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Darum kauft Microsoft AMD nicht

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Je tiefer die Aktien von AMD (NASDAQ:AMD) (FRA:AMD) fallen, desto wilder werden die Gerüchte über einen Verkauf. Diesmal berichtet KitGuru, dass man gehört hätte, dass Software-Gigant Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) sich den angeschlagenen Chiphersteller schnappen will.

Angeblich hat Microsoft schon vor ein paar Monaten bei AMD angefragt, aber laut dem Bericht sind die Ergebnisse dieser Gespräche unklar.

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Und da enden auch schon die Gerüchte über die Übernahme. Aber Anton Shilov von KitGuru führt an, dass Microsoft mit dem Kauf von AMD „ein paar Milliarden Dollar pro Jahr“ an Chips für die Xbox One sparen könnte. Außerdem: Wenn Microsoft AMD dazu bewegen könnte, für Smartphone und Tablets geeignete Chips herzustellen, dann würde das große Unternehmen sogar noch mehr Geld sparen.

Ich denke, dass dieses Gerücht tatsächlich nicht mehr ist als ein Gerücht. Warum? Erkläre ich dir hier.

Wieviel Geld könnte Microsoft tatsächlich an Xbox One Chips sparen?

Das erste Argument von Shilov besteht darin, dass Microsoft „etwa eine Milliarde Dollar pro Jahr“ sparen könnte, wenn man nicht mehr von fremden Unternehmen Chips für die Xbox One zukaufen müsste. Allerdings verstehe ich den Sachverhalt so, dass Microsoft ohnehin die Entwicklung der Chips vorlegt, was AMD von der Finanzierung von Forschung und Entwicklung befreit.

Im Gegenzug kann aber AMD nicht mehr so hohe Margen verlangen, wenn man die Chips an Kunden veräußert.

AMDs CFO Devinder Kumar beim Einnahmebericht für das Q1 2014 zufolge ist die Bruttomarge auf Chips für Spielekonsolen geringer als der Durchschnitt des Unternehmens. Da AMD in jenem Quartal eine Bruttomarge von 35% berichten konnte, können wir annehmen, dass die Bruttomargen bei Konsolenchips noch geringer sind.

Wenn man herausbekommen will, wieviel Micorsoft an den Konsolenchips spart wenn man keine Margen mehr auszahlen müsste, dann gehen wir einmal davon aus, dass AMD 30% Bruttomarge mit den Chips einnimmt. Das bedeutet, dass Microsoft – geht man von dem Betrag von 1 Milliarde USD von KitGuru einmal aus – ungefähr 300 Millionen USD bei den Xbox-Chips pro Jahr sparen würde.

Es scheint nicht nachvollziehbar, dass Microsoft das ganze Unternehmen AMD übernimmt, um 300 Millionen USD bei Chips für eine Konsole zu sparen.

Chips für Smartphones und Tablets?

Shilov sagte weiterhin, dass AMD Microsoft dabei behilflich sein könnte, Smartphone-Prozessoren für Telefone und Tablets herzustellen – vor allem für das Surface Tablet und die Lumia-Produktlinie.

Die These zu den Smartphones ergibt keinen Sinn, weil AMDs CPU und Graphik-Chips nicht darauf ausgerichtet sind, auf Smartphones zu funktionieren. Gute IP kann man von ARM Holdings (NASDAQ:ARMH) oder Imagination (NASDAQOTH:IGNMF) (FRA:IGZ) lizensieren. AMD stellt auch keine topmoderne Technologie zur Verfügung, was für Smartphones von entscheidender Bedeutung ist. Wenn Microsoft also ehrlich daran interessiert ist, Telefonchips herzustellen, dann wäre AMD auf keinen Fall der erste Ansprechpartner dafür.

Bei Tablets könnte es schon ein bisschen wahrscheinlicher sein, da AMD eine x86-Lizenz hält. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Microsoft mit seiner Surface-Produktlinie die Scale hat, um Intels (NASDAQ:INTC) (FRA:INL) x86-Angebote zu übertrumpfen.

Klingt einfach nicht sehr wahrscheinlich

Ich sage: Dieses Gerücht macht einfach keinen Sinn. Allerdings scheint das Gerücht die Aktie gerade in die Höhe zu treiben. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sich dieses Übernahme-Gerücht einfach in Luft auflöst, wie schon so viele andere in der Vergangenheit.

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Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und erschien am 1.7.2015 auf Fool.com und wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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