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Was würde ein Android-Phone für BlackBerry bedeuten?

Foto: The Motley Fool

Reuters zufolge denkt BlackBerry (TSX:BB) (NASDAQ:BBRY) (FRA:RI1) darüber nach, ein Gerät mit Googles Android als Betriebssystem auszustatten. Anonyme Quellen ließen verlauten, dass BlackBerry Android auf einem demnächst erscheinendem Gerät mit Slider-Haptik testen wolle – ein Gerät mit Touchscreen und mit nach oben wegschiebbarem Gehäuse, unter dem die Tastatur liegt. BlackBerry hatte ein solches Gerät auf dem diesjährigen Mobile World Congress kurz vorgestellt.

Das würde für BlackBerry sicherlich eine große Veränderung darstellen. Bislang hat man sich nämlich noch Android gegenüber verweigert und stattdessen hartnäckig auf das Betriebssystem BlackBerry 10 gesetzt. Was aber würde solch ein Strategiewechsel bedeuten? Und wie solltest du als Aktionär reagieren? Wir gehen mal ein paar Ideen nach.

Schub für das Software-Business?

Es ist kein Geheimnis, dass BlackBerry sich mehr und mehr von Geräten hin zu Software verlagert. Darauf hat CEO John Chen mehr als einmal hingewiesen. Leider aber scheinen die Probleme bei der Produktion der Geräte sich auf die Entwicklung von Software zu übertragen.

So zum Beispiel hat das Unternehmen mit der falschen Wahrnehmung zu kämpfen, dass die Lösungen für Software lediglich auf BlackBerry-Geräten funktionieren. Dazu kommt noch die Meinung, dass BlackBerry nicht mehr lange als Unternehmen überleben kann, da man mit rückläufigen Umsätzen hadert. Diese beiden Wahrnehmungen lassen natürlich jeden CIO aufhorchen, der darüber nachdenkt, BlackBerry Software anzuschaffen.

Ein Gerät, das mit Android betrieben wird, könnte in diesen Ecken für Konsolidierung sorgen. Es könnte auch gleichzeitig aufzeigen, dass BlackBerrys Software Geräte sichern kann, ganz gleich welches Betriebssystem diese haben. Außerdem könnte man damit auch die Verkäufe der eigenen Geräte ankurbeln.

Ein Eingeständnis, dass es nicht rund läuft?

Keine Frage: John Chen hat den Turnaround im Griff. Sein Start war bislang beeindruckend. Allerdings gibt es noch ein paar enttäuschte Gesichter hier und da. Das Unternehmen konnte im letzten Quartal lediglich 1,6 Millionen Geräte absetzen (inklusive Weihnachtsgeschäft). Chens Vorhaben, pro Jahr 10 Millionen zu verkaufen, sieht also reichlich daneben aus. Darüber hinaus sind die Software-Verkäufe alles andere als positiv.

Wenn man also auf einen schnellen Turnaround hofft, ist der Plan mit Android sicherlich nicht so ermutigend. Es könnte ein Zeichen sein, dass BlackBerry noch immer nicht mit dem eigenen Betriebssystem BlackBerry 10 voran kommt.

Würde Android also helfen?

Idealerweise würde ein Android-BlackBerry dabei helfen, die Verkäufe nach oben zu treiben und gleichzeitig das Software-Geschäft ankurbeln.

Schlechtestenfalls wird diese Strategie als Verzweiflungstat wahrgenommen und sorgt damit für eine weitere Abwertung der Marke BlackBerry. Als beispielsweise Microsoft damals angekündigt hat, Apps vonn iOs und Android auf Windows-Phones zu hieven, wurde das flächendeckend als Kapitulation wahrgenommen.

Wie solltest du als BlackBerry-Investor reagieren?

Falls diese Gerüchte also wahr sein sollten, wäre das sicherlich gar nicht gut. Stattdessen sind sie ein Indikator dafür, dass die derzeitigen Geräte und Software einfach nicht funktionieren. Und es besteht die Möglichkeit, dass ein Android-Gerät alles nur noch schlimmer macht.

Wenn du also nicht die Geduld hast, durch eine weitere harte Zeit zu stapfen, dann könnte jetzt der perfekte Zeitpunkt für dich sein, BlackBerry-Aktien zu verkaufen.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Google (A Aktien) und Google (C Aktien).

Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair verfasst und erschien am 12.6.2015 auf Fool.ca. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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