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China belastet, Deutsche Börse profitiert von Marktturbulenzen: Was Du am Mittwoch wissen musst

Foto: Wikimedia Commons, Dontworry

Optimisten, die nach dem vorläufigen Ende des Griechenland-Streits auf eine Entspannung an den Wertpapier-Märkten gehofft hatten, wurden enttäuscht. Kaum war das Hellen-Thema vom Tisch, gab es schlechte Nachrichten aus dem Reich der Mitte.

Am Montag kam es an Chinas Börsen zum größten Tageseinbruch seit acht Jahren. Der Shanghai Composite Index verlor 8,5 %. Das erinnerte die Marktteilnehmer daran, dass sie die Krise am chinesischen Aktienmarkt in den vergangenen Wochen ignoriert hatten. Bereits im Juni waren die Kurse in den Keller gerauscht, hatten sich nach massiven Eingriffen der kommunistischen Regierung jedoch wieder erholt.

Was war an der Börse los?

Der Kurseinbruch in China sorgte zu Wochenbeginn auch an den europäischen Handelsplätzen für miese Stimmung. Der DAX (WKN:846900) fiel am Montag um 2,56 % auf 11.056 Punkte. Alle Standardwerte waren bei Handelsschluss im Minus.

Am schlimmsten erwischte es die Anteilscheine der Deutschen Bank (WKN:514000), die sich um 3,96 % verbilligten. Die Aktionäre des Geldhauses können das verschmerzen: Seit ihrem Monatstief am 08. Juli konnte die Aktie die beste Kursentwicklung im deutschen Leitindex vorweisen.

Die Papiere der Deutschen Börse (WKN:581005) gaben 2,96 % ab. Das Unternehmen hatte zuvor verkündet, dass sie für 725 Millionen Euro die Devisenhandelsplattform 360T kaufen und außerdem den Indexanbieter Stoxx komplett übernehmen werde.

Am Dienstag konnte die Aktie des Börsenbetreibers mit einem Plus von 0,99 % einen Teil der Vortagsverluste wettmachen, da die Börsianer dessen frisch vorgelegtes Zahlenwerk verhalten positiv bewerteten. Im zweiten Quartal profitierte das Unternehmen davon, dass die Marktteilnehmer wegen der Unruhe an den Finanzmärkten ihre Portfolios häufiger umschichteten: Der Umsatz der Deutschen Börse stieg auf 583 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 491 Millionen) und der Überschuss verbesserte sich um 9 % auf 175 Millionen Euro.

Der DAX legte am zweiten Handelstag 1,06 % auf 11.174 Punkte zu. An die Spitze des Leitindex setzte sich die Vorzugsaktie von Volkswagen (WKN:766403), die um 2,47 % stieg. Am unteren Ende der DAX-Tabelle landete K+S (WKN:KSAG88) mit einem Minus von 0,99 %.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstagmorgen legen zahlreiche deutsche Konzerne Quartalszahlen vor. Dazu gehören FreseniusFresenius Medical CareSiemens, die Deutsche Bank, die Lufthansa und Infineon. Später berichten in den USA u. a. der Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble, der Reinigungsmittel-Spezialist Colgate-Palmolive, das Biotechnologie-Unternehmen Amgen und das soziale Netzwerk LinkedIn.

Interessante volkswirtschaftliche Infos gibt’s ebenfalls: In Deutschland werden die Arbeitslosenzahlen für Juli und die Statistik zum Verbrauchervertrauen im siebten Monat bekannt gegeben. Jenseits des großen Teichs interessieren sich die Markteilnehmer für Angaben zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal und für die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Am Freitag versorgen uns die Statistiker mit Zahlen zum deutschen Einzelhandelsumsatz im Juni und zu den EU-Verbraucherpreisen im Juli. Aus den Vereinigten Staaten erreichen uns Daten zu den Arbeitskosten im zweiten Quartal und zum Verbrauchervertrauen im Juli.

Die US-Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron geben Auskunft über die Geschäftsentwicklung. Und Warren Buffetts Fan-Gemeinde wartet gespannt auf die Quartalszahlen von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2)…

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Berkshire Hathaway, Chevron, LinkedIn und Procter & Gamble. The Motley Fool besitzt Aktien von Berkshire Hathaway und LinkedIn.

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