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Ein börsengehandelter Fonds, der sogar Warren Buffett schlägt

Foto: The Motley Fool

Berkshire Hathaway (WKN:854075) hat bei Investoren einen sagenhaften Ruf. In seiner fünfzigjährigen Geschichte konnte das Unternehmen sage und schreibe 19% jedes Jahr hinzugewinnen. Wenn man diese enorme Leistung mal im Kontext betrachten will, dann hat Berkshire in dieser Zeit den S&P 500 um das Doppelte geschlagen, sogar wenn man die Dividende mit hinein rechnet:

^SPX Data von YCharts

Wie den meisten Investoren nicht entgangen sein dürfte, steht Berkshire der Superinvestor Warren Buffett voran, der dafür bekannt ist, dass er Aktien von bekannten Unternehmen kauft, die im Ruf stehen, den Cashflow zu vermehren und sich im Wettbewerb gut von der Konkurrenz abheben – anschließend lässt er einfach die Zeit für sich arbeiten und lehnt sich zurück, um am Ende große Gewinne einzufahren.

Dieser ETF schlägt sogar Buffett

Buffett und sein Geschäftspartner Charlie Munger betonen immer wieder, dass sie nicht immer den Markt schlagen werden, da ihr Ziel hauptsächlich darin besteht, so aufgestellt zu sein, dass sie im Fall einer schlechten Marktlage vor allem kein Geld verlieren. Wenn es am Markt also mal gut läuft wie im Jahr 2013, sieht der konservative Ansatz von Berkshire etwas weniger beeindruckend aus:

BRK-A Data von YCharts

Doch Fakt ist, dass Buffett und sein Unternehmen eigentlich nur selten mal nicht die Märkte geschlagen haben, ganz egal, wie die Situation am Markt war. Und der Unterschied zwischen Berkshires Performance und dem Markt wird richtig deutlich, wenn man mal einen längeren Zeitrahmen betrachtet.

Darum ist es umso erstaunlicher, dass der iShares Nasdaq Biotechnology Index (WKN:657791) seit nun schon fünf Jahren Berkshire so richtig zusetzt:

BRK-A Data von YCharts

Obwohl die letzten fünf Jahre so ein richtig ausgeprägter Bullenmarkt waren, wo klar war, dass Wachstumsaktien eher konservative Vehikel wie eben Berkshire hinter sich lassen werden, gibt es doch Grund zu der Annahme, dass da kein Ende in Sicht ist, ganz gleich, wie die Märkte performen.

Biotech boomt dank Innovationen

Viele werden jetzt sagen, dass es sich dabei um eine Blase wie jene Ende der Neunziger bei Tech handelt. Aber die Wahrheit ist, dass dieser Biotech-Boom schon lange in der Mache war. Nach jahrzehntelanger Forschung war die Biotech-Branche Ende 2010 an einer ganzen Reihe von Stellen faszinierend aufgestellt: Anti-Virus-Medikamente mit direkter Wirkung. Immuntherapie bei Krebs. Neuartige Impfstoffe. Und das war nicht alles.

Das direkte Resultat schlug sich in großen Umsätzen und Profiten für Unternehmen wie Celgene (WKN:881244) und Gilead Sciences (WKN:885823) nieder – die beiden Top-Holdings des iShares Nasdaq Biotech  Index.

So wuchsen Celgenes Einnahmen pro Aktie und jährlicher Umsatz durchschnittlich 20% pro Jahr seit 2010. Das ist das direkte Resultat davon, dass das Unternehmen einige neue Einsätze für sein Krebsmedikament Revlimid erhielt. Darauf folgte die Akquisition des Immunschwäche-Spezialisten Receptos, um an das experimentelle MS-Medikament Ozanimod zu gelangen. Von Celgene werden jetzt jährliche Umsätze von 21 Milliarden USD bis 2020 erwartet – eine Wachstumsrate von 21% über die nächsten fünf Jahre.

Ganz ähnlich die Einnahmen und Umsätze bei Gilead Sciences, die vor allem vom Riesenerfolg ihrer Hepatitis-Medikamente Sovaldi und Harvoni zehren. Genauer gesagt: Gileads Gesamtumsätze wuchsen 2014 122% gegenüber dem Vorjahr auf massive 25 Milliarden USD. Dieser riesige Anstieg in verfügbarem Cash hat dem Biotech-Unternehmen erlaubt, sein Rückkaufprogramm zu starten sowie seinen Aktionären eine Dividende zu zahlen. Noch wichtiger: Das Unternehmen sitzt auf einem Berg Cash, mit dem man weiteren Wertzuwachs durch Akquisitionen fördern kann.

Für die Zukunft lässt sich erwarten, dass dieser Trend erst einmal nicht aufhört. Schließlich stehen wir hier erst noch ganz am Anfang dieser mächtigen neuen Medikamente, die das Potenzial haben, die Art und Weise, wie Patienten behandelt werden, zu revolutionieren.

Zurück zu Warren

Warren Buffetts Strategie, Top-Namen in verschiedenen Branchen zu kaufen und lange zu halten, ist bislang wunderbar aufgegangen. Da ist auch kein Ende in Sicht. Und trotzdem wird diese Strategie doch dem Biotech-Sektor bis zum Ende des Jahrzehnts hinterherhinken, vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmen erst jetzt dabei sind, ihre revolutionären Produkte auf den Markt zu bringen. Derzeit ist die Branche randvoll mit Kapital, die Akquisen werden also noch eine ganze Zeit so weiter gehen. Kurz: Als Investor ist man gut beraten, sich einmal einen ETF wie iShares Nasdaq Biotech Index fürs Portfolio zu besorgen, vor allem, weil es so aussieht, als hätte die Branche noch ein paar Jahre mit zweistelligem Wachstum vor sich.

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The Motley Fool empfiehlt Celgene und Gilead Sciences. The Motley Fool besitzt Aktien von Gilead Sciences.

Dieser Artikel von George Budwell erschien am 25.7.2014 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilhaben können.

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