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Telekom-Aktien: Was ist da bei Vodafone und British Telecom los?

Foto: The Motley Fool

Nach einigen Gerüchten, Spekulationen und Deals in den ersten Monaten des Jahres lief es in den letzten Wochen verhältnismäßig ruhig bei Vodafone (WKN:A1XA83) und BT (WKN:794796).

Allerdings passiert hinter der Bühne jede Menge bei den beiden, obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht.

Kampf um Marktanteile

BT ist gerade dabei, die notwendigen Instanzen davon zu überzeugen, dass BT grünes Licht dafür bekommt, den Netzwerkbetreiber EE kaufen zu dürfen.

Das, scheint es, ist ein gutes Stück Arbeit.

BTs Mitbewerber, TalkTalk, Vodafone und Sky, haben sich allesamt über den Deal beklagt und verlauten lassen, dass dieser Deal die Konkurrenz schwächen würde und zu höheren Preisen für den Endverbraucher führen würde. Dazu hat bereits die “Competition and Markets Authority” den Deal als “große Schwächung des Wettbewerbs” eingestuft.

BT hat Einspruch dagegen erhoben und argumentiert, dass die Übernahme einen “digitalen Champion” für Großbritannien bedeuten würde.

Und doch sind die Aufsichtsbehörden nicht überzeugt. Und das ist nicht alles. So hat beispielsweise BTs Dominanz im Bereich Breitbandinfrastruktur Sky auf den Plan gerufen, die den Aufsichtsbehörden eine Investigation vorgeschlagen haben.

BT sorgt für etwa 80% der Bevölkerung des Königreichs für schnellen Zugang zum Internet, Sky hat also nicht ganz Unrecht. Darüber hinaus wollen kleinere Player im Breitbandmarkt BT angreifen, und zwar an Orten, an denen BT noch kein Glasfasernetz verlegt hat oder einfach schlechte Verbindung hat. Einige Analysten befürchten, dass dies zu einem vernichtenden Preiskrieg führen könnte.

Alles in allem scheint es so, als wäre BT im Schadensbegrenzungsmodus. Das Unternehmen bekommt keine Erlaubnis für den Deal mit EE, und Aufsichtsbehörden denken darüber nach, ob die Dominanz des Unternehmens in manchen Bereichen nicht zuviel ist. Es könnte bis zu zwei Jahren dauern, bis BT EE übernehmen darf.

Für BT sieht es also nicht allzu rosig aus. Wenn sich die Behörden erst einmal gegen den Telekomriesen stellen, kann man nicht voraussagen, was das für die Einnahmen des Unternehmens bedeuten würde.

Deal im Gespräch

Letzten Monat hat Vodafone verkündet, dass man sich mit Liberty Global aus den USA vielleicht über einen Tausch von Beteiligungen verständigt hat. Da gab es natürlich auch Gerüchte zum Thema Übernahme, und die wenigen Informationen, die die beiden Unternehmen nach außen dringen lassen, haben die Gerüchteküche ordentlich befeuert.

Die einzigen richtigen News, die Vodafone angekündigt hat, bestehen darin, dass das Unternehmen neue Wege darin geht, wie es organisches Wachstum bemisst. Zukünftig soll man bei den Verkaufszahlen den Umsatz anderer Anbieter ausklammern, die internationale Anrufe auf Vodafones Netz anbieten. Leider bedeutet das, dass die Zahlen im wichtigsten Markt des Unternehmens zurückgehen.

Steht ein Deal bevor?

Hat diese Veränderung in der Buchhaltung etwas mit Libertys Interesse an Vodafone zu tun?

Könnte sein. Die beiden Unternehmen sind still gewesen seit die Gespräche öffentlich wurden, was an der Sorgfaltspflicht liegen könnte. Das sind gute Neuigkeiten für Aktionäre. Denn ein robuster Prozess der Sorgfaltspflicht könnte das Risiko von zu hohen Kaufpreisen reduzieren.

Analysten glauben, dass ein Deal zwischen Vodafone und Liberty viele Milliarden Dollar freisetzen könnte. Es wird also ein bisschen dauern, bis eine Einigung erreicht wird.

Und während Investoren auf Informationen und Neuigkeiten von Vodafone und/oder Liberty warten, bekommen sie eine Dividende in Höhe von 4,9% von Vodafone. So eine Zahl findet man sicherlich nicht überall.

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The Motley Fool UK besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Rupert Hargreaves erschien am 14.7.2015 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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