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Wie NVIDIA und AMD von Facebooks Oculus Rift profitieren können

Foto: Oculus

Im Q1 2016 wird Facebooks (NASDAQ:FB) (FRA:FB2A) (ETR:FB2A) Oculus Rift auf den Markt kommen.

Das Headset könnte das erste Gerät sein, dass im massentauglichen Stil Virtual Reality auf den Markt bringt. Verbraucher haben dann erstmals die Gelegenheit, Unterhaltung auf einem völlig neuen Level zu konsumieren. Das Oculus Rift wird anfänglich wohl vor allem an Gamer vermarktet werden, aber langfristig gesehen könnte sich das Gerät an eine viel größere Zielgruppe wenden. Business Insider Intelligence sagt voraus, dass im Jahr 2020 mehr als 26 Millionen VR-Geräte verkauft werden, was für die Branche einen jährlichen Zuwachs von 100% bedeuten würde.

Investoren, die von diesem Wachstum profitieren wollen, werden wohl am ehesten an Facebook-Aktien denken. Obwohl ein erfolgreicher Launch auch Facebook zugute kommen sollte, bedeutet doch die schiere Größe des Unternehmens, dass die Untersparte Oculus Rift nur einen kleinen Teil des Gesamtgeschäfts ausmacht – zumindest in absehbarer Zeit. Dafür gibt es aber zwei Unternehmen, die davon tatsächlich groß profitieren werden.

Ein neues PC-Zubehör

Im Gegensatz zu vielen anderen neuen Elektronikgeräten ist das Oculus Rift kein eigenständiges Gerät. Es handelt sich dabei eher um ein Zubehör. Um es nutzen zu können, müssen Kunden es in ihren PC stöpseln. Und der PC darf nicht zu schwach auf der Brust sein. Vor dem Launch hat Facebook bekannt gegeben, welche Mindestanforderungen nötig sind, um das Gerät richtig nutzen zu können.

Die Nutzer vom Oculus Rift benötigen einen Windows-PC mit mindestens einem Intel i5-4590 Prozessor und 8 GB RAM. Das ist nicht wenig, aber auch keine riesige Hürde, die man nicht nehmen kann. Die meisten Durchschnitts-Desktops schaffen das, darunter auch der Dell Inspiron, den man schon für 800 USD haben kann. Die richtige Herausforderung stellt aber die Videokarte dar. Die muss nämlich mindestens eine NVIDIA (NASDAQ:NVDA) (FRA:NVD) GTX 970 oder eine AMD (NASDAQ:AMD) (FRA:AMD) R9 290 sein.

Die Preisgestaltung der Komponenten ändert sich, die Kosten für PC-Zubehör sinkt in der Regel mit der Zeit, aber beide Videokarten sind zur Zeit für mindestens 300 USD auf dem Markt.

Wie AMD und NVIDIA profitieren können

Das klingt natürlich nach einem großen Hindernis, und es könnte dafür sorgen, dass das Gerät erstmal keine schnelle Verbreitung findet. Aber unzählige PC-Gamer haben schon viel Geld in ihre Geräte gesteckt, darunter auch in extra Grafikkarten. Dieser ist ein wichtiger Markt für AMD wie auch für NVIDIA.

NVIDIA hat angefangen, neue Märkte aufzutun. So ist man drauf und dran, bei fahrerlosen Autos und bei Drohnen mitzumischen. Dennoch fließt der Großteil des Umsatz noch immer aus dem Geschäft mit GPUs. Im letzten Quartal hat das Geschäft mit GPUs immerhin 82% des Gesamtumsatz ausgemacht. Der Umsatz mit GPUs ist NVIDIA zufolge 5% gestiegen, was das Unternehmen mehr Nachfrage von Gamern zuschreibt. Im anschließenden Umsatzbericht führte der CFO an, dass der Umsatz im Gaming-Bereich bei 587 Millionen USD liegt, bzw. 62% des gesamten Grafik-Umsatz ausmacht.

NVIDIA ist der Marktführer bei nachrüstbaren Grafikkarten. John Peddie Research zufolge machen NVIDIAs Grafikkarten massive 77,5% des gesamten Markts im ersten Quartal aus. Und das gegenüber 65% im vierten Quartal 2013.

AMD hängt NVIDIA in Sachen Marktanteilen zwar hinterher, aber es ist das einzig andere Unternehmen, das denselben Markt bedient. AMD ist für die verbleibenden 22,5% Marktanteil im letzten Quartal verantwortlich. Leider sondert AMD sein Grafik-Geschäft nicht aus dem Gesamtumsatz aus, sondern behält die Zahlen im Prozessor-Geschäft. Dieses kombinierte Segment – also AMDs Prozessoren wie auch Grafikkarten – waren für mehr als 50% des gesamten Umsatz bei AMD im letzten Quartal verantwortlich, und das, obwohl man dort Geld verlor.

Anfang des Monats hat AMD eine ganze Reihe neuer Grafikkarten angekündigt. Darunter auch die sehr beeindruckende R9 Fury X für satte 649 USD. Die ist zwar teuer, aber Tests haben ergeben, dass ihre Performance besser ist als die ähnlich teure NVIDIA GTX 980 Ti. AMDs Investoren müssen sich um die immer prekärer werdende Situation des Unternehmens auf dem Markt traditioneller Prozessoren Sorgen machen, aber die wachsende Nachfrage nach Grafikkarten könnte diese Verluste wettmachen.

Das gilt natürlich nur, wenn Oculus Rift auch tatsächlich einschlägt. Zugegebenermaßen steckt VR noch in den Kinderschuhen, und der Markt ist einfach eine große Unbekannte. Aber wenn das Gerät Anklang findet, könnte die Nachfrage für gute Grafikkarten steigen, und das dürfte NVIDIA wie auch AMD zugute kommen.

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The Motley Fool empfiehlt Apple, Facebook, Intel und Nvidia. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple und Facebook.

Dieser Artikel wurde von Sam Mattera auf Englisch verfasst und erschien am 24.6.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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