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Wird Samsung dabei helfen, die nächste Apple Watch zu bauen?

Foto: The Motley Fool

Samsung (NASDAQOTC:SSNLF) (ETR:SSU) (FRA:SSU) könnte laut dem Südkoreanischen Nachrichtenmagazin Digital Daily den OLED Bildschirm für die nächste Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) Watch herstellen. Die neuen Displays sollen Berichten zufolge dünner sein. Das würde den Einsatz einer größeren Batterie erlauben. Samsung wird wahrscheinlich nicht der einzige Lieferant sein — LG Display (NYSE:LPL) (FRA:LGA), der bisherige Zulieferer aller OLED Displays für die erste Apple Watch, soll ebenfalls wieder einen Teil der Displays liefern — wie viel ist unbekannt.

Was sind OLED Displays?

OLED Pixel emittieren ihr eigenes Licht; traditionelle LCD Pixel müssen von einem Hintergrundlicht beleuchtet werden. Das Ergebnis sind ein breiteres Helligkeits-Spektrum und ein stärkerer Kontrast bei OLED Bildschirmen. Einige Smartphone-Hersteller, inklusive Samsung und LG, verwenden jetzt OLED Bildschirme für ihre besten Smartphones.

OLED Bildschirme kosten mehr und bringen höhere Margen als ihre LCD Gegenstücke. Aber es ist günstiger für Samsung und LG — die ihre OLED Bildschirme selbst produzieren — diese Bildschirme in ihren eigenen Telefonen zu installieren. Unternehmen wie Apple hingegen müssen sie von Third-Party Herstellern einkaufen. Aus diesem Grund war die Entscheidung, das LG OLED Display in der Apple Watch zu verwenden, so wichtig: Wenn die Apple Watch ein Hit wird, könnte sie OLED Displays zum Industriestandard für high-end Smartwatches machen.

Wenn die Dinge gut laufen, könnte Apple OLED Bildschirme sogar in seinen iPhones und iPads verwenden. Dieser Schritt würde nicht nur die Umsätze von Samsung und LG nach oben treiben, er würde auch Universal Display (NASDAQ:OLED) (FRA:UVD) helfen — dem Unternehmen, das die Patente für die OLED Technologie lizensiert und die Materialien für die Bildschirme verkauft.

Eine engere Beziehung

Apples Entscheidung pro Samsung für die OLED Produktion komplementiert einige andere in jüngster Zeit abgeschlossenen Deals zwischen den beiden Rivalen. Im April wurde berichtet, dass Samsung die Großzahl der A9 Prozessoren für die nächste Generation des iPhones liefern wird. Im selben Monat erstellte Samsung ein Team von rund 200 Mitarbeitern, das neue Bildschirme für Apples iPads und MacBooks entwickeln soll. Im letzten Monat lieferten einige Berichte Indizien dafür, dass Apple den Flash Speicher von Samsung in seinen kommenden iPhones installieren würde, genau wie bei seinen Macs seit zwei Jahren.

All diese Entwicklungen lassen darauf schließen, dass die Beziehung zwischen Samsung und Apple — die einst sehr eingefroren war — ziemlich aufgetaut ist nachdem die beiden all ihre Gerichtsverfahren außerhalb der USA im letzten August fallen ließen. Trotzdem wird jeder dieser Deals wahrscheinlich dazu führen, dass Bestellungen von anderen Zulieferern abnehmen werden. Der A9 Deal wird wahrscheinlich TSMC schmerzen. Der Flash-Speicher Deal könnte Toshiba, SanDisk und SK Hynix treffen und der Display Deal könnte das Geschäft von LG schwächen.

Samsung braucht Apple

Es mag merkwürdig erscheinen, dass Samsung Bauteile an seinen größten Rivalen im Smartphone und Smartwatch Markt verkauft. Aber das Unternehmen tut dies, um nachlassenden Umsätzen und Gewinnen seines Mobilgeschäfts entgegenzuwirken — das Mobilgeschäft wird erdrückt auf der einen Seite von billigen Android Geräten und auf der anderen Seite von iPhones.

Im letzten Quartal tauchten Umsatz und Gewinn dieser Sparte bei Samsung um 20 % beziehungsweise 57 % ab. Die Einheit machte 55 % des Gesamtumsatzes von Samsung aus und 46 % des Unternehmensgewinns. Samsung hatte Hoffnungen auf das Galaxy S6 gesetzt, um den Umsatz wieder zurück in die Spur zu bringen. Vor kurzem aber warnte das Unternehmen, dass das zweite Quartal das siebte in Folge sein wird, in dem der Gewinn zurückgehen würde.

Schau jenseits der Apple Watch

Wenn sich die Gerüchte über Samsungs Beteiligung an der Produktion von OLED Displays für die Apple Watch bewahrheiten, dann sollten Investoren auf ein viel größeres Ziel schauen — das iPhone. Gerüchte über OLED iPhones gibt es wie Sand am Meer. Analysten glauben jedoch, dass Apple so lange wie möglich an LCD Bildschirmen festhalten wird. Analyst Narci Chang von JP Morgan erwartet, dass Apple auch für sein wahrscheinlich 2016 erscheinendes „iPhone 7“ noch LCD Technologie verwenden wird.

Aber sollte Apple irgendwann auf OLED Bildschirme wechseln, dürften Samsung und LG als Top Display-Hersteller für Apple Geräte von größeren Bestellungen über Bildschirme mit höheren Margen profitieren. Auf der anderen Seite könnten sich OLED Preise signifikant verringern, nachdem die Universal Display OLED Patente im Jahr 2020 auslaufen. Darüber hinaus, sollte das iPhone weiter weggehen wie warme Semmeln, dürfte Apples Verhandlungsposition dazu führen, dass die Margen für OLED Bildschirme auf ein Niveau sinken werden, die den Margen von LCD Bildschirmen entspricht.

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Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 09.07.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple und Universal Display.

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