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3 Vorteile, die du gegenüber Profi-Anlegern hast

Viele Leute machen einen großen Bogen um Aktien und die Börse. Neben dem üblichen „Aktien sind zu riskant“ höre ich als Begründungen auch häufig, die Börse sei nur ein Kasino und gegen professionelle Anleger habe man ohnehin keine Chance.

Im Sport mag das so sein. Warum du an der Börse Profis sogar überlegen sein kannst, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen.

In meinem Freundeskreis bin ich mit meiner Vorliebe für Aktien ein Exot. Ohnehin besitzen nur 13 % der Menschen in Deutschland Aktien, und ein Grund, der immer wieder genannt wird, ist der, dass die Börse ein Kasino sei. Wenn du schon länger die Fool.de verfolgst, dann weißt du, dass dem nicht so ist. Die Börse ist nur dann ein Kasino, wenn du sie dazu machst – durch Zocken, durch Reagieren auf jede Art von Nachricht, durch das Mitschwimmen auf jedem kurzfristigen Trend.

Jedoch nimmst du dir so selbst die Chance, durch Investitionen in erstklassige Unternehmen auf lange Sicht hohe Erträge zu erzielen. Wenn du nur vorausahnen möchtest, wie sich der DAX morgen (oder gar in der nächsten Stunde) entwickeln wird – das ist in der Tat Glücksspiel und kein Investieren.

Dieses kurzfristige Denken sollten wir den Börsenprofis überlassen. Die werden nämlich dafür bezahlt. Und die haben auch alles, was dir fehlt, um beim Zocken mithalten zu können: Zeit um den Markt zu verfolgen, professionelle Hardware, Tradingsoftware. Es gibt Programme, die Nachrichten analysieren und bei bestimmten Stichwörtern Kauf- oder Verkaufsaufträge auslösen. Bis du eine Neuigkeit überhaupt gelesen hast, hat die Software schon gehandelt.

Mach dir die Zeit zunutze

Da kannst du gar nicht mithalten. Und deswegen solltest du das auch gar nicht erst versuchen, sondern dich dort bewegen, wo du jeden Profi schlagen kannst. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Zeit. War sie oben beim Traden zu deinem Nachteil, so kannst du sie dir auf lange Sicht zunutze machen.

Du kannst es dir erlauben, in großartige Unternehmen zu investieren und über Jahre (und Jahrzehnte) von wachsenden Gewinnen profitieren. Dabei kannst du auch schlechte Phasen aussitzen und Kursrückgänge sogar zu günstigen Nachkäufen nutzen.

Der Profi kann das nicht, denn er muss regelmäßig seine Ergebnisse melden. Das kann täglich sein, wöchentlich, spätestens aber monatlich. Und der Chef will Erträge sehen. Für Dinge wie „Ich rechne im nächsten Jahr wieder mit steigenden Kursen“ ist in diesem Umfeld kein Platz. Diese Zeit hat der Profi nicht. Dann muss eben das gute Unternehmen nach einer schlechten Nachricht verkauft werden.

Du musst keine Rechenschaft ablegen

Damit zusammenhängend gibt es einen weiteren Vorteil für dich, vielleicht sogar der wichtigste überhaupt: Du musst niemandem gegenüber Rechenschaft ablegen. Du kannst kaufen und verkaufen, was du möchtest (oder noch besser: gute Aktien über lange Zeiträume halten).

In der Finanzpsychologie gibt es den Begriff des Herdentriebs. Das bedeutet, dass alle Anleger die gleichen Entscheidungen treffen, um nicht als Trottel dazustehen. Gute Beispiele dafür sind der Neue Markt Ende der 90er Jahre, der Hype um „Grüne Aktien“ 2008 oder die Aktien von 3D-Drucker-Produzenten im letzten Jahr.

Unter Finanzprofis ist der Herdentrieb besonders ausgeprägt, denn der Händler muss ja seinem Chef berichten. Verliert er Geld am Neuen Markt oder 2007/8 mit Bankaktien, so ist das nicht so schlimm – schließlich haben dort alle falsch gelegen. Hat der Händler jedoch als einziger mit einer exotischen Aktie oder einem Nebenwert daneben gegriffen, dann gefährdet er damit sogar seine Laufbahn.

Dieser Herdentrieb führt oft zur Verstärkung von Kursbewegungen und fördert die Bildung von sogenannten Blasen. Du aber bist nicht gezwungen, dort mitzumachen. Du kannst die Aktien kaufen, die du möchtest und die du für deine persönliche Situation als richtig ansiehst.

Du kannst auch gar nichts machen

Und noch etwas kannst du dir erlauben, was bei einem Profi überhaupt nicht geht: gar nichts zu machen.

Stell dir einen Investment-Banker mit sechsstelligem Gehalt vor, der jede Woche zu seinem Chef sagt: „Ich habe diese Woche nichts am Markt gemacht“ – und das über lange Zeiträume. So etwas gibt es nicht.

Du aber kannst genau das machen: auf gute Kaufgelegenheiten warten, ein wunderbares Depot über Monate (oder sogar Jahre) unverändert lassen oder auch einmal überhaupt nicht zu investieren.

Du siehst also: Mit einem langen Zeithorizont, deinen eigenen, unabhängigen Entscheidungen und der nötigen Geduld kannst du dir ein Aktiendepot aufbauen, mit dem du dich hinter professionellen Anlegern nicht zu verstecken brauchst.

Und wenn wir von Fool.de dir dabei helfen können, ist das umso besser.

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