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8 brandneue Zitate von Oliver Samwer, die du gelesen haben musst.

Foto: Wikipedia, Autor Heisenberg Media

Am 9. Juni gab Deutschlands erfolgreichster Internetunternehmer und Rocket Internet (ETR:RKET) (FRA:RKET) CEO Oliver Samwer ein Interview auf der Noah Konferenz in Berlin. Er hat dabei einige sehr interessante Dinge gesagt. Hier sind die für Rocket Investoren wichtigsten Zitate und was du aus diesen mitnehmen solltest.

Zum Leben nach dem IPO

Mein Leben seit dem IPO ist viel besser. Ein öffentliches Unternehmen zu sein ist großartig. Ich hoffe, mehr Unternehmen in Europa schlagen diesen Weg ein.

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Geschäftsführer eines börsennotierten Unternehmens zu sein ist etwas ganz anderes als Geschäftsführer eines Startups (oder einer Startup-Schmiede) zu sein. Oliver Samwer scheint seine neue Rolle allerdings tatsächlich zu gefallen. Wäre ich Rocket Investor, dann wären diese Worte Balsam für meine Seele, denn das erhöht die Chancen, dass er noch sehr lange an Bord bleibt – und für mich ist er der beste Mann dafür.

Außerdem motiviert er andere Unternehmen, den Schritt nachzumachen. Für uns als Aktien-Investor wäre das sicherlich ebenfalls eine schöne Sache, wenn wir nach Zalando, Rocket und Windeln.de weitere Internet-Unternehmen aus Deutschland als potentielle Kandidaten für unsere Portfolios bekommen.

Ein Analyst schreibt das, ein anderer dies. Zieh einfach den Kopf ein und mach weiter.

Er sagt genau das, was wir Fools ebenfalls oft predigen: Ignoriere die Störgeräusche. Genau das wünsche ich mir vom Management der Unternehmen, die ich besitze. Viel wichtiger als die Erwartungen Frankfurter Analysten in jedem Quartal zu erfüllen sind die langfristigen Ziele und dass auf diese hingearbeitet wird, ohne sich viel ablenken zu lassen.

Welche Entwicklung er von Rockets Unternehmen erwartet

Du musst das richtige Geschäftsmodell haben. Du musst die Nummer Eins sein. Du wirst eine Zeit lang erhebliche Verluste einfahren. Aber dann wirst du dich verbessern.

Das Ziel von Rocket Internet ist und bleibt, dass die Unternehmen der Gruppe Marktführer in ihren Märkten und Regionen sind. Dafür wird Rocket auch viel investieren, aber man gibt sich nicht damit zufrieden die Nummer Zwei zu sein. Wie gut das Rocket gelingt, daran sollten Investoren den langfristigen Erfolg von Rocket messen.

Wir glauben nicht an Unternehmen, die nach 10 Jahren noch Verluste machen. Nach 3-5 Jahren musst du auf dem schnellen Weg zum Break Even sein.

Ich finde es sehr positiv, dass man bei Rocket eine klare Vorstellung diesbezüglich hat, an der Aktionäre den Fortschritt von Rocket ebenfalls messen können – und dies auch tun sollten. Ich würde dafür alle großen Rocket Unternehmen im Blick behalten, um zu sehen, wie beständig man bei Rocket an dieser Marke festhält und wie Ausnahmen von dieser Regel begründet werden.

Welche Industrien als nächstes vom Internet (und damit auch Rocket) erschüttert werden

Aktuell mögen wir Internetunternehmen im Bereich „Home and living“ sehr. Schau dir an wie groß IKEA ist und wie groß Home24 und Westwing werden. Schau dir die interessanten Margen in der Industrie an.

Nach den Bereichen Mode und Essen glaubt Oliver Samwer also fest daran, dass die Lieferung von Möbeln und allem rund ums Haus die nächste große Sache bei uns wird. Er ist völlig davon überzeugt, dass es irgendwann einmal Geschichte ist, dass man 50 Kilometer aus der Stadt fahren und einen ganzen Tag im Möbelhaus verbringen muss, um sein Haus einzurichten.

Ich für meinen Teil muss zwar zugeben, dass ich den einen oder anderen Köttbullar ab und an genieße. Aber ich sehe im Moment keinen Grund, weshalb er hier nicht Recht haben könnte. Die Entwicklung dieser beiden Startups (Home24 und Westwing) könnte für die mittelfristige Entwicklung der Rocket-Aktie eine große Rolle spielen.

Die Finanzindustrie ist heute dort, wo die E-Commerce Industrie 1994/95 war.

Und hier der Blick in die noch weiter entfernte Zukunft, wie sie Oliver Samwer sieht. Er sieht viele Unternehmen in diesem Bereich kommen und gehen. Aber er erwartet, dass es Unternehmen geben wird, die eine Entwicklung hinlegen können wie es Amazon gegenüber Wal-Mart geschafft hat. Als Rocket Investor würde ich schauen, ob ein  Unternehmen Rockets dieses Potential verwirklichen kann – ein Amazon in Rockets Portfolio würde den heutigen Aktienpreis fast schon alleine rechtfertigen.

Rockets Kultur und Zukunft

Unser Ziel ist es, ein operativ starkes Unternehmen zu werden.

Ich suche ja immer noch nach einem Indiz, ob Rocket seine Unternehmen eher für immer behalten möchte oder zu einem guten Preis auch früh abgeben würde. Hier hatte ich mir ein Indiz erhofft, aber…

Die gesamte Kultur bei Rocket dreht sich um das Bauen von Unternehmen. Unsere Leute sind Bauarbeiter.

Er stellt klar, dass Rocket gut darin ist, Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Wahrscheinlich können sie das besser als die meisten anderen. Das Führen eines ausgewachsenen Unternehmens ist allerdings eine andere Sache und Rocket muss noch beweisen, dass es das kann (und dass es das möchte).

Als Investor wäre es mir lieber, dass Rocket das lernt. Denn ich würde das nächste potentielle Amazon nur ungerne gehen sehen, nur weil es auf einer bestimmten Stufe im Lifecycle nach der Gründung steht.

Wir sind nicht die besten für Software oder Technologie-fokussierte Unternehmen. Wir werden nicht in Hardware oder Sicherheitstechnologie gehen.

Nur ein Wort hier: Fokus. Rocket weiß, was es kann und was es nicht kann. Für Investoren ist es wichtig zu wissen, dass sich das Unternehmen nur auf seine Kernkompetenz konzentriert und nicht auf jeden neuen Trend aufspringt. Dadurch werden dem Unternehmen zwar einige große Möglichkeiten entgehen, aber der Fokus auf seine Kernkompetenz wird  dafür sorgen, dass das Unternehmen noch stärker in dem wird, was es tut.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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Bernd Schmid besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com.

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