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3 Gründe, weshalb der Ölpreis dabei ist, abzurutschen

Foto: Pixabay, skeeze

Wenn du in Öl investierst, könnten die nächsten Monate für dich ziemlich chaotisch werden. Nachdem sich der Ölpreis Anfang des Jahres zunächst etwas gefangen hat, beginnt er nun wieder zu fallen.

Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Hintergründe.

  1. Der US-Dollar

Im Allgemeinen neigen der US-Dollar und der Ölpreis dazu, sich in gegensätzliche Richtungen zu bewegen. Einfacher ausgedrückt: Wenn der US-Dollar steigt, fällt der Ölpreis in der Regel, und umgekehrt.

Momentan gibt es zwei Gründe, die für einen Anstieg des US-Dollars sprechen. Zunächst könnte die US-Notenbank die Zinssätze ganz einfach Ende des Jahres anheben. Laut einigen Verantwortlichen scheint der September dafür am wahrscheinlichsten.

Zweitens sollte die Krise in Europa Anleger dazu drängen, sich nach neuen Währungen umzuschauen, und das bedeutet in der Regel den Dollar.

Und hier gibt es einen Lichtblick für kanadische Ölproduzenten. Ein stärkerer US-Dollar ist unterm Strich definitiv ein Plus und hilft die Folgen eines niedrigeren Ölpreises abzufedern.

  1. Lagerbestände

Der amerikanische Ölbestand befand sich bis letzte Woche zwei Monate im Abwärtsmodus, und Analysten gingen davon aus, dass es auch so weitergehen würde. Sie prognostizieren, dass die Lagerbestände im Schnitt um 2 Mio. Barrels abnehmen würden.

Stattdessen stiegen die Lagerbestände um 2,4 Mio. Barrels. Noch beeindruckender ist der Zeitpunkt dieses Anstiegs. Wir befinden uns momentan mitten in der Sommer-Fahrsaison. Also ist die Ölnachfrage hoch und die Kapazitäten der Raffinerien sind zu 94 % ausgelastet, um diese Nachfrage zu decken.

Einfacher ausgedrückt: Die Ölversorgung hat keine Probleme, mit der Nachfrage Schritt zu halten (und sie sogar zu übertreffen), und das spielt dem Ölpreis nicht gerade in die Karten.

  1. Iran

In den vergangenen Jahren haben internationale Sanktionen als Konsequenz für Irans Atomprogramm seiner Ölindustrie stark zugesetzt. Aber der Iran nähert sich einem Abkommen, das diese Sanktionen mit der Zeit lockern würde – die Frist für diese Gespräche wurde gerade auf den 7. Juli verlängert.

Zahlreiche Widersacher einschließlich Israel, einigen arabischen Staaten wie Saudi Arabien und den Republikanern der Vereinigten Staaten stellen sich gegen diese Verhandlungen. Aber selbst wenn die Gespräche scheitern, werden Nationen wie Russland und China die Sanktionsregeln in den kommenden Jahren vermutlich ignorieren. So oder so wird Irans Öl einen Abnehmer finden.

Unterdessen haben sich die Aktien der größten kanadischen Ölproduzenten recht wacker geschlagen. Die drei anfangs erwähnten Unternehmen sind 2015 jeweils nur um etwa 5-6 % abgerutscht. Nun könnte ein ausgezeichneter Zeitpunkt sein, sich von diesen Aktien zu trennen.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 6.7.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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