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Facebook macht mit der Monetisierung von Instagram ernst

Foto: The Motley Fool

Seit der Einführung von gesponserten Beiträgen vor über anderthalb Jahren hat Instagram über 500 Kampagnen mit großen Marken gestartet. Die Ergebnisse dieser Kampagnen waren gut und Auswertungen von Nielsen Brand Effect zeigen, dass die Werbewirkung 2,9 Mal höher war als bei gewöhnlicher Online-Werbung. Wenn Instagram jedoch zu einer wirklichen Einkommensquelle für Facebook (NASDAQ:FB) (FRA:FB2A) (ETR:FB2A) werden will, muss sich das Unternehmen noch stärker Werbeanzeigen widmen.

Instagrams neue Werbeeinheiten sprechen ein breites Spektrum von Unternehmen an. Quelle: Instagram

Instagrams neue Werbeeinheiten sprechen ein breites Spektrum von Unternehmen an. Quelle: Instagram

Letzte Woche gab Instagram seine Pläne für neue Anzeigeformate bekannt, die auf mehr Möglichkeiten und eine breitere Verfügbarkeit für Unternehmen abzielen. Diese Schritte werden Instagram ermöglichen, bedeutende Erträge von seiner schnell wachsenden Kundenbasis zu generieren.

Calls-to-Action nun erlaubt

Instagram beherrscht es sehr gut, Nutzer an seine App zu binden. Letztes Jahr berichtete Facebook, dass der durchschnittliche Instagram-Nutzer jeden Tag ca. 21 Minuten mit der App verbringt. Eine Methode, mit der Benutzer an die App gebunden werden, ist Instagrams Verbot zur Anfügung von Links in Fotokommentaren. Als Werbeanzeigen eingeführt wurden, wurden die gleichen Beschränkungen auf gesponserte Meldungen übertragen.

Instagram ist bereit, diese Einschränkungen mit seinen erst neu angekündigten Direct-Response-Anzeigen zu lockern. Diese Beiträge beinhalten einen Knopf mit einer konkreten Handelsaufforderung, was eine Gruppe von Unternehmen außerhalb der Markenwerbetreibenden anlocken wird.

Neulich merkte der Facebook-Manager Carolyn Everson auf einer JPMorgan-Konferenz an, dass die Grenzen zwischen Marken- und Direct-Response-Werbetreibenden verschwimmen. Denn große Unternehmen möchten genau so wie kleine Online-Firmen auf das Direct-Response-Konzept zurückgreifen. Anleger sollten damit rechnen, dass sich große Marken dieser Direct-Response-Werbung annehmen und höchstwahrscheinlich  für die Call-to-Action“-Taste draufzahlen werden. 

Die werberelevanteste Gruppe anvisieren

Ein neues Werbeformat mit einer konkreten Handelsaufforderung einzuführen, ist eine Sache. Aber diese Beiträge dann auch an die Nutzer zu richten, die am ehesten darauf reagieren, ist eine andere. In Anlehnung an Facebook wird Instagram Unternehmen ermöglichen, Nutzer über die grundlegenden Daten über Geschlecht und Standort hinaus anzuvisieren, wozu es zuvor Einschränkungen gesetzt hatte.

Viele Instagram-Nutzer sind auch auf Facebook, wo das soziale Netzwerk in der Lage ist, viele demografische Details zu sammeln. Aufgrund der Zeit, die Nutzer auf der Plattform verbringen und sie mit Informationen füttern, verfügt Facebook unter den Online-Werbeplattformen über mit die besten Targeting-Möglichkeiten.

Währenddessen bleibt Instagrams Interessensgraph ein unentdeckter Datenschatz. Im Gegensatz zu Facebook, dessen sozialer Graph aus persönlichen Beziehungen besteht, beruht Instagrams sozialer Graph auf Leidenschaften und Interessen. Diese Daten sind für gezielte Werbemaßnahmen viel wertvoller.

Wenn Instagram seine Direct-Response-Werbeanzeigen ausbauen will, möchte es diese Anzeigen den Benutzern präsentieren, die am ehesten darauf anspringen. Markenwerbung erfordert vergleichsweise viel weniger Targeting.

Skalierung des Werbegeschäfts

Mit diesen zwei gegenwärtigen Werbeformaten brauch Instagram einen Weg, sein Werbegeschäft zu normieren. Bei den in etwa ersten 500 Kampagnen kontrollierte CEO Kevin Systrom noch jede Meldung selbst, bevor er sie hinaus in die weite Welt sendete. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass das System noch nicht skaliert ist.

Um dies zu beheben, tüftelt Instagram an einer API, um Unternehmen den Werbekauf zu erleichtern. Außerdem wird Facebook Instagram-Werbeanzeigen in sein Werbekauf-Interface integrieren. Das bedeutet, dass die zwei Millionen Unternehmen, die auf Facebook werben, bald Zugang zu Werbeplätzen auf Instagram bekommen.

Mit einer solch riesigen Schar an Werbetreibenden, geläufigen Werbeeinheiten und Targeting-Möglichkeiten sollten Instagram-Nutzer in naher Zukunft viel mehr Werbeanzeigen antreffen. Die gute Nachricht ist, dass Facebooks und Instagrams Targeting-Daten diese wenigstens etwas attraktiver erscheinen lassen. Ach, und wenn du Aktien von Facebook hast, sollte dir der Anblick einer Werbung auf Instagram ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Denn du bekommst von jedem Euro, den das Unternehmen einnimmt, etwas ab.

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The Motley Fool empfiehlt Apple und Facebook. The Motley Fool hält Aktien von Apple, Facebook und JPMorgan Chase.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 10.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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