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Warum Elon Musk Tesla Motors und SolarCity vereinen sollte

Quelle: The Motley Fool

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich, dass Tesla Motors (WKN:A1CX3T) und SolarCity (WKN:A1J6UM) als eine Einheit mehr Sinn ergeben als voneinander unabhängige Unternehmen. Wenn es Elon Musk ernst damit ist, die Energieversorgung, wie wir sie heute kennen, zu revolutionieren, dann sollte er seine beiden Energie-Imperien zusammenführen und mit einer gemeinsamen Plattform für eine nahtlose Integration sorgen.

Selbst wenn sich Tesla lediglich als Autohersteller versteht, wäre diese Idee natürlich sinnlos, aber die Batterie-Sparte der Herstellung kann gut einige der Kapazitäten gebrauchen, wie SolarCity sie hat. Im folgenden erkläre ich, wieso eine Zusammenführung sinnvoll wäre.

Batterieproduktion ist ein attraktiver Geschäftszweig

Musk geht davon aus, dass Batterien eine Welt schaffen könnten, in der man nicht auf fossile Rohstoffe angewiesen sind und wir 24 Stunden am Tag Sonnenenergie speichern können. Das ist in Zukunft natürlich schon möglich, aber wenn Tesla Motors in der Sparte vorankommen will, dann wird man mehr machen müssen, als diese Batterien lediglich zu verkaufen.

Batterien, auch Teslas Batterien, sind ein Basisprodukt, und damit ergeben sich für Hersteller nur geringe Gewinnmargen. Oder weißt du etwa, wer den Akku für dein Smartphone hergestellt hat? Wahrscheinlich nein, weil es auch völlig egal ist.

Weiterhin sind derzeit Dutzende großer Unternehmen drauf und dran, im Geschäft mit der Energiespeicherung mitzumachen. Unten findest du eine Grafik von GTM Research, die dir zeigt, wer einige der großen Player sind, die jetzt einen Fuß oder mehr im Geschäft mit Energiespeicherung haben. Tesla ist alles andere als allein.

Quelle: GTM Research.

Tesla sollte sich weiter unten in der Kette ansiedeln. Das würde bedeuten: Versorgern, Nutzgebäuden und Hausbesitzern dabei behilflich sein, Energie zu speichern und zu zeigen, wann sich eine Komplettentleerung lohnt. Und da kommt SolarCity ins Spiel.

SolarCity hat zehntausende Kunden und die korrespondierenden Daten darüber, wann sie Energie verbrauchen und wann sie auf ihren Dächern Energie erzeugen. Das könnte für die PowerWall oder das PowerPack von entscheidender Bedeutung sein.

Wenn du das Unternehmen sein könntest, das die Batterie und das intelligente System, das dem Kunden zeigt, wie er die Battterie am effizientesten nutzt, im Hintergrund liefert, dann hättest du auf Anhieb ein sehr wertvolles Unternehmen. Tesla Motors könnte diese Kapazität auch alleine von nichts aus aufbauen, aber es wäre wohl besser beraten, einfach Millionen von Daten von hunderttausenden Kunden einfach von SolarCity zu kaufen.

Gemeinsam ist man weniger allein

Die Zusammenarbeit mit Tesla Motors könnte sich für SolarCity ebenfalls auszahlen. Denn derzeit verkauft man Solarenergie an Hausbesitzer via Energieliefervereinbarungen, die sich auf sogenanntes Net-Metering berufen. Aber dieses Net-Metering wird in den ganzen USA mittlerweile angegriffen, und die Anbieter – darunter auch SolarCity – bewegen sich hin zu Kreditfinanzierungen, die eine geringe Marge versprechen als andere Vereinbarungen.

Um dem entgegenzuwirken könnte SolarCity eine allumfassende Lösung anbieten, darunter Solar, Energiespeicherung, Demand Response, Peak Shaving und eine ganze Reihe anderer Sparoptionen. Das könnte man für Privat- wie auch gewerbliche Nutzer machen. Aber es wäre sicherlich hilfreich, die Marke Tesla im Hintergrund zu haben und damit das Versprechen, dass man eine Allround-Lösung im Gepäck hat.

Alternative Energie im Doppelpack

Das Geschäft mit erneuerbarer Energie wächst und Musks Vision wird größer und realistischer. Tesla und SolarCity fangen an, sich gegenseitig denselben Raum streitig zu machen. Beide haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, und ich denke, dass sie von einer Zusammenarbeit beide profitieren.

Zusammen könnten sie ein Riese auf dem neuen Markt erneuerbarer Energie sein und Kunden eine ganze Reihe an Lösungen bieten, ganz egal ob groß oder klein. Das würde Musks Vision von der nachhaltigen Veränderung der Energielandschaft befeuern. Es wäre einfach eine ganz natürliche Entscheidung für beide Beteiligten.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von SolarCity und Tesla Motors.

Dieser Artikel von Travis Hoium erschien am 27.7.15 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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