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10 Alarmzeichen, dass du spekulierst statt investierst

Foto: The Motley Fool

Spekulanten träumen davon, über Nacht reich zu werden und spekulieren auf kurzfristige Kursbewegungen, egal in welche Richtung. Investoren haben langfristige Ziele und investieren in starke und erfolgreiche Unternehmen, um vom wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen zu profitieren. Wir Fools sind davon überzeugt, dass das Investieren langfristig deinem Bankkonto und auch deiner Gesundheit gut tut. Das Motto der Fool-Community lautet daher nicht ohne Grund „Investiere…besser“ und nicht etwa „spekuliere … besser“.

Daher haben wir hier eine Checkliste für dich: Wenn du mehr als die Hälfte der nun folgenden Alarmzeichen an dir beobachtest, dann solltest du dir ernsthafte Gedanken machen und dein Verhalten überdenken.

1. Deine monatlichen Ordergebühren sind höher als deine monatliche Stromrechnung

Du realisierst kleine Gewinne und Verluste sehr schnell, da du dir vor jeder Transaktion bereits feste Marken setzt, bei denen du wieder aussteigst. Dieses rein und raus treibt die Ordergebühren in astronomische Höhen.

2. Geschäftsberichte hältst du für inhaltsloses Gebrabbel

Du hast noch nie einen Geschäftsbericht eines Unternehmens angeschaut, da du sie langweilig findest. Wie das Unternehmen das letzte Geschäftsjahr gemeistert hat, spielt für deine Kauf- oder Verkaufsentscheidungen keinerlei Rolle.

3. Für eine Kaufentscheidung reicht eine Schlagzeile in den Nachrichten aus

Die meisten Kauf- oder Verkaufsentscheidungen dauern bei dir nicht viel länger als fünf Minuten. Oft reicht bereits eine Meldung in der Tagesschau aus, um eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung zu treffen.

4. Die nächste Zinsentscheidung der Notenbank bereitet dir schlaflose Nächte

Die Frage, ob die Zinsen nun rauf oder runter gehen, beschäftigt dich zwei Wochen vor der endgültigen Bekanntgabe. In der Nacht vor dem Zinsentscheid ist es besonders schlimm. Du stehst nachts mehrmals auf und änderst deine Orderaufträge, da du dich nicht entscheiden kannst, auf welche Seite du dich stellst.

5. Du träumst nachts von Trends, Chartverläufen und Kursformationen

Trends und Kursformationen sind deine Welt und wichtige Hilfsmittel für deine Kauf- oder Verkaufsentscheidungen. Nachts träumst du davon, dass du in historischen Chartverläufen eine für alle Zeiten gültige Regel entdeckst. Sozusagen den Heiligen Gral der Börse, der dir zu unermesslichem Reichtum verhilft.

6. Eigenkapitalrenditen, Umsatzzahlen und Dividendenrenditen findest du langweilig

Für dich ist die Aktie die du besitzt nur ein Stück Papier, das exakt so viel wert ist, wie die Kurstafel derzeit anzeigt. Das Unternehmen an dem du beteiligt bist interessiert dich genau so wenig wie Dividendenrenditen, die in deinen Augen eh viel zu mickrig sind.

7. Du hast mindestens einmal dein komplettes Depot an die Wand gefahren

Rein und raus immer wieder. Die kleinen Verluste, die du zwar gewissenhaft begrenzt, nagen an deinem Depotstand, die Ordergebühren wachsen dir über den Kopf und irgendwann ist es soweit: Du setzt dein letztes Geld bei einer riskanten Transaktion ein und verlierst alles.

8. Selbst im Urlaub checkst du deinen Depotstand täglich

Urlaub ohne Internetverbindung ist für dich der absolute Horror. Wenn du mal eine Stunde am Stück nicht auf deinen Depotstand geschaut hast, kreisen deine Gedanken nur noch um die noch offenen Positionen und die möglichen Verluste oder Gewinne, die aufgelaufen sein könnten.

9. Auf deinem Schreibtisch steht mehr als ein Bildschirm

Sitzt du an deinem Schreibtisch, dann beobachtest du alle wichtigen Charts – Devisenkurse, Aktienkurse und der Chart mit dem derzeitigen Kaffeepreis muss auch noch einen Platz finden. Ein Bildschirm reicht dir dafür schon lange nicht mehr.

10. Deine Stimmung fällt und steigt mit dem aktuellen DAX-Stand

Schaust du bei Börsenöffnung auf die aktuellen Kurse, dann ändert sich deine Laune schlagartig. Geht es in die von dir gewünschte Richtung, lächelst du selig wie der Dalai Lama. Läuft es aber in die andere Richtung, dann kochst du vor Wut und du könntest die ganze Welt verfluchen.

Eigentlich ziemlich eindeutige Anzeichen

Ok, vielleicht war ich in meiner Einleitung etwas zu nachsichtig. Die oben genannten Punkte sind wirklich eindeutige Anzeichen für jemanden, der eher spekuliert statt investiert. Daher solltest du meiner Meinung nach schon nachdenklich werden, wenn du mehr als ein Anzeichen bei dir persönlich beobachtest.

Natürlich will ich nicht verheimlichen, dass es auch erfolgreiche Spekulanten gibt, die ein Vermögen verdient haben. Und für mich kann man das langfristige Investieren in Unternehmen auch als eine Art Spekulation bezeichnen. Aber beim Investieren geht es nicht darum, auf künftige Kursentwicklungen zu spekulieren, sondern auf die künftige Entwicklung von Unternehmen.

Welche Art der Spekulation nun leichter vorherzusehen ist, hat der „Altmeister der Börse“, André Kostolany, mit seiner Geschichte von einem Spaziergänger und seinem Hund auf den Punkt gebracht:

Der Spaziergänger steht für die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens, der Hund hingegen steht für die Entwicklung der Börsenkurse. Während der Spaziergänger langsam und gemächlich in eine relativ einfach vorherzusehende Richtung spaziert, rennt der Hund völlig unvorhersehbar hin und her. Mal ist er dem Spaziergänger weit voraus, mal hinkt er dem Spaziergänger weit hinterher. Aber er kehrt in regelmäßigen Abständen wieder zu seinem Herrchen zurück.

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