MENU

Facebook könnte ortsbezogene Dienste nutzen, um den Messanger in ein richtiges Geschäft zu verwandeln

Facebook machte es für Nutzer leicht, ihren Standort mitzuteilen. Quelle: Facebook.

Deine Freunde wissen zu lassen, dass du auf dem Weg bist, ist großartig, aber es wäre noch besser, wenn du ihnen sagen könntest, wie nahe du schon bist. Facebook (NASDAQ:FB) (FRA:FB2A) (ETR:FB2A) baute diese Funktion in sein neustes Update des Facebook Messenger ein. Mit zwei Klicks können Nutzer ihren Standort übermitteln oder sie können sich mit einem zusätzlichen Swipe auf einen Treffpunkt einigen. Das ist ein schönes Feature, aber nichts Weltbewegendes für Facebook.

Wichtiger ist, dass die neue Standortfunktion eine Grundlage schafft, auf der Facebook aufbauen kann. Nutzer dazu zu bringen, ihre Standorte im Rahmen ihrer Pläne mitzuteilen, öffnet die Tür für Facebook oder Dritte, ortsbezogene Dienste auf dem Messanger aufzusetzen. Der Produktleiter des Messangers Stan Chudnovsky sagte gegenüber TechCrunch „Wir bringen die Basis für alles, was noch kommt auf den Markt“.

Die Messenger Plattform

Auf der F8 Entwicklerkonferenz im März stellte Facebook Messenger Platform und Business on Messenger vor. Seither haben wir Dutzende Apps gesehen, die mit dem Messenger interagieren, um Bilder und Videos zu senden. Allerdings kann Facebook nichts davon wirklich monetarisieren. Letzten Monat sprach Facebook wiederholt mit Entwicklern, um Spiele auf Messenger Platform zu bringen, welche das Bezahlgeschäft wiederbeleben könnten.

Ortsbezogene Dienste wie Uber und Restaurantreservierungen sind eine weitere große Chance für die Chatapp, die 600 Millionen aktive Nutzer hat. Freunde, die sich darüber unterhalten, wo sie essen wollen, könnten leicht Reservierungen vornehmen und die Fahrt dahin buchen. Alles durch die App. Das ist ein Modell, welches direkt aus dem chinesischen Messenging-Ökosystem herausgerissen ist. Mit WeChat beispielsweise kannst du direkt aus der App Taxis buchen.

Die Vereinfachung für die Nutzer, aus dem Messenger heraus schnell ein lokales Geschäft zu finden, ist nur der Anfang. Mit Business on Messenger könnte Facebook es für Nutzer einfach machen, mit diesen Geschäften zu interagieren. Es könnte Nutzern ermöglichen, eine Unterhaltung mit dem Restaurant zu führen und so die Tagesangebote zu erfahren – das kann leicht automatisiert werden. Damit könnte Facebook mehr Unternehmen sowohl zu Messenger Platform als auch zu Facebook selbst locken, wo es ihnen Werbung verkaufen kann.

Die Bezahlung kommt

Wie ich bereits früher erwähnt hatte, stellte Facebook auch Payments for Messenger vor. Dies wird langsam in den USA in ausgewählten Städten ausgerollt. Payments wird ebenfalls ein Schlüsselteil für die Monetarisierung des Facebook Messnegers sein.

Sofort wird Facebook den Dienst jedoch nicht in Geld verwandeln. Das Überweisen von Geld zwischen Freunden ist kostenlos und der Betrag wird direkt auf ein Bankkonto überwiesen, anstatt auf einem Facebook-Konto zu sitzen, bis ihn der Nutzer abhebt.

Stattdessen könnte der Bezahlservice als Möhre herhalten, um mehr Unternehmen auf den Messenger zu locken und damit den Handel zu unterstützen. Facebook tat das Gleiche mit seiner Hauptplattform. Bevor es viel Werbung verkauft hat, stellte es Produkte wie Pages bereit und bot den Unternehmen an, ihr Geschäft kostenlos zu betreiben. Dies führte zu einer großen Zahl an Unternehmen, die Facebook gefolgt sind und nicht andersherum. Die Werbeverkäufe sind viel einfacher, wenn das Unternehmen bereits deine Produkte verwendet.

Örtliche Geschäfte und ortsbezogene Dienste auf die Plattform zu bekommen, ist der Schlüssel für die Monetarisierung des Messengers. Facebook will seine Nutzer nicht für die Benutzung verschiedener Funktionen bezahlen lassen, sondern die Interaktion zwischen Unternehmen und Konsumenten fördern. Dies ist die beste Möglichkeit, den Service durch ein riesiges Publikum zu monetarisieren.

Langfristiges Denken

Als Facebook David Marcus von PayPal eingestellt hat, um die Messenger-Produkte zu leiten, merkte CEO Mark Zuckerberg an, dass er in Zukunft den Bezahldienst als Teil des Messengers und WhatsApp sehen wird. Er sagte zudem, dass sein Unternehmen noch viele Grundlagen zu erledigen hat, um die Unternehmensgemeinde für diese Produkte zu begeistern. Die neuen, ortsbezogenen Features, die Facebook gerade erst veröffentlicht hat, sind zusammen mit der Ankündigung Mark Zuckerbergs diese Grundlage. Darauf aufzubauen bedarf Zeit.

Investoren sollten sich darauf einstellen, dass Facebook einen langfristigen Ansatz für die Monetarisierung wählt. Der Messenger wird dabei genauso behandelt wie die Hauptplattform und jedes andere Produkt, welches zur Monetarisierung gebracht wurde. Die Geschäftscommunity bei Messenger (und WhatsApp) auszubauen wird sich in Zukunft bezahlt machen, da nur wenige Plattformen die gleiche Reichweite und das gleiche Nutzerengagement wie die Nachrichtenapps von Facebook haben.

Die nächste Milliarden Dollar Revolution ist hier

Tesla Gründer Elon Musk hat riesige Pläne für ein anderes Unternehmen, von welchem er in seinen Worten erwartet, dass es Fabriken baue, die ?eine Größenordnung größer sind, als die größte heute in der Welt existierende Fabrik". Investoren auf der ganzen Welt wurden bereits reich mit Tesla. Könnte dieses andere revolutionäre Unternehmen dein Ticket zum Reichtum sein? Du kannst mehr herausfinden, wenn du den Sonderbericht von The Motley Fool "Die aufstrebenden Wachstumsaktien, die Warren Buffett niemals kaufen wird -- aber kaufen sollte" liest. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu dem Bericht zu erhalten.

The Motley Fool empfiehlt Apple and Facebook. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple und Facebook.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 11.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool