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Darum setzt dieser milliardenschwere Fonds auf Facebook

Foto: Pixabay, geralt

Facebooks (NASDAQ:FB) (FRA:FB2A) (ETR:FB2A) Aktie steht gerade auf Höchststand, die Bewertung liegt bei 250 Milliarden USD – es ist ziemlich klar, dass private wie auch professionelle Investoren viele gute Dinge für die Zukunft des sozialen Netzwerks erwarten. Selbst mit dem Konsens-Preisziel von 96 USD pro Aktie fällt es nicht schwer, Investoren zu finden, die erwarten, dass Facebook auch noch diese Hürde meistert.

Diese Outperformance hat natürlich die Aufmerksamkeit der Wall Street auf sich gezogen. Darunter auch große Namen wie Geode Capital Management, die über 200 Milliarden USD, hunderte Holdings verwalten und ganz groß eben auf Facebook setzen. Zur Zeit besitzt Geode fast 1,5 Milliarden USD in Facebook-Aktien, davon etwa 700 Millionen USD die in den ersten drei Monaten des Jahres hinzugekommen sind.

Warum auch nicht?

Die Video-Anzeigen auf Facebook sind nicht ganz neu: Das Unternehmen hat schon vor einigen Jahren damit rumgetestet, das Potenzial war aber ganz offensichtlich. Denjenigen, die sich damals glücklich schätzen konnten, in der Testphase mitmachen zu dürfen, hat Facebook angeblich 1 Millionen USD pro Tag abgeknüpft. Videostreams sind mittlerweile alltäglich geworden, das Potenzial hat sich aber als richtig erfolgreich erwiesen.

Einem der größten Marketingpartner von Facebook zufolge verlangt Facebook von seinen Partnern einen immer höheren Preis, und das vor allem für Videobotschaften. Video ist bereits das am schnellsten wachsende Werbesegment des Unternehmens. Wenn man bedenkt, dass erst seit ein paar Monaten Video-Werbung den insgesamt 1,44 Milliarden Nutzern präsentiert wird, sollte sich der digitale Werbekönig Google (NASDAQ:GOOG) (FRA:GGQ1) (ETR:GGQ7) mal schnell warm anziehen.

Natürlich bleibt man mit YouTube nach wie vor der Marktführer in Sachen Video. Aber der frühe und schnelle Erfolg von Facebook kann nicht ignoriert werden. Das könnte sogar der Grund sein, warum die Suchmaschine sich darauf konzentriert, die Seite effektiver zu monetarisieren. Gerüchte eines zahlpflichtigen Abo-Service machen die Runde, mehr Anzeigen und mehr Aufmerksamkeit für YouTube innerhalb des Konzerns können alles Zufall sein – oder eben auch Signale dafür, dass Google sich mehr und mehr darauf konzentriert, weil Facebook enormen Erfolg feiert.

Das nächste große Ding

Investment-Institutionen wie Geode können sich sicherlich an Video-Anzeigen, wachsenden Nutzerzahlen und starker Mobile-Präsenz erfreuen. Aber was Facebook-Fans wirklich erfreuen sollte, ist erst noch Zukunftsmusik.

Die 2 Milliarden USD, die Facebook im letzten Jahr für Oculus Rifts Virtual Reality ausgegeben hat, haben nicht alle nachvollziehen können. Was hat sich CEO Mark Zuckerberg bloß dabei gedacht? Wie es scheint hat der gute Mann an den mit 3 Milliarden USD geschätzten Virtual-Reality-Markt gedacht, der in nur fünf Jahren Wirklichkeit sein soll, und das dank einer Basis von weltweit 1,2 Milliarden Gamern. Facebook hat mit Oculus Pläne, die weit über Spiele hinaus gehen sollen. Und das allein sollte den Preis für das führende Produkt von Oculus Rift rechtfertigen.

Wenn man sich dann noch den jüngsten Deal mit VR-Fans Microsoft anschaut, nach dem man das Rift mit der Xbox syncen können soll, dann scheint Oculus für Facebook ein weiterer Wachstumsfaktor zu werden. Mit einem Release Anfang 2016 werden Aktionäre von Facebook nicht lange warten müssen, um die Früchte der Investition mitzuerleben.

Noch reizvoller für Geode und andere Facebook-Investoren war die Nachricht, dass die Anzeigen-Testphase bei Instagram beendet ist. Es ist jetzt an der Zeit, das zu monetarisieren, was viele Analysten für eine weltweite Goldmine halten. Natürlich liegen die Schätzungen weit auseinander, aber viele Stimmen sagen, dass Instagram bis 2020 jedes Jahr etwa 6 Milliarden USD Umsatz bringen könnte. Manche Schätzungen liegen weit darüber.

Man versteht, warum Instagram so eine Bullenstimmung mit sich bringt. Die Funktion des Fotohochladens ist ein perfektes Becken für gezielte Anzeigen, was Facebook immer wieder sehr gut hinbekommt. Und da ja Video-Werbung bereits prächtig läuft, ist Instagram mit seinen 300 aktiven Nutzern ein perfekter Markt für Facebooks Anzeigenkunden. Die App sollte noch mehr bekannte und etablierte Marken anziehen, was COO Sheryl Sandberg im letzten Quartal betonte.

Und das ist nicht alles

Im April dieses Jahres konnte WhatsApp verkünden, dass man die Nutzerzahl von 800 Millionen geknackt hätte. Damit ist man der magischen Zahl von 1 Milliarde immer näher. „Magisch“ deswegen, weil Mark Zuckerberg gesagt hat, man würde sich erst dann Gedanken über eine Monetarisierung von WhatsApp Gedanken machen, wenn die App eine Milliarde Nutzer hat. Das scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein – und damit eine weitere interessante Möglichkeit, in die Kasse zu greifen.

Facebook selber will da nicht zurück halten: Der eigene Messenger hat ebenfalls über 700 Millionen Nutzer, konnte binnen weniger Monate um 100 Millionen Nutzer wachsen. Kein Wunder, dass Geode zu ihrem bereits großem Anteil an Facebook noch dazukaufen: so beeindruckend wie die Performance bislang war, kratzt das Unternehmen doch erst an der Oberfläche.

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The Motley Fool empfiehlt Facebook, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Facebook, Google (A Aktien) und Google (C Aktien).

Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und erschien am 27.6.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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