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Tesla, Google und sogar Apple wollen selbstfahrende Autos. Hier ist die beste Geschäftsmodell dafür

Foto: The Motley Fool

Scheint ganz so, als wollten alle ins Geschäft mit autonom gesteuerten Autos einsteigen. Tesla Motors (NASDAQ:TSLA) (FRA:TL0) (ETR:TL0) nimmt von sich selber an, dass man die Zukunft des Fahrens ist. Google (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ1) (FRA:GGQ7) hat bereits 2,5 Millionen Testkilometer geschrubbt, Uber testet autonome Autos, die einmal Taxis werden sollen, und sogar Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) soll sich auch mit der Technologie auseinandersetzen.

Die große Frage: Welches Geschäftsmodell ist wohl das beste für die Technologie? Die Antwort liegt wohl darin, wo sie den meisten Mehrwert für die Gesellschaft bringt.

Ist Uber ohne Fahrer denkbar? Quelle: Uber.

Mitfahrgelegenheit benötigt?

Für gewöhnlich ist das normale Auto 95% seines Daseins im geparkten Zustand, wo es nichts macht und nichts leistet. Für eine solch teure Anschaffung ist das eine sehr kleine Nutzrate, ganz egal, von welcher Seite aus man es betrachtet. Selbstfahrende Autos könnten es einfacher und günstiger machen, sich Fahrzeuge zu teilen – Kunden würden Geld sparen, und Flottenbesitzer würden dabei reich.

Das erste Unternehmen, auf das Investoren kommen, ist Uber, die die Technologie und selbstfahrende Autos nutzen könnten, um nicht nur Taxis, sondern auch gleich Taxifahrer, ersetzen könnten – und das weltweit.

Außerdem hat Google sich wohl schon einen Plan überlegt, wie man den eigenen Service für geteilte Autos aufziehen könnte – noch logischer allerdings erscheint eine Partnerschaft zwischen den beiden. Google hält viele Anteile an Uber, und die Maps-App ist in die Plattform von Uber integriert. Mit einer Zusammenarbeit könnte man die benötigte Technologie schaffen und bereits ein Geschäftsmodell haben, das von Anfang an Milliardenumsätze garantiert.

Was autonomes Fahren alles einsparen würde

Einer der größten Kostenfaktoren beim Taxifahren ist der Taxifahrer selber. Sieh dir mal die Zahlen an: man hat errechnet, dass es im Jahr 2015 0,575 USD pro Meile kostet, ein Auto zu bewegen – Steuern, Benzin, etc. Und ja, das rechnet schon die geringe Nutzung des Fahrzeugs mit ein, die wir oben beschrieben haben.

UberX in Minneapolis kostet 1,30 USD pro Meile, dazu 0,17 USD pro Minute, zusätzlich eine Basisgebühr von 0,60 USD. In San Francisco sind die Gebühren noch höher: 1,30 USD pro Meile, 0,26 USD pro Minute, 2,20 USD für die Anfahrt. Bemerkenswert ist, dass von dem Unterschied zwischen der anfangs berechneten Kosten und dem, was UberX berechnet, der Fahrer bezahlt wird, die Technologie und Ubers Profit enthalten sind.

Wenn also der Fahrer nicht mehr in der Rechnung wäre, könnte man Kosten sparen und die Profitmargen vergrößern. Der wahre Wert von selbstfahrenden Autos besteht darin, dass man den teuren Fahrer aus der Rechnung streicht, der dann nicht mehr nötig wäre, um den Wagen von A nach B zu bewegen.

Theoretisch könnte ein solches Modell von Apple oder Google oder einem direkten Konkurrenten von Uber angeboten werden. Selbstfahrende Autos wären für die Zukunft also eine sehr lohnende Option. Aber die Einsparungen beliefen sich darauf, dass man Kosten einspart, die mit der Haltung eines Fahrzeugs verbunden sind.

Das beste Geschäftsmodell für die Technologie

Wenn sich also selbstfahrende Autos in den USA durchsetzen, werden vorrangig nicht die Autohersteller davon profitieren. Im Gegenteil, die könnten sogar mit geringerer Nachfrage zu kämpfen haben, weil die Sharing-Gesellschaft selbstfahrende Autos als selbstverständlich erachtet und über Dienstleister wie Uber bezieht.

Der wahre Wert aus der Geschäftsmodell-Perspektive wird darin bestehen, dass diese Autos die Kosten für alle senken können. Uber ist am besten aufgestellt, weil man das Angebot für weniger Geld anbieten könnte, wenn die Kosten für die Fahrer wegfallen. Vielleicht wird man den Service sogar so günstig anbieten, dass viele Menschen erst gar kein eigenes Auto mehr kaufen.

Diese Art Geschäftsmodell kann gut mit selbstfahrenden Autos funktionieren, und darum treiben Uber, Google, Apple und andere Tech-Unternehmen die Entwicklung voran. Jetzt ist es an der Zeit zu sehen, ob man die Technik sicher genug machen kann, um flächendeckend positiv wahrgenommen zu werden.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Google und Tesla Motors. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Google und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und erschien am 15.7.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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