MENU

Drei Gründe, warum Apple Music scheitern könnte

Foto: The Motley Fool

Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) versucht, seinen Einfluss bei digitaler Musik zu vergrößern. Wenn Apple Music am 30. Juni an den Start geht, wird das größte Techunternehmen der Welt das Beste aus Beats Music, Apple Radio und iTunes nehmen und es auf einer einzigen Plattform mit neuen Features und Playlists anbieten.

Das ist kühn. Das ist ambitioniert. Das ist riskant. Lass uns ein paar Gründe anschauen, warum Apple Music diesen Sommer nicht unbedingt erfolgreich sein muss.

1. Der Markt ist voll von Nicht-Tech-Giganten

Es scheint, als ob die Riesen der Technologiebranche in den boomenden Markt des Musikstreamings einsteigen wollen. Die drei Platzhirsche, die über die mobilen Betriebssysteme wachen, haben in den letzten Jahren ihren Hut in den Ring geworfen. Allerdings haben sie es nicht geschafft, sich von der Masse abzuheben. Die Smartphonerevolution lässt zwar die Beliebtheit von Streamingapps steigen, aber Spotify und Pandora (NYSE:P) (FRA:42S) laufen ihnen auf diesem Markt davon.

Pandora und Spotify haben zusammen mehr als 154 Millionen aktive Hörer. Obwohl viel zu lesen war, dass Pandoras Publikum zum größten Teil aus Leuten besteht, die kostenlose Lieder hören und Werbung akzeptieren, ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass Spotify just in der Woche, in der Apple Music vorgestellt wurde, verkündete, den Meilenstein von 20 Millionen Premiumabonnenten geknackt zu haben.

Die Kunden scheinen zu Musikseiten von Unternehmen zu pilgern, die sich vollständig auf Musik konzentrieren. Apple wird dies nie tun.

2. Apple spielt nicht mehr die erste Geige bei digitaler Musik

Man kann nicht leugnen, dass Apple legale digitale Musik populär gemacht hat. Der iTunes Music Store legitimierte die Praxis, für Musik zu bezahlen, als Peer-to-Peer-Piraterie die Norm war. Der digitale Musikladen wurde durch den iPod hervorgebracht, der die Art und Weise des Musikkonsums veränderte.

Die Welt hat sich jedoch weiterbewegt. Apples schlecht durchgeführter Versuch, Musik eine soziale Note zu geben – Ping – wurde 2012 begraben, nachdem er zwei Jahre nicht in die Gänge kam. Die Verkaufszahlen des iPods sind seit Jahren rückläufig. Apples Zukauf von Beats Electronics für 3,2 Milliarden USD mündete zwar in einer größeren Sichtbarkeit für die Musikaboplattform des Kopfhörerherstellers, aber auch unter Apples Fittichen hat der Service zu kämpfen.

Apple hat in letzter Zeit mehr Fehlschläge wie diesen an der Musikfront hinnehmen müssen. Es ist nur schwer vorstellbar, warum gerade Apple Music den Laden rocken soll.

3. Der Freund der Musikbranche wird ihr Feind

Apple kam zu spät bei der Musikstreamingrevolution und konnte die gewünschten Ergebnisse nicht erreichen. Im Herbst 2013 brachte es das pandoraähnliche iTunes Radio auf den Markt. Dies sollte die Musikverkäufe ankurbeln, indem Nutzer neue Musik hören und dann kaufen. Es hat nicht funktioniert. Dafür sind die Musiklabel alarmiert worden.

Apple sagt nicht genau, wie sich iTunes Music schlägt, aber der Branchenbeobachter Nielsen berichtet, dass 2014 die Albumverkäufe 9% gesunken sind und die Singleverkäufe um 12%. Wenn iTunes Radio erfolgreich ist, dann zeigt sich dies aber nicht in den Verkaufszahlen.

Zudem gibt es noch das Problem, dass Apple bei dem Marktstart drei kostenlose Monate verspricht, wenn man sich dazu verpflichtet, eine Premiummitgliedschaft abzuschließen. Dies scheint ein verlockendes Angebot für die Kunden zu sein, aber manche Plattenlabels haben die Sorge geäußert, dass Apple für die Streams aus der Probezeit keine Tantieme bezahlen will. Sie argumentieren – und das vielleicht zu Recht – dass sie nicht die Last von Apples Werbekosten tragen sollten. Es gibt Gerüchte, dass manche der größeren Indielabels zumindest neue Erscheinungen nicht über diesen Service anbieten wollen. Wenn die Auswahl zum Problem wird, dann wird es Apple Music nicht schaffen.

Apple hat sich zwar in die Ära der digitalen Musik vorgewagt, aber es ist nicht leicht, darin zu bestehen. Es scheint dieses Mal etwas bescheidener zu sein – die Ankündigung einer Androidapp für den Herbst ist ein kluger Zug – aber der Techriese scheint heute in Sachen digitaler Musik einen Takt hinterher zu sein.

Die nächste Milliarden Dollar Revolution ist hier

Tesla Gründer Elon Musk hat riesige Pläne für ein anderes Unternehmen, von welchem er in seinen Worten erwartet, dass es Fabriken baue, die ?eine Größenordnung größer sind, als die größte heute in der Welt existierende Fabrik". Investoren auf der ganzen Welt wurden bereits reich mit Tesla. Könnte dieses andere revolutionäre Unternehmen dein Ticket zum Reichtum sein? Du kannst mehr herausfinden, wenn du den Sonderbericht von The Motley Fool "Die aufstrebenden Wachstumsaktien, die Warren Buffett niemals kaufen wird -- aber kaufen sollte" liest. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu dem Bericht zu erhalten.

The Motley Fool empfiehlt Apple und Pandora Media. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple und Pandora Media.

Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und am 20.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool