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Amazon macht einen Riesen Sprung in Richtung 100 % erneuerbarer Energien

Foto: Pixabay

Einer der weltweit größten Tech-Giganten Amazon.com (NASDAQ:AMZN) (FRA:AMZ) benötigt für seinen Geschäftsbetrieb ganz offensichtlich ein massives Elektrizitätsvolumen. Doch dabei beabsichtigt der gewaltige Online-Händler, seine CO2-Bilanz so niedrig wie möglich zu halten. In der Tat hat Amazon letztes Jahr das Langzeitziel ausgegeben, in Zukunft die gesamte Infrastruktur seiner Webdienste mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Im April dieses Jahres waren es bereits 25 %.

Anfang dieser Woche hat Amazon den größten Schritt in Richtung des 100 %-Zieles getätigt, als das Unternehmen verkündete, dass es einen Vertrag mit Iberdrola Renewables zum Bau und Betrieb eines 208 Megawatt (MW) Windparks in den Bezirken von Perquimans und Pasquotank in North Carolina in den USA abgeschlossen hat. Die Anlage, die treffend „Amazon Wind Farm US East“ genannt wird, wird die erste Großwindparkanlage in North Carolina und generiert ab Dezember 2016 ungefähr 670.000 Megawattstunden (MWh) Windenergie pro Jahr. Mit dieser Kapazität könnte man mehr als 61.000 Haushalte versorgen. Der Strom wird direkt dem Netz, das bestehende und zukünftige Cloud-Rechenzentren von Amazon versorgt, zugeführt.

Business as usual?

Das heißt nicht, dass Amazon bisher bei der Frage nach erneuerbaren Energien nicht genug ausgelastet war. Das neuste Projekt folgt auf eine weitere entscheidende Ankündigung: Amazon enthüllte letzten Monat, dass es eine Zusammenarbeit mit Community Energy eingeht, um den Bau und den Betrieb einer 80 MW Anlage in Accomack County in Virgina zu unterstützen, die dort „Amazon Solar Farm US East“ genannt wird. Dieser Solarpark soll schon im Oktober 2016 in Betrieb gehen und pro Jahr ungefähr 170.000 MWh Solarstrom produzieren.

Als wäre das nicht schon genug, hat Amazon außerdem gleich zu Beginn des Jahres verkündet, dass es mit der Patton Energy Group zusammenarbeiten will, um einen separaten 150 MW Windpark in Benton County in Indiana zu errichten und zu betreiben. Dieser wird den Namen „Amazon Web Services Wind Farm (Fowler Ridge)“ tragen und soll bereits ab Januar 2016 jährlich eine halbe Million Megawattstunden Windenergie generieren.

Erneuerbare Energien sind nicht die einzige Methode, mit der Amazon versucht, nachhaltiger zu werden. Amazon vermeldete auch, dass es „beständig an Wegen zur Verbesserung der Energieeffizienz seiner Einrichtungen und Anlagen arbeite.“ Und im April 2015 kündigte Amazon einen Pilotversuch zur Erprobung von Teslas neuen Energiespeicherbatterien an, die entwickelt wurden, um die diskontinuierliche Produktion der Wind- und Solarparks in Anbetracht des ununterbrochen Energiebedarfs von Amazons Rechenzentren zu ergänzen. Ebenfalls im April ist Amazon dem „American Council on Renewable Energy“ und der „U.S. Partnership for Renewable Energy Finance“ beigetreten, um mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten. Dadurch will Amazon sowohl für sich selbst als auch für andere Anbieter von Cloud-Diensten Möglichkeiten zur Nutzung von erneuerbaren Energien schaffen.

So ambitioniert jedes Amazon-Projekt zu erneuerbaren Energien zum heutigen Zeitpunkt auch sein mag, so kommen sie in keinster Weise an die Dimensionen des neuen Windparks „Amazon Wind Farm US East“ heran. Dank seines massiven Engagements befindet sich Amazon nun auf gutem Wege, bis Ende 2016 mindestens 40 % seines Strombedarfs mit erneuerbaren Energiequellen zu decken.

Volldampf voraus

Amazon beabsichtigt nicht, auf die Bremse zu treten. „Wir sind noch lange nicht am Ziel“, gab Jerry Hunter, der Amazon-Vizepräsident im Bereich Infrastruktur, zu. „Wir werden weiterhin Projekte ins Auge fassen, die unsere Energienetze zum Betrieb unserer Rechenzentren mit sauberer Energie versorgen. Wir werden weiterhin mit unseren Stromversorgern zusammenarbeiten, um ihren Anteil der erneuerbaren Energien anzuheben und wir werden weiterhin unsere Partner in der Regierung dazu anregen, Steuerbegünstigungen, die Projekte zu erneuerbaren Energiequellen rentabler und barrierefreier machen, voranzutreiben.“

Dies bedeutet auch, dass Amazon Web Services nicht nur versucht, die finanziellen Aufwendungen, die nötig sind, damit diese Projekte aus den Startlöchern kommen, zu minimieren, sondern dass Amazon auf lange Sicht gesehen von den niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten seiner auf ewig wachsenden Rechenzentren profitieren wird. Dass Amazon auch konkurrierende Cloud-Dienst-Anbieter dazu anspornt, seinem Beispiel zu folgen, schafft Sympathien, die das Unternehmen in der Vergangenheit bei sozial verantwortungsbewussten Investoren verspielt hat.

Ich glaube , dass für Investoren, die bereit sind, die baldigen erforderlichen Ausgaben zur Verwirklichung von Amazons Langzeitzielen bezüglich erneuerbarer Energien hinzunehmen, Amazons nachhaltige Bemühungen um erneuerbare Energiequellen gute Nachrichten sind.

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The Motley Fool empfiehlt Amazon.com und Tesla Motors. The Motley Fool hält Aktien von Amazon.com und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und am 20.7.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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