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Die Apple Watch hat 75% Marktanteil – warum ist das wichtig?

Gut, sagen wir es ganz ehrlich: Die Apple (WKN:865985) Watch ist nicht gerade wie eine Bombe eingeschlagen.

Obwohl das Unternehmen bislang noch keine Zahlen vorgelegt hat, ist doch deutlich, dass die Verkäufe bislang nicht so hoch sind, um das Produkt als Erfolg zu betiteln. Das ist aber nicht ein Urteil über die Qualität des Produkts oder mangelndes öffentliches Interesse. Es ist eher ein Zeichen dafür, dass der Smartwatch-Markt noch in den Kinderschuhen steckt.

Vielleicht sind viele Menschen einfach noch nicht bereit für die Apple Watch bzw. irgendeine andere Smartwatch. Wenn sie es aber sind, könnte Apple in der perfekten Position sein, ihnen das richtige Produkt zu liefern.

Verschieden Ausführungen der Apple Watch. Quelle: von The Motley Fool zur Verfügung gestellt.

Der Markt wächst

Noch ist die Nachfragen nach Smartwatches relativ gering, wächst aber beständig. Im Q2 2015 wurden 5 Millionen Geräte weltweit ausgeliefert, wie Strategy Analytics herausgefunden hat, was einen Sprung von 457% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Von diesen 5 Millionen Smartwatches waren 4 Millionen von Apple, was dem Unternehmen einen Marktanteil von 75% gibt.

Das Wachstum zeigt nicht nur, dass jetzt Apple auf dem Markt aktiv ist, sondern auch, dass der Markt insgesamt attraktiver wird. Der Zuwachs an Auslieferungen im Quartal war das schnellste Wachstum das die Branche je erfahren hat; 2014 wurden 4,6 Millionen Geräte an den Mann gebracht.

Apple geht dabei voraus und schlägt auch den Konkurrenten Samsung (WKN:881823), von dem Strategy Analytics annimmt, dass er im letzten Quartal 0,4 Millionen Geräte verkauft hat, obwohl er schon viel länger auf dem Markt aktiv ist.

“Die Apple Watch hat ganz eindeutig in der ganzen Branche die Latte höher gelegt”, sagt Neil Mawston, der Vorstand bei Strategy Analytics. “Jetzt muss die Konkurrenz zeigen, was sie drauf hat.”

Apple hat das Publikum

Diese frühen Zahlen zeigen, dass Apple einen Großteil jener Menschen erreicht hat, die sich für ein solches Produkt interessieren. Sobald der Anteil dieser Menschen wächst, ist nicht mehr anzunehmen, dass man die 75% Marktanteil verteidigen kann, vor allem, wenn man den recht hohen Preis für das Gerät bedenkt. Aber sobald der Markt die erwarteten Zahlen erreicht, wäre schon ein Anteil von 25% enorm.

International Data Corporation, die sich intensiv mit dem Wearables-Markt auseinandersetzt, geht davon aus, dass bis zum Jahr 2019 126,1 Millionen Geräte auf dem Markt sein werden. Nicht alle Geräte werden tatsächlich Uhren sein, sondern eher Geräte, die am Handgelenk getragen werden, was bislang auch den Hauptteil der verkauften Smartwatches ausmachte.

Wenn Apple also auch nur 25% dieses Markts besetzt, wird man bis zum Jahr 2019 jährlich 30 Millionen Geräte verkaufen können. Wenn man sogar 50% des Markts verteidigt, könnte man ähnliche Zahlen wie beim iPad im Jahr 2014 sehen.

Langsames Wachstum für bescheidenen Erfolg

Könnte gut sein, dass die Apple Watch niemals derselbe Erfolg sein wird, der das iPhone geworden ist. Könnte aber genauso gut sein, dass das Unternehmen ohnehin niemals davon ausging. Da das Gerät zum Betrieb ein iPhone benötigt, lag die Decke immer unter jener des iPhones.

Vielleicht ist die Apple Watch nicht das nächste große Ding für Apple, aber es sieht ganz so aus, als würde sie sich langsam aber sicher zu einer erfolgreichen Produktlinie entwickeln können. Natürlich würde sich jedes andere Unternehmen über 30 bis 60 Millionen in nur wenigen Jahren verkaufte Geräte übermäßig freuen.

Aber für Apple gelten nun einmal andere Vorgaben – auch beim Erfolg. Wenn aber diese Zahlen am Ende stimmen, hat das Unternehmen einen netten Erfolg eingefahren. Eine erfolgreiche Apple Watch mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren bedeutet auch wieder Millionen von Kunden, die Apps und Services innerhalb der Apps kaufen.

Die Apple Watch ist noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg, wie die Zahlen zeigen. Man braucht nur noch eine etwas breitere Öffentlichkeit.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple. Dieser Artikel von Daniel Kline erschien am 27.7.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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