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Das Internet der Dinge und Cisco Systems: Ein himmlisches Paar

Foto: The Motley Fool

Allein anhand der Aktienentwicklung von Cisco (NASDAQ:CSCO) (FRA:CIS) seit der Veröffentlichung der Gewinnzahlen am 13. Mai würdest du es nicht wissen, aber der scheidende CEO Jon Chambers wies dem Netzwerkgiganten eindeutig die Richtung, bevor er den Platz für den neuen Chef Chuck Robbins freimachte.

Der Umsatzanstieg um 5% und der Sprung des GAAP-Gewinns pro Aktie um fast 12% (inklusive einmaliger Zahlungen) im letzten Quartal entzündete nicht gerade ein Feuer unter Ciscos Aktie. Die Aktionäre sollten sich aber keine Sorgen machen. So beeindruckend Ciscos drittes Quartal auch war, hat sich das Unternehmen perfekt in Position gebracht, um das größte Stück des Kuchens Internet der Dinge (IoT) zu erhaschen. Das ist sogar noch besser.

Die Definitionen des IoTs sind unterschiedlich, aber es ist im Grunde die Verbindung zwischen allem, was uns umgibt – Autos, Häuser, Geräte und ja, sogar Städte. Damit soll (hoffentlich) unser Leben effizienter gemacht werden. Und da das IoT so allumfassend werden soll, wird erwartet, dass Smart Cities den Weg anführen.

Wie groß ist groß?

Wenn die neusten Schätzungen auch nur in der Nähe der genauen Zahlen liegen, wird der Markt für das IoT praktisch jeden anderen Markt mickrig aussehen lassen. Laut Business Insider wird es in vier Jahren knapp 7 Milliarden Verkäufe von IoT-bezogenen Geräten geben. Dies ist doppelt so viel wie die Verkäufe von Smartphones, Tablets, PCs und Wearables zusammen.

Das IoT soll, wenn man Kostenersparnisse und die gesteigerte Effizienz mit einbezieht, bis 2019 wahnsinnige 1,7 Billionen USD zu der weltweiten Wirtschaft beitragen. Dies ist eine riesige Chance, besonders für Cisco, da der öffentliche Sektor bei dem IoT-bezogenen Umsatz den Weg ebnen soll. Mit jedem voranschreitendem Quartal baut Cisco die Führung in der Entwicklung von Smart Cities aus.

Der Vorreiter sein

Cisco beschreibt Smart Cities als verstehen, “wie die Komponenten des IoE (Internet of Everything oder Internet von Allem) – Menschen, Prozesse, Daten und Gegenstände” miteinander interagieren und dann “Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und das Internet zu nutzen, um die Herausforderungen zu bewältigen”, die durch diese Interkonnektivität entstehen. Da Städte weiter wachsen werden, wird die Interaktion der Bürger untereinander und mit Dingen wie Ampeln und Mautstationen dank des IoTs (angeblich) effizienter werden.

Ein Beispiel aus der Gegenwart ist die Smart City-Lösung mit dem Namen “Connected Roadways”. Sie verbindet “ungleichartige Transportsysteme, um die Sicherheit zu erhöhen, Unfälle zu reduzieren, den Verkehrsfluss zu verbessern und einen zentralisierten Blick auf Autobahnsysteme auf einer hochsicheren Weise zu bieten.“

Um Ciscos Vision von Smart Cities weltweit auf den Markt zu bringen, öffnet es „Innovation Centers“. Damit sollen Partnerschaften, sowohl mit Städten als auch mit Entwicklern, verbessert werden, um die Angebotspalette an Lösungen zu verbreitern. Letztes Quartal kündigte Cisco an, dass das achte IoE Innovation Center in Australien eröffnet werden soll.

Die USA sind jedoch langsam bei der Umsetzung von Smart Cities. Trotzdem hat Cisco international Erfolg, indem es Verträge mit Städten wie Hamburg und Berlin oder Santiago in Chile abschließt, um nur ein paar zu nennen.

Cisco gewinnt auch zunehmend Anteile in dem schnell wachsenden Data Center-Markt. Dies ist eine weitere beachtliche Chance, wenn man die riesigen Datenmangen ansieht, die IoT-Geräte produzieren. Im letzten Quartal sprang der Umsatz der Data Center von Cisco um 21% in die Höhe. Damit liegt der erwartete Jahresumsatz bei 3 Milliarden USD.

Natürlich weckt die Speicherung aller Daten, die die IoT-Geräte liefern, Sorgen. Cisco hat dieses Thema allerdings ebenfalls besetzt. Dank einer „Rekordzahl an Lizenzen“ im dritten Quartal stiegen die sicherheitsbezogenen Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 14%. Mit der Ankunft des IoT, sollten sowohl die Data Centers als auch die Sicherheitslösungen weiter florieren. Chambers sagt ein jährliches Umsatzwachstum von 3% bzw. 6% für Data Centers und Sicherheitslösungen für die kommenden drei bis fünf Jahre voraus.

Nicht allein

Es ist nicht überraschend, dass ein in den kommenden vier Jahren voraussichtlich 1,7 Billionen USD großer Markt auch Wettbewerber hervorbringt. Die Konkurrenten von Cisco bei Smart Cities sind IBM und Google. Das ist nicht überraschend.

IBM und Google haben ähnliche Ziele wie Cisco, indem sie Städte effizienter mache wollen, den Transport verbessern und den Energieverbrauch reduzieren. Cisco implementiert diese Lösungen jedoch bereits in einigen der weltweit größten Städte. Wenn man sich die neusten Quartalszahlen anschaut, scheint sich seine Marktführerposition nicht so bald zu verlangsamen.

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The Motley Fool empfiehlt Cisco Systems, Google (A Aktien), and Google (C Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von  Google (A Aktien) und Google (C Aktien).

Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und am 20.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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