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Warum die Party für BHP Billiton und Rio Tinto vorbei ist

Foto: Pixabay, AlexBanner

In den Jahren nach der Finanzkrise gehörten BHP Billiton (LSE:BLT) (ETR:BIL) (FRA:BIL) und Rio Tinto (LSE:RIO) (ETR:RIO1) (FRA:RIO1) zu den Topperformern des FTSE 100.

Das Wirtschaftswachstum in China trieb die Nachfrage zwischen 2010 und 2012 nach Rohstoffen auf Rekordhöhen. Rio und BHP profitierten von dem Boom und übertrafen von Ende 2008 bis 2011 den FTSE 100 um 67% bzw. 24%.

Vier Jahre später scheint die Party jedoch vorbei zu sein.

In den letzten zwölf Monaten lagen Rio 13,3% und BHP 32% unter dem führenden Index in Großbritannien.

Wachstum bis zum Platzen

Die letzten fünf Jahre waren eine turbulente Zeit für BHP und Rio. Nachdem das rapide Wachstum in den Jahren nach der Finanzkrise vorbei war, hatten die zwei Minenbetreiber zu kämpfen.

Die Schlüsselrohstoffmärkte leiden unter einem Angebotsüberschuss und dies hat die Preise in den Keller getrieben. Die Gewinne von Rio und BHP sind diesem Trend gefolgt.

Seit dem Ende von 2011 ist der Gewinn pro Aktie für BHP um 63% gesunken. Bei Rio waren es sogar 70%.

Platz für Wachstum?

Leider sieht es für die nächsten Jahre so aus, als ob Rio und BHP nur wenig oder gar kein Gewinnwachstum sehen werden.

Dies liegt daran, dass das Schicksal beider Unternehmen zum großen Teil an dem Preis für Eisenerz hängt.

Aber die Preise für das Erz stecken selbst in der Talsohle fest, da auf dem Markt ein Überangebot herrscht. Allein dieses Jahr soll das Überangebot auf dem Eisenerzmarkt bei 200mt liegen.

Viel des Überflusses wurde von Unternehmen wie Rio und BHP verursacht. Diese zwei Bergbauunternehmen haben nämlich die Produktion in die Höhe gefahren, um teurere Unternehmen aus dem Markt zu drängen.

Überangebot

Das Ergebnis von BHPs und Rios Angriff auf kleinere Produzenten hat den ganzen Eisenerzmarkt in Mittleidenschaft gezogen.

2014 stieg das weltweite Angebot an Eisenerz um 600mt. Dies ist mehr als drei Mal so viel wie der Zuwachs im Jahre 2010.

Dieses Jahr sollen weitere 600mt auf den Markt kommen und für 2017 sind sogar 700mt vorhergesagt, die den Markt überfluten sollen.

Die Überschwemmung des Eisenerzmarktes wird auch 2018 weitergehen, wenn 750mt Tonnen auf den Markt kommen sollen. In der gleichen Zeit soll die Nachfrage nur um 500mt steigen.

Du kannst also leicht erkennen, dass das Angebot die Nachfrage in Zukunft deutlich übersteigt.

Cashgenerierende Riesen

Da die Eisenerzpreise niedrig bleiben, werden Rio und BHP in den kommenden Jahren kämpfen müssen. Trotzdem haben beide Bergbauriesen die Mittel zur Verfügung, um den Sturm zu überstehen.

Sowohl Rio als auch BHP versuchen, die Förderkosten von Eisenerz auf unter 25 USD pro Tonne zu senken. Der gegenwärtige Eisenpreis liegt bei 61 USD pro Tonne.

Dank der fallenden Förderkosten sollten Rio und BHP in der Lage sein, ihre Geschäftsaktivitäten aufrechtzuerhalten, Schulden zurückzuzahlen und sich auf eine Erholung des Eisenerzmarktes vorzubereiten.

Die Investoren werden belohnt, wenn sie auf die Erholung des Marktes warten.

Top-Dividendenaktien

BHP und Rio sind gegenwärtig beide Dividendenaktien.

Besonders Rio bietet zurzeit eine Dividendenrendite von 5% und die Auszahlung wird durch das 1,2-Fache des Gewinns pro Aktie gedeckt. BHP bietet eine Dividendenrendite von 5,9% und die Auszahlung ist ebenfalls durch das 1,2-Fache des Gewinns pro Aktie gedeckt.

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The Motley Fool UK hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 29.06.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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