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Kann die Aktie von Amazon.com nach den Quartalsergebnissen weiter steigen?

Foto: The Motley Fool

Die Amazon.com (NASDAQ:AMZN) (FRA:AMZ) Aktie feuert aus allen Zylindern. Seit Anfang des Jahres ist sie um über 50 % gestiegen und wird in der Näher ihres Allzeithochs von 475 USD gehandelt. Diesen Donnerstag plant das Unternehmen seine Quartalszahlen zu veröffentlichen — und das könnte ein alles oder nichts Moment für das Unternehmen werden. Werden die Ergebnisse Gründe für weiteres Wachstum liefern oder Gründe zum Verkaufen?

Es geht ums Umsatzwachstum

Amazon ist ein Wachstumsunternehmen. Nicht nur weil das Unternehmen schnell expandiert, sondern auch aufgrund seiner Strategie und Investitionspolitik. Es investiert aggressiv in Bereiche wie Logistik und Distributionsnetzwerke, digitale Inhalte, Cloud Computing und einige weitere. Diese Investitionen wirken sich negativ auf die Gewinnmarge aus und es ist wichtig für Amazon weiterhin starke Wachstumszahlen vorzulegen, um die rasiermesserdünnen Gewinnmargen zur rechtfertigen.

Einer der Hauptgründe für das gute Abschneiden der Amazon Aktie in letzter Zeit ist das ermutigende Umsatzwachstum. Der Nettoumsatz betrug im ersten Quartal 22,72 Mrd. USD, 15 % mehr als noch im Vorjahresquartal. Rechnet man die Währungseffekte heraus, stiegen die Nettoumsätze sogar um kräftige 22 %.

Wall Street Analysten erwarten im Durchschnitt einen Umsatz von 22,37 Mrd. USD für das zweite Quartal 2015, was ein Wachstum von 15,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeuten würde. Das Unternehmen selbst erwartet Umsätze zwischen 20,6 Mrd. USD und 22,8 Mrd. USD, beziehungsweise ein Wachstum von zwischen 7 % und 18 %. Analysten erwarten also, dass das Unternehmen das obere Ende seiner eigenen Erwartungen erreicht.

Warum Amazon Prime wichtig ist

Amazon Prime ist ein kritischer Wachstumstreiber für Amazon, da Prime Mitglieder loyaler sind und mehr Geld bei ihren Einkäufen auf Amazon ausgeben. Amazon legt keine genauen Zahlen offen, gibt aber zu, dass es mehrere 10 Millionen Prime Mitglieder hat.

Laut eines vor kurzem erschienenen Berichts von Consumer Intelligence Research Partners könnte Amazon bis zu 44 Millionen Prime Mitglieder in den USA alleine haben, 3 Millionen mehr als noch nach dem ersten Quartal. Das Forschungsunternehmen schätzt, dass Prime Mitglieder bis zu 47 % aller Amazon Kunden stellen und dass sie durchschnittlich 1.200 USD jedes Jahr auf Amazon ausgeben, 500 USD mehr als nicht-Mitglieder.

Am 15. Juli hatte Amazon seinen ersten “Prime Day”, mit speziellen Jubiläumsangeboten exklusiv für Prime Mitglieder. Das Unternehmen berichtete, dass diese Aktion aus kommerzieller Sicht ein voller Erfolg war. Weltweit bestellten Kunden 34,4 Millionen Artikel und brachen mit 398 Bestellungen in der Sekunde alle Black Friday Rekorde. Laut Amazon testeten an diesem Tag mehr Mitglieder die Prime Mitgliedschaft als an jedem anderen Tag der Unternehmensgeschichte bisher.

Prime Day Zahlen werden nicht in den Zahlen für das am 9. Juni endende Quartal enthalten sein und das Unternehmen hüllt sich in Schweigen bezüglich dieses Schlüsselprogramms. Aber Analysten und Investoren werden wahrscheinlich sehr genau hinhören, wenn es um Informationen bezüglich Amazon Prime geht und deren Auswirkungen auf das Geschäft insgesamt.

Cashflow und Gewinne

Da sich Amazon weiterhin im starken Reinvestitionsmodus befindet, sind die Gewinne von Quartal zu Quartal sehr volatil und sehr schwer vorherzusagen. Als Referenz erwartet das Management ein operatives Ergebnis zwischen einem Verlust von 500 Mio. USD und einem Gewinn von 50 Mio. USD.

Wall Street Analysten erwarten, dass Amazon einen Nettoverlust von 0,14 USD je Aktie eingefahren hat, aber die Schätzungen variieren sehr stark. Die pessimistischste Schätzung ist ein Nettoverlust von 0,61 USD je Aktie und die am meisten bullishe Schätzung ein Nettogewinn von 0,38 USD je Aktie.

Der operative Cashflow ist wahrscheinlich eine wichtigere Zahl, auf die es eher zu achten gilt als auf den Gewinn. Und Amazon macht in diesem Bereich bisher ziemlich viel richtig. Der operative Cashflow wuchs in den 12 Monaten bis März 2015 um 47 % im Vergleich zum Vorjahr auf 7,84 Mrd. USD.

Im ersten Quartal 2015 veröffentlichte das Unternehmen auch zum allerersten Mal Finanzinformationen für seinen Cloud Computing Geschäftsbereich Amazon Web Services. Und dieses Geschäft steht bemerkenswert gesund da. Der Quartalsumsatz betrug 1,57 Mrd. USD, 49 % mehr als noch im Vorjahresquartal, und führte zu einem operativen Gewinn von 265 Mio. USD im selben Zeitraum. Auf dieses Cloud Computing Geschäft werden Investoren am Donnerstag wohl ein besonderes Auge werfen.

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Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und wurde am 19.07.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com.

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