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Goldcorp, Barrick Gold, Kinross Gold und 5 andere Goldförderer – welche heute kaufen? Welche nicht?

Foto: Pixabay, PublicDomainPictures

In dieser Woche haben Morgan Stanley verlauten lassen, dass „fehlende Inflation, fehlende finanzielle Stabilität in Europa und solide wirtschaftliche Aktivität in den USA für Gold Bärenstimmung“ bedeuten. Die Preise sind derzeit schon 33% von ihrem Höchststand entfernt. Es ist durchaus beunruhigend, so viele Bären-Prognosen von den Top-Analysten der Wall Street zu sehen.

In Zeiten von Schwierigkeiten ist es oft ratsam, wenn man bei Goldförderern bleibt, die eine gesunde Bilanz haben, das Reservevolumen steigern, wenig Förderkosten haben und einen guten Cashflow aufweisen. Welche Unternehmen solltest du also kaufen, wenn man diese Kriterien anwendet?

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Welche Förderer haben vertretbare Schulden?

Die Fähigkeit eines Förderers, seine Schulden zu bedienen, ist einer der wertvollsten Indikatoren für einen Investoren. Nicht nur können Zinsen die Profite kaputt machen, sondern große Schuldenberge können dafür sorgen, dass Unternehmen wichtige Assets veräußern müssen – und das zu Ramschpreisen. Dieses Jahr musste der US-Förderer Allied Nevada Gold Corp. Bankrott-Schutz beantragen. Grund: Eine große Schuldenlast und schwache Metallpreise.

Barrick Gold Corp. (TSX:ABX) (ETR:ABR) (FRA:ABR), Kinross Gold Corp. (TSX:K) (FRA:KIN2) (ETR:KIN2) und IAMGOLD Corp. (TSX:IMG) (ETR:IAL) (FRA:IAL) weisen ein Schulden-Kapital-Verhältnis von über 70% auf. Goldcorp Inc. (TSX:G) (ETR:GO5) (FRA:GO5) und Agnico Eagle Mines (TSX:AEM) (ETR:AE9) (FRA:AE9) haben ein weitaus verträglicheres Verhältnis von 20%. Yamana Gold (TSX:YRI) (ETR:RNY) (FRA:RNY) und Newmont Mining (NYSE:NEM) (FRA:NMM) befinden sich beide bei etwa 55%.

Nicht nur, dass geringe Schuldenbeträge das Risiko auf Bankrott mindern, es ist außerdem ein Indikator für die Disziplin des Vorstands. Goldcorps Schuldenbetrag ist relativ gering, weil man sich nicht auf einen Bieterwettstreit mit anderen Förderern über hochpreisige Grundstücke eingelassen hat. Unternehmen mit attraktiven Bilanzen zeigen Signale von vergangenen Erfolgen und guten Aussichten für die Zukunft.

Welche Förderer lassen die Bestände wachsen?

Wenn man sich sie größeren Förderer einmal ansieht, konnten nur Yamana und Agnico im letzten Jahr die Bestände wachsen lassen. Yamanas Goldbestände wuchsen um 20%, Agnicos um 18%. Barrick, Newmont, Goldcorp und IAMGOLD mussten dabei zusehen, wie ihre Bestände um 5 bis 20% fielen.

Einige der angeführten Unternehmen haben Projekte in der Pipeline, die das Produktionspotenzial nach oben treiben sollten. Aber langfristig betrachtet sind abnehmende Bestände und fehlende neue Entdeckungen schon ein Grund, sich Sorgen zu machen.

Welche Förderer haben ihre Kosten unter Kontrolle?

Die sogenannten All-In Sustaining Costs (AISC) sind eine progressive Messeinheit, mit der man jeden Förderer nach seiner Effizienz bewerten kann. Darunter fallen Cash-Kosten, Investitionen, Forschung und generelle Ausgaben für Verwaltung. Der durchschnittliche AISC für die sieben erwähnten Unternehmen beträgt 945 CAD pro Unze Gold.

IAMGOLDs AISC liegt am höchsten, bei 1.125 CAD pro Unze. Dahinter ist Kinross bei 1.050 CAD, Newmont bei 990 CAD. Ganz unten sind Goldcorp bei 900 CAD Agnico bei 880 CAD und Barrick bei 875 CAD. Yamanas AISC ist beeindruckend: Bloß 805 CAD werden benötigt, um eine Unze Gold zu fördern.

Die meisten Förderer waren seit dem Goldpreis-Kollaps von 2013 in der Lage, die Kosten zurück zu schrauben. Allerdings ist klar, dass manche Unternehmen dabei erfolgreicher sind als andere.

Welche Förderer haben den besten Cashflow?

Obwohl die Metallpreise gefallen sind, konnten viele Förderer mehr Cashflow generieren, weil sie die Kosten reduzieren konnten. Von all den erwähnten Unternehmen – mit Ausnahme von IAMGOLD – wird erwartet, dass sie über die nächsten Jahre einen positiven Cashflow generieren.

Goldcorp, Barrick und Newmont führen die Liste an: Der Cashflow soll im nächsten Jahr etwa 5% wachsen. Obwohl das auf den ersten Blick nicht sonderlich reizvoll aussieht, schlägt das doch die Resultate aus der Vergangenheit um Längen.

Also: welche kaufen? Welche nicht?

Insgesamt scheint es so, als wären Goldcorp und Agnico am besten aufgestellt. Beide haben branchenunüblich geringe Schulden und sparen Kosten. Und obschon Agnico im letzten Jahr die Bestände wachsen lassen konnte und Goldcorp nicht, wird von letzteren der höhere Cashflow erwartet. Natürlich ist es am Ende dir überlassen, in welches Unternehmen du investierst. Aber es wäre nicht verkehrt, wenn du in eines der beiden Unternehmen investierst.

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Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo auf Englisch verfasst und erschien am 24.6.2015 auf Fool.ca. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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