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Die Google Rivalen Yahoo und Microsoft schaffen eine gewaltige Kehrtwende im Suchmaschinen-Krieg

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Insgesamt bleibt Google (NASDAQ:GOOGL) (FRA:GGQ1) (FRA:GGQ7) die dominanteste Suchmaschine auf der Welt — und das immer noch mit gehörigem Vorsprung. Das Datenanalyse Unternehmen Net Applications zum Beispiel beziffert Googles Marktanteil bei der Desktop-Suche dieses Jahr auf 63 % — das entspricht dem über dreifachen des drittplatzierten Baidu aus China, der bei 18 % liegt. Im mobilen Bereich liegt Google ebenfalls unerreicht bei einem Marktanteil von 92 %.

Hinter diesen mehr als beachtlichen Zahlen versteckt sich jedoch eine für Google eher unangenehme Tatsache: Sein Marktanteil bei der monetarisierungs-starken Desktop-Suche fällt stark. 2013 lag Googles Marktanteil zum Beispiel noch bei 77.5 % — 14,5 Prozentpunkte über dem heutigen Wert. Ein Teil dessen lässt sich zwar dadurch erklären, dass Google im Wachstumsmarkt China (größtenteils) blockiert wird. Allerdings gewinnen andere nicht-chinesische Suchmaschinen ebenfalls Marktanteile — allen voran Yahoo und Bing von Microsoft.

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Allerdings steht Google mehr als nur stark fallenden Marktanteilen gegenüber. Während das Unternehmen in den USA größtenteils verehrt wird, sieht es mit der Suchmaschine in der EU ganz anders aus. Ein neuer Bericht birgt das Potential, die Beziehungen diesseits des Atlantiks weiter zu belasten.

“Focus on the User”

Eine in der letzten Woche veröffentlichte Studie kam zu dem Schluss, dass Google wissentlich seine Suchergebnisse manipuliert, um Webseiten von Wettbewerbern zu benachteiligen und seinen eigenen Inhalt zu bevorzugen. Das Papier ist zurückzuführen auf Michael Luca, Tim Wu und das „Yelp data science team“ und es ist hervorzuheben, da Wu seine Meinung um 180° zu ändern scheint.

Der Frühere FTC Berater veröffentlichte vor einigen Jahren einen Bericht in The New Republic, in dem er das Unternehmen als (im Wesentlichen) unschuldig bezeichnete, was wettbewerbswidriges Verhalten anbelangt — er ging sogar so weit zu sagen, dass Google „ziemlich sauber“ sei. Wu’s sich wandelnder Standpunkt ist bemerkenswert, obwohl er Keynes zitiert, um diese Änderung zu beschreiben. Er sagte Re/code: „Wenn sich Fakten ändern, sollte sich deine Meinung ändern.“

Das kann ziemlich verzwickt sein, aber einfach gesagt (unten kommt ein noch einfacheres Beispiel) verwendete man für die oben erwähnte Studie ein Browser-Plugin mit dem Namen „Focus on the User“, um mit Hilfe von Googles Algorithmen zu suchen (ohne die vermeintliche Inhalts-Manipulation) und Suchergebnisse mit der Intention zu ranken, Beweise dafür zu finden, dass Google die relevantesten lokalen Ergebnisse unterdrückt, um seine eigenen Ergebnisse hervorzuheben — zum Leidwesen der Nutzer.

Wichtig hervorzuheben ist auch, dass Wu’s Forschung von Yelp und TripAdvisor bezahlt wurde und Plug-Ins verwendet wurden, die von Ingenieuren dieser Unternehmen entwickelt wurden — zwei Unternehmen, die am meisten davon profitieren würden, wenn Google seine Resultate wieder auf rein organischer Suche basieren würde. Focus on the User ist auch der Name einer EU Anstrengung, die von Yelp, TripAdvisor und anderen ins Leben gerufen wurde, auf deren Homepage zu lesen ist: „Google+ schadet dem Internet. Europäer haben die Macht es zu stoppen.“

Ein einfacher zu verstehendes Beispiel

Wenn das alles nach esoterischem, Insider-gebabbel anhört, dann stell dir folgendes Szenario vor:

Stell dir vor, du bist ein Restaurant auf einer unterentwickelten Urlaubsinsel. Der einzige Zutrittspunkt auf die Insel ist eine Fähre, die potentielle Kunden einmal stündlich an einen Hafen in der Nähe deines Restaurants bringt. Als solche, ist die Fähre kritisch für dich und deinen Erfolg und du investierst entsprechend in Möglichkeiten, deine Klientele besser anzusprechen (zusätzliche Schichten, gemeinsame Anlegestellen, usw.)

Nach Jahren einer erfolgreichen symbiotischen Partnerschaft beschließt das Fährunternehmen ein konkurrierendes Restaurant auf der anderen Seite der Insel zu eröffnen. Erst bist du besorgt, da Wettbewerb das Leben erschwert. Aber du denkst, dass Wettbewerb immer im besten Interesse der Kunden ist und du hast bestehende Beziehungen mit langzeit-Urlaubern.

Dann aber teilt dir das Fährunternehmen mit, dass es plant, dein Restaurant nur noch einmal wöchentlich anzufahren, während es sein eigenes Restaurant weiterhin stündlich anfährt. Ersetze jetzt den Fährenbetreiber mit Google, die Fähre mit der Suchmaschine und Yelp und TripAdvisor mit dem Restaurant. Natürlich vereinfacht dieses Beispiel die Situation etwas zu sehr. Aber das beschreibt im Wesentlichen die Sorgen von Yelp und TripAdvisor und was sie Google beschuldigen, zu tun.

Und obwohl niemand weiß, wie die EU auf diese neuste Studie reagieren wird und viele denken, dass Google seine Suchergebnisse manipulieren können sollte, wie es möchte. Die EU hat gezeigt, dass sie gewillt ist, es dem großen G zu zeigen. Und auch wenn dieser Bericht deine Investitionsthese für Google nicht ändern sollte, ich würde ein Auge darauf werfen, wie sich die Situation weiterentwickelt.

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Dieser Artikel wurde von Jamal Carnette auf Englisch verfasst und wurde am 30.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Aktien von Apple, Google (A shares), Google (C shares), TripAdvisor, Yahoo und Yelp. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Google (A shares), Google (C shares), TripAdvisor und Yahoo.

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