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Die potentiellen Auswirkungen auf Gilead Sciences der Harvoni-Markteinführung in Japan

Foto: Pixabay, DeltaWorks

Das Medikament Harvoni von Gilead Sciences (NASDAQ:GILD) (ETR:GIS) (FRA:GIS) wurde sofort nach seiner Zulassung zur Anwendung an Hepatitis C Genotyp 1 Patienten ein Verkaufsschlager. In den ersten beiden Quartalen alleine brachte das Medikament schon Umsätze in Milliardenhöhe ein.

Diese Verkaufszahlen könnten in der zweiten Jahreshälfte noch weiter in die Höhe steigen, da das Medikament in Japan zugelassen wurde — ein wichtiger Markt, der weitere hunderte Millionen jedes Jahr in die Kassen spülen könnte.

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Ein großer und wichtiger Markt

Japaner geben pro Kopf so viel Geld für Medikamente aus, wie kein anderes Land außer den USA. Und auch wenn die Zahl der Hepatitis C Patienten in Japan geringer ist als in den USA, es sind immer noch 1,2 Millionen Menschen, die die Diagnose haben.

Die Genotyp 1 Variation von Hepatitis repräsentiert zwischen 70 % und 80 % aller Fälle in Japan. Und die Mehrheit dieser Patienten wurde mit der Genotyp 1b Variation diagnostiziert, im Gegensatz zu den USA, wo die Mehrheit mit der 1a Variation diagnostiziert wurde.

Im Moment werden die meisten Patienten mit der Daklinza/Sunpreva Kur von Bristol-Myers Squibb behandelt. Das ist eine Therapie, die in Japan im letzten Sommer zugelassen wurde und bereits jetzt hunderte von Millionen Dollar einbringt. Im ersten Quartal berichtete Bristol-Myers 264 Millionen USD Hepatitis C Umsatz — das meiste davon kam aus Japan.

Allerdings könnte die Zulassung von Harvoni eine gehörige Delle in die Marktanteile von Bristol-Myers in Japan schlagen, denn Harvoni ist das wohl bessere Medikament. In Phase 3 der Studie zu Daklinza/Sunpreva wurden 84,7 % aller Genotyp 1 Patienten nach 24 Wochen in der Therapie geheilt, wohingegen 100 % der Genotyp 1 Patienten mit Harvoni bereits nach 12 Wochen geheilt wurden.

Da 97 % der Patienten in der japanischen Studie von Gilead Sciences die Genotyp 1 Variation der Krankheit hatten, könnte die bessere Wirksamkeit und kürzere Behandlungsdauer Harvoni zur Therapie der Wahl machen.

Etwas bewegen

Wie groß die finanziellen Auswirkungen auf Gilead Sciences der Harvoni Zulassung in Japan sein werden, werden wir erst in einigen Monaten feststellen.

Typischerweise dauert es um die 60 Tage, bis sich Medikamentenhersteller und die Regulierungsbehörde in Japan auf einen Preis einigen können und bis das Medikament in die Liste in die für Rückerstattung zugelassenen Medikamente kommt. Normalerweise kommt bei diesen Verhandlungen ein Preis heraus, der 40 % unter dem Preis des Medikaments in den USA liegt.

Obwohl der Markt in Japan kleiner ist als in Amerika und Harvoni Preise sehr wahrscheinlich signifikant geringer sein werden, dürfte Gilead Sciences immer noch hunderte von Millionen aus dem Verkauf des Medikaments in Japan mitnehmen.

In den USA verlangte Gilead ursprünglich einen Preis für Harvoni von 94.500 USD. Der Wettbewerb und die Verhandlungen, das Medikament für eine breitere Verwendung zuzulassen werden den Preis dieses Jahr um geschätzte 46 % beziehungsweise 43.470 USD nach unten bringen.

Wenn wir eine zusätzliche 40 % Kürzung für Japan annehmen, dann kommen wir auf einen Preis von 30.648 USD in Japan. Zu diesem Preis würde die Behandlung von nur 20.000 Patienten in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche 612 Mio. USD an Umsatz für Gilead Sciences bringen.

Auch wenn diese Zahl nicht so staunenerregend ist wie die 3,63 Mrd. USD, die Harvoni für Gilead im ersten Quartal einbrachte, Kleingeld ist das auch nicht unbedingt. Aus diesem Grund ist die Harvoni Zulassung in Japan wahrscheinlich ein weiterer Grund, weshalb Investoren sich überlegen sollten, die Gilead Aktie Teil ihres Portfolios zu machen.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und wurde am 09.07.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Gilead Sciences.

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