MENU

Apple Aktie: Ist Apple Music kartellrechtlich bedenklich?

Foto: Pixabay, succo

Wenn man eine Plattform und Dienste zur Verfügung stellt, stellen sich einem oft eigenartige Herausforderungen. Das dürfte mittlerweile auch Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) und seinem gerade erst online gegangenen Streamingdienst Apple Music bewusst geworden sein. Denn in vielerlei Hinsicht jagt Apple damit noch immer der Konkurrenz hinterher, die es schon seit langer Zeit auf iOs gibt. Nun, da Apple selber mit ins Geschäft eingestiegen ist, macht es die Rolle als Plattformbetreiber noch einmal schwieriger – so sehr, dass die Monopolwächter bei der Federal Trade Commission ein wachsames Auge auf Apple geworfen haben, wie Reuters in Erfahrung gebracht hat.

Sind 30% zu viel?

Die Aufsichtsbehörden sehen sich zur Zeit Apple Music intensiv an, obwohl noch keine offizielle Ermittlung gestartet wurde. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Wettbewerber auf faire Art und Weise miteinander konkurrieren können, da Apple 30% aller Beträge (darunter auch Abonnements innerhalb einer App) einstreicht.

Früher einmal erschienen 30% eine vertretbare Zahl für all die Dinge, die Apple Entwicklern zur Verfügung stellte. Das Unternehmen stellt eine ganze Reihe an Entwicklerkits zur Verfügung, darüber Zugang zu einer Plattform mit Hunderten von Millionen Nutzern. Als sich diese Plattform aber weiterentwickelte und die Konkurrenz zunahm – von innen wie auch von außen – wirkten 30% plötzlich ein bisschen viel. Vor allem, weil es genügend Wege gab, um Apples Anteil zu umgehen, obwohl Apple eigentlich genügend Regularien hat, seine Anteile doch noch zu bekommen.

Es ist Unternehmen untersagt, die Kunden darauf aufmerksam zu machen, dass es die Produkte und Dienst auch außerhalb von iTunes oder dem AppStore zu erwerben gibt. Das finden die einen oder anderen Nutzer natürlich irgendwann einmal selber heraus, aber die Unternehmen dürfen nicht darauf hinweisen. Weder in der App selber noch per Link im iTunes Store. Der AppStore hat diese Regeln schon lange, und zwar für alle Apps und In-App-Käufe. Allerdings hält nichts die Unternehmen davon ab, seine Kunden direkt per Mail anzuschreiben und aufmerksam zu machen – dort nämlich befindet man sich außerhalb der App.

Und das war Spotifys Strategie

Die herrschende Spannung konnte man letzte Woche sehr gut beobachten, als Spotify sich direkt an seine Abonnenten gewandt hatte, die iOs nutzen. Spotify bietet seinen Premium-Service ohne Werbung und Anzeigen für 9,99 USD im Monat an, wenn man ihn direkt über die Website erwirbt. Allerdings kostet er im iTunes-Store 12,99 USD im Monat. Die Differenz von 3 USD wandert natürlich direkt in die Tasche von Apple, um die Kosten für die Plattform zu decken. Ergebnis: Spotify Premium ist weniger wettbewerbsfähig, da der Preis nicht mit den 9,99 USD pro Monat von Apple Music mithalten kann.

Abo für Spotify. Links über Spotify direkt, rechts über den Apple App-Store. Quellen: Spotify und Apple.

Deswegen hat Spotify letzte Woche eine Email an alle seine Abonnenten auf iOs geschickt, wo man darauf hinwies, dass man 3 USD im Monat sparen könne. Als Kunde müsse man lediglich das Abonnement in iTunes kündigen und dann auf der Spotify-Website erneut sich anmelden.

Was soll ein Rivale schon tun?

Es gibt für dieses Verhältnis keine leichte Lösung. Man könnte die Kosten senken, um mit Apple mithalten zu können, müsste dann aber 30% weniger Einnahmen erleiden. Man könnte über iOs den Preis anheben, um mit Apples Einnahmen gleichzuziehen, was sie aber Kunden kosten würde. Oder man könnte darauf verzichten, In-App-Abos anzubieten, was aber einen wichtigen Kanal für Nutzergewinnung austrocknen lassen würde.

Es gibt Gerüchte darüber, dass Apple von der uralten 70/30-Formel abweicht. 30% scheinen in der heutigen Zeit einfach nicht mehr lohnenswert für die Partner. Wenn Apple also weiterhin Content-Partner und Entwickler glücklich machen will, um eine relevante Plattform bieten zu können, wird man sich ein paar Veränderungen überlegen müssen, selbst wenn man dadurch die Konkurrenz stärkt. Es könnte auch nicht schaden, wenn das Kartellamt mal vorbeischaut.

Buffett verkündete, den "Code geknackt zu haben"

Der weltbeste Investor Warren Buffett glaubt, dass deutsche Unternehmen heute außergewöhnliche Möglichkeiten für Investoren bieten, reich zu werden. Zumindest sagte er das, nachdem er ein kleines deutsches Unternehmen gekauft hat. Er verkündete, den "Code geknackt zu haben", hochwertige deutsche Aktien zu identifizieren. Möchtest du in die Fußstapfen des 84-jährigen Milliardärs treten? Falls ja, klick einfach hier, um unseren kostenlosen Sonderbericht herunterzuladen, der die vier effektivsten Wege aufzeigt, um von Buffetts Vorstoß nach Deutschland zu profitieren.

The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und erschien am 14.7.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool

Ich würde gerne E-Mails von euch zu Produktinformationen und –angeboten von The Fool und seinen Geschäftspartnern erhalten. Jede dieser E-Mail wird einen Link zum Abbestellen zukünftiger E-Mails beinhalten. Mehr Informationen dazu, wie The Fool persönliche Daten sammelt, speichert und handhabt finden sich in den Datenschutzhinweisen von The Fool.