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VW-Aktie: Fallender China-Absatz drückt auf Gewinn

Quelle: Porsche

Der Volkswagen-Konzern (WKN:766400) hat am 29.Juli seine Ergebnisse für das zweite Quartal vorgestellt. Alles, was du dazu wissen musst, findest du hier.

Eine kurze Zusammenfassung

VWs Umsatz stieg um 9,9 % auf 56 Mrd. EUR. Der Gewinn nach Steuern fiel aber um 16 % auf 2,73 Mrd. EUR, da die Umstrukturierung in VWs MAN LKW-Sparte und Vertriebsprobleme zusätzliche Kosten verursachten.

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Laut dem Wall Street Journal gingen Analysten von einem Reingewinn von 3 Mrd. EUR aus. Aufgrund Schwächen in einigen Schlüsselmärkten hat Volkswagen auch seine Umsatzprognosen für das gesamte Jahr nach unten geschraubt.

Die Aktie fiel daraufhin um 2 %.

Der Umsatz stieg, aber die Absatzzahlen nehmen ab

VWs Umsatzwachstum ist vor allem den Währungskursen geschuldet, die momentan zu Gunsten des Euro stehen. Außerdem verkaufte das Unternehmen einen höheren Anteil an teureren (und profitableren) Fahrzeugen.

Das ist das Geheimrezept bei VW, wo Luxusfahrzeuge einen überdimensionalen Anteil an den Gesamteinnahmen des Unternehmens ausmachen. Die Premiummarken Audi und Porsche haben im ersten Halbjahr 2015 nur etwa 18,7 % zu VWs PKW-Verkäufen beigetragen, waren gleichzeitig aber für ungefähr zwei Drittel des Betriebsgewinns verantwortlich. Zwar hat der Volkswagen-Konzern im ersten Halbjahr weltweit mehr Autos verkauft als Toyota, jedoch waren VWs Umsatzwachstumszahlen nicht so hoch, wie sie das Unternehmen gerne hätte.

Die guten Nachrichten sind, dass sich die wirtschaftlichen Umstände in Europa, die Verbraucher von dem Erwerb neuer Autos abgehalten haben, endlich verbessern. Aber während Marken des VW-Konzerns gegenüber der Konkurrenz aus Osteuropa Boden gutgemacht haben, hinken die Gewinne in den lukrativeren westeuropäischen Märkten dem allgemeinen Industrieaufschwung hinterher.

VW hat es nach langjährigen Bemühungen geschafft, auch in Nordamerika Boden gutzumachen. Während dort der Umsatz im ersten Halbjahr um 6 % stieg, waren es in den U.S.A nur 2,4 %, was hinter dem allgemeinen Marktzuwachs von 4,4 % liegt.

Im weltweit größten Fahrzeugmarkt waren die Nachrichten nicht ganz so rosig. VWs Auslieferungen in China, wo der Konzern Marktführer ist, fielen im ersten Halbjahr 2015 zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt. VWs Erträge aus dem Joint Venture fielen im zweiten Quartal auf ca. 1,1 Mrd. EUR. Ein Jahr zuvor waren es 1,4 Mrd. EUR. Die Gewinnmarge des Konzerns wich mit 6,6 % nicht bedeutend von den Werten der Konkurrenz ab.

Wie üblich verdankt VW einen beträchtlichen Teil seines Umsatzes in der ersten Hälfte des Jahres seinen Luxusautos wie beispielsweise dem Porsche Cayenne.

Wie üblich verdankt VW einen beträchtlichen Teil seines Umsatzes in der ersten Hälfte des Jahres seinen Luxusautos wie beispielsweise dem Porsche Cayenne.

Eine gedämpfte Prognose auf die zweite Hälfte 2015

VW korrigierte seine Umsatzprognosen für das komplette Jahr auf das Niveau, das letztes Jahr erreicht wurde. Die erste Prognose ging noch von einem moderaten Zuwachs aus. Wie Reuters berichtete, sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler, dass der Gesamtjahresumsatz in China dieses Jahr im Vergleich zu 2014 vermutlich nicht wachsen wird. Das letztjährige Auslieferungsvolumen von 3,68 Mio. Fahrzeugen könnte dieses Jahr sogar abnehmen.

CEO Martin Winterkorn sagte, dass er davon ausgeht, dass der Gesamtjahresumsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr „bis zu vier Prozent“ wachsen wird und die Gewinnmargen zwischen 5,5 % und 6,5 % liegen werden.

Aber er warnte bei seinen Prognosen auch vor den bedenklichen wirtschaftlichen Umständen in Lateinamerika und Osteuropa. Gepaart mit dem Abschwung in China sieht der Ausblick für VW in den nächsten Quartalen etwas gedämpft aus.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien. Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 29.7.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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