über die Ergebnisse des Unternehmens und die Zukunftsaussichten zu sprechen. Hier sind fünf wichtige Leckerbissen seiner Aussagen.

Erste Anzeichen für Kostendeckung

Wir schaffen ein sehr gutes Umsatzwachstum. Ein großer Teil davon wird durch Prime erzeugt. Davon geht eine ganze Menge in den Gewinn mit… Aussicht auf Effizienzverbessrungen. — Amazon.com CFO Brian Olsavsky

Für lange Zeit war die Investitionstheorie für Amazonenthusiasten, dass wenn der Umsatz des Unternehmens steigt, auch die Fixkosten gedeckt werden und die Marge deutlich steigt. Daher waren die Investoren nicht besorgt wegen der Hauchdünnen Gewinne.

Aber trotz, dass sich Amazons Umsatz zwischen 2004 und 2014 mehr als verzehnfacht hat, ist die Gewinnmarge noch dünn und sank sogar ein wenig. Das Unternehmen erreicht gerade die 100 Milliarden USD Umsatz pro Jahr. Daher ist es nicht verkehrt zu fragen, wann sich die Rentabilität des Unternehmens verbessert. Das letzte Quartal war ein schöner Beweis dafür als Amazons Umsatzwachstum auch ein starkes Gewinnwachstum nach sich zog.

Immer noch große Investitionen

Ja, die Mitarbeiterzahlen sind um 38% gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Leute wurden in Bereichen eingestellt, wo wir Leute für unsere neuen FCs und Call Center benötigen. – Brian Olsavsky

Auf der anderen Seite sollten Investoren nicht denken, dass Amazon damit seine Investitionen für zukünftiges Wachstum aufgibt. Amazons Mitarbeiterzahl stieg stärker als der Umsatz. Allein im zweiten Quartal stellte Amazon mehr als 18.000 Mitarbeiter ein.

Amazon weitet seine Belegschaft aus, um mit dem Wachstum mithalten zu können. Foto: The Motley Fool

Amazon weitet seine Belegschaft aus, um mit dem Wachstum mithalten zu können. Foto: The Motley Fool

Während Amazon wächst, mehr Versandzentren baut und mehr Verkäufer gewinnt, die die Lieferung durch Amazon durchführen lassen, benötigt das Unternehmen größere Versandkapazitäten. Amazon möchte sicherstellen, dass es das erwartete Wachstum stemmen kann. Dazu muss es auch den Kundenservice ausbauen, um die legendäre Kundenzufriedenheit beizubehalten.

Prime Day war ein großer Erfolg

Wir sind sehr erfreut von den Ergebnissen des Prime Day, da diese unsere Erwartungen übertroffen haben. In jeder Hinsicht sind wir der Meinung, dass dies ein großer Erfolg war. Kunden haben Millionen gespart. Es haben sich mehr Prime-Mitglieder angemeldet als jemals zuvor. Leute haben mehr Geräte gekauft als an jedem anderen Tag.–  Brian Olsavsky

Es gab viele Diskussionen um den letzten Prime Day und ob er erfolgreich war. Wal-Mart versuchte, die Aktion zu torpedieren, indem es einen riesigen Onlineverkauf anbot. Gleichzeitig kritisierte es Amazon dafür, dass Kunden für 99 USD pro Jahr erst Prime-Mitglieder werden müssen, um an der Aktion teilnehmen zu können. In der Zwischenzeit beklagten sich die Kunden, dass die Angebote nicht allzu gut sind.

Aber das Management von Amazon hat die Aktion einen großen Erfolg genannt. Dies ist in einer Presseerklärung während der Aktion zu lesen und in anderen Pressemitteilungen danach.

Olsavsky zeigte auf den größten Erfolg der Prime Day-Aktion: Es wurden mehr Leute dazu gebracht, sich an dem Programm anzumelden. Da die Mitglieder von Prime mit Abstand die besten Amazonkunden sind, ist jedes Ereignis, welches die Mitgliederzahlen erhöht, ein Gewinn für Amazon.

Das Wachstum der Amazon Webservices legt zu

AWS Wachstum von 81% war eine Steigerung von 49% Wachstum im ersten Quartal. Du weißt noch, dass wir zahlreiche Preisreduktionen im zweiten Quartal des letzten Jahrs ausbügeln, daher hatten wir dies erwartet. — Brian Olsavsky

Ein anderer Bereich, in dem Amazon die Erwartungen seiner Investoren übertroffen hat, war im Segment Amazon Web Services Cloud Computing. Analysten waren bereits mit letztem Quartal sehr zufrieden, als AWS zum ersten Mal Gewinn abwarf. Die Marge dieses Segments betrug 16,9%. Nun hat es Amazon geschafft, diese Zahl zu sprengen und eine Marge im Q2 von 21,4% zu erreichen.

Olsavsky sprach darüber, dass AWS hinsichtlich der Kosten noch effizienter werden wird. Seit dem letzten Quartal 2014 machte Amazon ein paar große Preissprünge, die das Wachstum der Marge extrem beschleunigt haben.

Ein Preiskrieg könnte jetzt weniger notwendig sein

Obwohl der Preis sicher ein Faktor ist, glauben wir nicht, dass er der primäre Faktor ist. Von unseren Kunden hören wir immer wieder, dass die Fähigkeit, schneller und agiler zu sein, das ist, was sie schätzen. — Brian Olsavsky

Obwohl die Marge von AWS gerade in die Höhe geht, war sie nur ein Jahr zuvor im einstelligen Bereich. Dies lag an einer großen Preissenkungsrunde und an den Konkurrenten, die nach einem größeren Stück des Kuchens gierten. Manche Investoren fragen sich vielleicht, ob ein weiterer gewinnfressender Preiskrieg in Zukunft anstehen könnte.

Es ist unmöglich, sich sicher zu sein. Aber Olsavsky hatte ein paar gute Nachrichten an dieser Stelle. Er sagte, dass der Preis für AWS-Kunden weniger wichtig ist als Dinge wie Geschwindigkeit, Agilität und Innovation. Je besser AWS einzigartigen Wert anbieten kann als nur einen austauschbaren Service, desto sicherer ist seine langfristige Rentabilität.

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The Motley Fool empfiehlt Amazon.com. The Motley Fool hält Aktien von Amazon.com.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 29.07.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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