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AeroVironment, GoPro und zwei weitere Aktien, um in Dronen zu investieren

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Die heutigen Drohnen befinden sich immer noch in den Kinderschuhen. Im militärischen Bereich werden sie zwar seit Jahrzehnten schon auf verschiedenen Ebenen eingesetzt, ihre zivile und kommerzielle Nutzung ist allerdings immer noch eingeschränkt. Das sollte sich bald ändern. Das Forschungsunternehmen The Teal Group glaubt, dass sich die Ausgaben für Drohnen in den nächsten 10 Jahren auf über 91 Milliarden USD verdoppeln werden.

Für Investoren stellt die kommende Drohnenrevolution eine Chance dar. Es ist so weit im Voraus zwar schwierig, die Gewinner und Verlierer vorherzusagen, aber die folgenden vier Aktien könnten von einer breiteren Verwendung von Drohnen profitieren.

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Ein Drohnenhersteller

Wenn du als Investor in ein Pure-Play-Drohnenunternehmen investieren möchtest, dann sollte AeroVironment (NASDAQ:AVAV)(FRA:JPX) ganz oben auf deiner Liste stehen. Das Unternehmen entwirft und produziert Drohnen und ein Großteil seines Umsatzes stammt aus dem Verkauf von Drohnen, hauptsächlich an das US Verteidigungsministerium. Allerdings stammt nicht der gesamte Umsatz aus Drohnen. AeroVironment ist auch im Energiegeschäft — es stellt Ladesysteme für Elektrofahrzeuge her. Im Geschäftsjahr 2014 kamen rund 17 % des AeroVironment Umsatzes aus diesem Geschäftsbereich.

Das bedeutet aber, dass immer noch über 80 % des Umsatzes durch das Drohnengeschäft generiert werden, was in den kommenden Jahren durch steigende Drohnennachfrage genügend Aufwärtspotential bieten sollte. Im Moment ist AeroVironment hauptsächlich ein Vertragspartner der Regierung und noch kaum in den kommerziellen Drohnenmarkt vorgedrungen. Das Management sieht in diesem Bereich allerdings großes Wachstumspotential.

AeroVironment arbeitete in kleinem Umfang mit Ölgigant BP zusammen, um Öl-Pipelines in Alaska mit Drohnen zu inspizieren. Aber das Unternehmen plant seine Bemühungen in der nahen Zukunft auf andere Unternehmen und Regionen auszuweiten. Leider lehnt das Management ab, konkrete Zahlen für diesen Geschäftsbereich zu nennen — in der letzten Quartalskonferenz gab CEO Tim Conver zu, dass der Umsatz dieses Jahr sich nicht materiell auf die Zahlen des Unternehmens auswirken würde. Allerdings sagte er, dass die Zahl potentieller kommerzieller Kunden „dramatisch“ steigt.

GoPro plant, in den Drohnenmarkt einzusteigen

Im Geschäftsjahr 2015 werden exakt 0 % des Umsatzes von GoPro (NASDAQ:GPRO) (ETR:5G5) (FRA:5G5) aus dem Verkauf von Drohnen stammen. Allerdings könnte sich die Zusammensetzung des Umsatzes im nächsten Jahr ziemlich verändern, denn das Unternehmen plant im nächsten Jahr seine erste Drohne herauszubringen. Anders als bei AeroVironment, zielt GoPro mit seinem Produkt explizit auf den Endverbrauchermarkt ab. Wenn GoPro eines hat, dann ist es eine starke Marke; und sein Kernmarkt (Technologie-affine Kunden, die sich gerne draußen bewegen) könnte sehr stark mit der Zielgruppe übereinstimmen, die den Markt für Endverbraucher-Drohnen ausmachen wird.

Offensichtlich stehen wir noch etwas im Dunkeln, denn wir wissen noch nicht einmal wie das Produkt aussehen wird. Daher ist es schwer, den potentiellen Erfolg vorherzusagen. Abgesehen davon ist es sonnenklar, dass es einen Markt für Konsumenten-Drohnen gibt: Das chinesische Unternehmen DJI schloss letzten Monat eine Finanzierungsrunde übe 75 Mio. USD ab, welche das Unternehmen mit 8 Mrd. USD bewertete. DJI ist der gegenwärtige Marktführer im Bereich von Endverbraucher-Drohnen — es stellt die meisten Modelle her, die du heute zum Kauf bei Amazon findest. Der Umsatz von DJI stieg in den letzten Jahren beachtlich: Das Unternehmen erwartet für dieses Jahr einen Umsatz von über 1 Mrd. USD, wohingegen die Zahl 2013 laut dem Wall Street Journal noch bei 130 Mio. USD lag.

Der Umsatz von GoPro stand letztes Jahr bei 1,4 Mrd. USD und Analysten erwarten, dass das Unternehmen dieses Jahr einen Umsatz von 1,9 Mrd. USD generiert. Beide Bereiche — der Kernmarkt von GoPro mit Action-Kameras und der Endverbraucher-Drohnenmarkt — wachsen sehr schnell. Sollte GoPro also zu einem starken Player werden, könnte sein jährlicher Umsatz um 50 % bis 100 % steigen.

Tegra könnte die Drohnen der Zukunft steuern

NVIDIA (NASDAQ:NVDA)(FRA:NVD) stellt keine Drohnen her und hat auch keine Pläne bekanntgegeben, dies jemals zu tun. In den kommenden Jahren könnte das Unternehmen allerdings zu einem Hauptlieferanten der Drohnenindustrie werden.

Die Plattform für mobile Chips des Unternehmens, Tegra, kann man im Bereich Smartphones und Tablets fast als Pleite bezeichnen: Es gibt nur ganz wenige mobile Endgeräte, die mit Tegra-Chips ausgestattet werden. NVIDIA hat das Geschäft allerdings noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil, das Unternehmen hat noch einmal einen draufgelegt und immer mehr und immer leistungsstärkere Modelle herausgebracht. Der neueste Tegra Chip, der Tegra X1, gehört zu den leistungsstärksten Chips für Mobilgeräte, die im Moment verfügbar sind. Zusammen mit Audi hat NVIDIA bei der Bekanntgabe des Chips im letzten Jahr demonstriert, wie der Chip das Gehirn der autonomen Fahrzeuge von Morgen werden könnte.

Könnte er auch das Gehirn der unbemannten Flugobjekte von Morgen werden? Auf der Consumer Electronic Show im Frühjahr dieses Jahres demonstrierte Drohnenhersteller Parrot ein neues Konzept einer Endverbraucher-Drohne, die auf den Tegra K1 Prozessor setzt. Die Weiterentwicklung des Drohnenmarkts könnte zur Folge haben, dass Drohnenhersteller immer leistungsstärkere Chips für ihre Produkte benötigen. NVIDIA scheint der einzige Chip-Hersteller zu sein, der aktiv auf diese Industrie hinarbeitet.

Eine neue Art der Paketzustellung

Von allen Unternehmen, die vom Einsatz von Drohnen profitieren könnten, hat Amazon am meisten zu gewinnen. Im November 2013 enthüllte das Unternehmen “PrimeAir” — ein Konzept, das Amazon noch testet, welches dem Unternehmen es ermöglich soll, Pakete mit Hilfe von Drohnen zuzustellen. Manche stempeln das als PR Gag ab — die Ankündigung kam nur einige Tage vor dem Shopping Feiertag Black Friday –, nichtsdestotrotz demonstrierte das das begeisterte Interesse von Amazon an der Drohnentechnologie und davon zu profitieren.

Es ist wahrscheinlich, dass Drohnentechnologie in vielen Industrien zur Anwendung kommen wird, aber der Online-Einzelhandel könnte dadurch komplett revolutioniert werden. Amazon ist ein gigantisches Unternehmen; was die Umsatzzahlen betrifft liegt es allerdings noch weit hinter Unternehmen wie Wal-MartKroger und Costco zurück. Im letzten Jahr lag der Umsatz von Amazon bei ungefähr 89 Mrd. USD, inklusive dem Verkauf von digitalen Produkten wie Büchern und Filmen. Der Nettoumsatz von Costco übertraf dagegen die Marke von 110 Mrd. USD.

Online-Shopping hat seine Vorzüge, aber für manche Kunden ist selbst eine Wartezeit von zwei Tagen zu lange. Die fast-verzögerrungsfreie Zustellung mittels Drohnen könnte Amazon den letzten Schub geben, um Amerikas größter Einzelhändler zu werden.

Wenn du an die Zukunft von Drohnen glaubst, dann könnte Amazon die beste Möglichkeit bieten, in diese zu investieren — wenn auch indirekt.

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The Motley Fool empfiehlt AeroVironment, Amazon.com, Costco Wholesale, GoPro und Nvidia. The Motley Fool besitzt Aktien von AeroVironment, Amazon.com, Costco Wholesale, and GoPro.

Dieser Artikel wurde von Sam Mattera auf Englisch verfasst und wurde am 18.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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