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Jetzt sind wir dem Grexit einen Schritt näher

Foto: Wikimedia Commons, Alex E. Proimos

Wie das Handelsblatt es gesagt hat, ist Griechenland jetzt „draußen vor der Tür“.

Was wir zu diesem Zeitpunkt wissen ist, dass Alexis Tsipras und die griechische Regierung ein Referendum für den 5. Juli gefordert haben. Daher, hat sich die Eurogruppe entschieden, das griechische Rettungsprogram nicht zu verlängern.

Gelinde gesagt ist das ein großes Problem für das verpflichtete Land, denn ein großes Stück seiner IWF-Schulden wird am Dienstag fällig. Ohne die Hilfe durch das Rettungsprogram ist es im Wesentlichen schon entschieden: Wird Griechenland das Geld nicht zurückzahlen, ist das Land in Verzug.

Das griechische Volk könnte zwar noch für die Reformen stimmen. Und diese könnten Griechenland noch „retten“. Aber es wird schon sehr spät sein und es gibt — zumindest zum jetzigen Zeitpunkt — wenige Zeichen die dafür sprechen, dass die Wähler großes Interesse daran haben diese Reformen zu unterstützen.

Was kommt dann als nächstes? Es ist schwer zu sagen, da wir kein wirkliches Muster für einen solchen Fall haben.

Was wir bequem sagen können ist, dass es voraussichtlich ganz schwer für die griechischen Banken wird. Kunden dieser gingen schon auf die Suche nach Geldautomaten, um so viel Geld wie möglich abzuheben. Mit Griechenland am Rande des Verzugs kommt die Angst dass, dass die Banken nur begrenzten Zugang zu Geld haben könnten.

Dafür gibt es gute Gründe. Wenn Griechenland sich entscheidet, die Reformen nicht zu akzeptieren und damit die kurzfristigen Schulden nicht zurückzuzahlen, gibt es in der Eurogruppe, beim IWF und anderen kein Gründe mehr, auf nett zu machen.

Wir könnten folgendermaßen darüber denken: Wenn Griechenland eine solche Entscheidung trifft und danach die Gläubiger sagen: „Das ist ok, wir können euch trotzdem noch helfen“. Was für ein Signal schafft das? Ganz einfach: Sie sind eine Gruppe Weicheiern, die leicht herumgeschubst werden können.

Ich spreche hier nicht über „Recht“ oder „Unrecht“, sondern einfach über die wahrscheinliche politische Realität. Denn schließlich das Ganze mehr eine politische Sache als eine wirtschaftliche.

Für den Rest der Welt ist es jetzt ein bisschen wie ein Ratespiel. Die griechischen Schulden befinden sich hauptsächlich in den Händen der europäischen Regierungsprogramme sowie dem IWF. Kaum etwas bleibt an privaten Gläubigern hängen. Wenn sich die Situation sich so entwickelt, wie es heute scheint, können wir sehen, was das wirklich bedeutet. Wir befinden uns heute in einer stark miteinander verflochtenen Welt; und wie wir 2009 sehen konnten, können sich finanzielle Risiken schnell verbreiten. Die Schulden an sich können sich nicht ausbreiten. Aber das heißt nicht, dass Derivative und dergleichen nicht zusätzliche Risiken schaffen können.

Aber Panik für uns? Quatsch. Eine solche Sache kann Turbulenzen verursachen, auch Kursrückgänge an den Börsen. Aber die Welt dreht weiter. Die Leute müssen noch essen. Sie werden noch Computer und Handys kaufen. Sie wollen noch gute Schuhe kaufen, schöne Autos fahren und schmackhafte Biere trinken (derzeit vielleicht sogar mehr).

Als Foolishe Anleger suchen und investieren wir in die besten Unternehmen und die Unternehmen, die solche Turbulenzen überleben können. Wenn andere für sich die Entscheidung treffen, sich in Panik zu versetzen, können wir sogar ein paar interessante Schnäppchen finden.

Bleib aber dran, denn das ist ganz klar eine Sache, bei der noch viel mehr passieren wird.

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