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Warum Investoren Banken kaufen sollten, bevor die Zinssätze steigen

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Banken hatten in den letzten sechs Jahren eine furchtbare Zeit und Investoren litten unter einem siechenden Aktienpreis.

In den kommenden zwölf Monaten jedoch sollte sich das Schicksal der Banken verbessern. Dies hängt eng mit der Nettozinsmarge zusammen.

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Nettozinsmarge

Die Nettozinsmarge ist einfach ausgedrückt die Differenz zwischen dem Zinseinkommen und dem Betrag, der an Kunden gezahlten Zinsen im Verhältnis mit den Produkten, die Zinsen verdienen.

Je größer die Nettozinsmarge ist, desto mehr Zinseinkommen generiert die Bank.

Der Anteil, der von der Bank gezahlten und erhaltenen Zinsen ist mit dem Zinssatz der Zentralbank verknüpft.

Fallstudie

Die Zahlen aus den letzten 15 Jahren können verwendet werden, um zu zeigen, wie Banken von hohen Zentralbankzinsen abhängen, um Gewinne zu machen. 2003/04 erreicht der Leitzzins der US-Zentralbank mit 1,0% seinen damaligen Tiefpunkt. An diesem Punkt lag die durchschnittliche Nettozinsmarge von Banken in den USA bei 2,5%.

In den darauf folgenden drei Jahren stiegen die Leitzinsen beständig an und erreichten im Juni 2005 ihren Höchsstand bei 5,25%. An diesem Punkt lag die berichtete Nettozinsmarge der Banken, die ein Vermögen von mehr als 15 Milliarden USD in der Bilanz haben, bei 4,0%. Wenn die Zinsen steigen, versuchen Geldverleiher den Betrag für Kredite schneller steigen zu lassen als den für die Zinsen, die sie an Sparer zahlen müssen.

Als die Finanzkrise begann, wurde der Leitzins auf ein Allzeittief von 0,25% gedrückt und die Nettozinsmarge folge auf dem Fuße.

Da die Zinsen niedrig blieben, schrumpften die Zinsmargen weiterhin.

Die Daten von Forbes zeigen, wie unfreundlich die Zinsumgebung für Banken geworden ist. In den vergangenen drei Jahren ist die Nettozinsmarge der fünf größten Banken in den USA von 2,81% im Jahre 2012 auf 2,68% im Jahre 2013 und 2014 schließlich auf 2,5% gefallen.

Kleine Änderung, großer Gewinn

Selbst kleine Änderungen in der Nettozinsmarge einer Bank können zu deutlichen Gewinnzuwächsen führen. Der Bankenriese JPMorgan Chase schätzt, dass ein Anstieg der Nettozinsmarge um 1% zu einem Anstieg des Zinseinkommens der Gruppe um 2,8 Milliarden USD pro Jahr führen würde. Ein 2%iger Anstieg würde das Zinseinkommen um 4,6 Milliarden USD in die Höhe befördern.

Analysten der Citigroup veröffentlichten vor kurzem Zahlen, die im Detail zeigen, wie die Nettozinsmarge von Lloyds in den kommenden Jahren wachsen soll.

Zweistelliges Wachstum

Dank einer Reduktion des Umsatzanteils in ISA-Sparkonten, zusammen mit Änderungen in der Empfindlichkeit anderer Produkte der Bank auf den Zinssatz, glauben die Analysten von Citi, dass Lloyds Nettozinsmarge 2016/17 2,7% erreichen wird und 2018 2,76%.

Aufgrund des verlorenen Gerichtsprozesses, in dem Lloyd nicht gestattet wurde, seine hochverzinsten ECNs von Investoren zurückzukaufen, wird die Nettozinsmarge leider um 0,05% geringer ausfallen.

Trotzdem haben Analysten ihre Vorhersagen für Lloyds um 5% bis 12% in den kommenden vier Jahren aufgestockt, da die Nettozinsmarge steigen soll.

Wachstumsaktien

Alles in allem werden die Einnahmen der Banken steigen und die Aktionäre davon profitieren, wenn die Zinsen der Zentralbanken steigen.

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The Motley Fool UK hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 10.06.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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