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Barrick Gold Aktien: Fängt der Turnaround etwa schon heute an?

Foto: Pixabay, dry2

Barrick Gold Corp. (TSX:ABX) (ETR:ABR) (FRA:ABR) hat satte 13 Milliarden USD Schulden, und der Vorsitzende Chairman John Thornton will diese Zahl in diesem Jahr um 3 Milliarden USD verringern. Dazu bietet das Unternehmen einige Goldminen zum Verkauf an, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Allerdings ist es nicht einfach, einen fairen Preis auszuhandeln, da die Unze Gold bei derzeit unter 1.200 USD gehandelt wird. Auf den ersten Blick erscheint es so, als wäre Barrick Gold in der Sackgasse.

Es gibt jedoch noch eine andere Möglichkeit, auf die wir bereits einmal hingewiesen haben: Barrick könnte eine Lizenz an Unternehmen wie Franco-Nevada Corporation oder Silver Wheaton Corporation zahlen.

Das muss John Thornton auch in den Sinn gekommen sein. Der Globe and Mail zufolge denkt Thornton darüber nach, eine Lizenz für die Pueblo Viejo Mine in der Dominikanischen Republik zu erheben.

Pueblo Viejo

Die Mine Pueblo Viejo gilt als eine der wichtigsten Minen von Barrick. Und dafür gibt es gute Gründe. Es ist die Mine in Barricks Portfolio mit den geringsten Kosten, mit nachhaltigen Produktionskosten (AISC) von unter 600 USD pro Unze. Außerdem erwartet man, dass sie ungefähr 10% von Barricks Gesamtproduktion in diesem Jahr ausmacht.

Sollte Barrick diese Mine tatsächlich verkaufen, würde es sicherlich genügend Bieter geben. Aber es gibt keinen Grund zur Annahme, dass man einen Teil des Kerngeschäfts abstoßen würde.

Eine weitaus bessere Alternative

Lizenzen und ähnliche Einkommensquellen sind ein fantastisches Geschäftsmodell. Wenn du also ein Recht auf eine Lizenz hast, musst du erst gar keine Mine bauen. Dir können steigende Kosten ganz egal sein. Du musst nicht mit Arbeitern verhandeln. Du musst einfach nur auf dein Geld warten. Um das mal in Kontext zu setzen: Franco-Nevada hat lediglich 20 Angestellte.

Kein Zweifel also, dass Investoren Lizenz-Unternehmen richtig lieb haben und dafür willens sind, geringere Erträge zu akzeptieren. Das könnte die Kosten für Kapital für Unternehmen wie Franco verringern. Das Resultat: Diese Unternehmen nehmen geringere Einnahmen in Kauf, wenn sie die Lizenzen unterschreiben.

Sollte also ein Unternehmen wie Franco-Nevada eine Lizenz an Barrick verkaufen, könnte das ganz einfach ein Win-Win sein. Barrick würde gleich zu Anfang jede Menge Cash bekommen, das man zum Abtragen der Schulden nutzen würde. Und Franco würde einen Deal verkünden können, der seine Aktionäre besänftigt.

Der einzige Nachteil für Barrick besteht darin, dass Pueblo Viajes AISC steigen würde. Das sähe natürlich bei den Präsentationen nicht besonders gut aus. Aber das wäre ein kleiner Schaden, einer, der John Thornton nicht sonderlich bekümmern sollte.

Eine weitere Alternative

Neulich sagte der Vorsitzende von Franco-Nevada Pierre Lassonde in einem Interview, dass das Unternehmen nicht unbedingt teuer für seine Deals bieten müsse. Könnte also sein, dass Barrick Schwierigkeiten bekommen könnte, einen guten Preis zu bekommen, da es nicht genügend Bieter gibt.

Wenn es für die Lizenz für Pueblo Viejo nicht genügend Bieter gibt, dann könnte Barrick eine neue Tochtergesellschaft gründen, die Lizenz an diese Tochtergesellschaft verkaufen, und diese dann per IPO öffentlich machen. Das wäre natürlich ein komplizierterer Vorgang, würde aber dafür sorgen, dass Barrick seine Schulden verringern würde. Wie auch immer – schön, dass Mr. Thornton den ersten Schritt unternimmt.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Silver Wheaton. (USA).

Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und erschien am 14.7.2015 auf Fool.ca. Er wurde übersetzt, damit unsere Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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